23. Februar

Irgendwie traumwandlerisch, für die Welt schon fast verloren, geh ich auf’s Ganze zu, hinaus ins Namenlose; und plötzlich, wo ich mal stehen bleibe und mir warum auch immer zwischen die Schuhe starre, fühle ich mich von einem großen flaumigen schmutziggrauen Aug fixiert, das da in der schon weicher gewordenen Erde steckt; es ist, wie der zweite Blick dann zeigt, ein geschrumpfter eitergelber Tennisball, der zu zwei Dritteln im lehmigen Boden steckt.
Der Blick der mich da trifft, könnte der eines grade eben ausgestorbenen Dinosauriers sein.


aus: Felix Philipp Ingold: Freie Hand.
Ein Vademecum durch kritische, poetische und private Wälder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.