Felix Philipp Ingold: Haupts Werk

Zum dritten Mal nach Tagesberichten zur Jetztzeit und Freie Hand erfährt ein Buch von Felix Philipp Ingold seine digitale Veranschaulichung auf planetlyrik.de. Wieder kann man auf der Startebene Deep Blue, gut durchmischt auf 11 Arealen der Bodenstation respektive des Cockpits, mehrere hundert Textartefakte erreichen, die ˈzʊma zʊˈmaːʀʊm das gedruckte Leben ausmachen. Deshalb „seien Sie unbesorgt: Haupt wird Ihnen das Leben wieder geben. Er weiß, was das Leben mit dem Werk zu schaffen hat. Er liebt das Leben, ja er liebt nichts als das Leben. Aber er mag es nicht, wenn man gemalten Menschen Gold- oder Stahlzähne einsetzt und Marmorputten auf die ehernen Bänke eines Parks setzt, als wären es gewesene – künftige? – Passanten. Haupt meint, Sie sollen sich abgewöhnen zu verlangen oder auch nur zu erwarten, daß man mit roter Tinte schreibt, um glauben zu machen, man schreibe mit seinem Herzblut… Haupts Werk? Das Leben! Ein modernes Lesebuch; ein Lesebuch der Moderne, das bei aller formalen Uneinheitlichkeit durch die eine, immer wieder neu gestellte, immer wieder neu zu stellende Frage zusammengehalten wird: Wer bin ich, der da spricht; wer ist es, der da schreibt; wer bist du, der da liest?“ Und was bedeutet heute dein Klick? Dass man Bücher nicht durchliest; aber immer wieder aufschlägt, um nie zum letzten Wort vorzudringen. All das im Sinne Haupts, der im Klappentext einer vordigitalen bleiernen Zeit vorausschauend niederlegt: „Es gibt keinen Tod des Buches, sondern eine neue Art zu sehen, zu begreifen. An meinem Buch gibt es nichts zu rätseln, aber vieles, dessen man sich bedienen kann; es gibt nichts zu deuten, aber einiges, womit man experimentieren und spielen, worüber man lachen und nachdenken kann: Weitermachen…“ Daran haben wir uns einfach gehalten.

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