Übersetzen (I)

»Übersetzen«, meint Albrecht Fabri, »läßt sich nur Übersetztes.« Also wäre, frage ich, alles Übersetzte das Resultat einer Rückübersetzung; wo … wie wäre dann aber der Urtext zu orten, oder ist auch der Urtext eine Übersetzung, und falls ja … aus welcher Sprache.
Vermutlich ist jede Übersetzung, in der Tat, ein Rückschritt und, als solcher, ein Gewinn; das Gegenteil demnach von Fortschritt.
Die Übersetzung, so könnte man vielleicht sagen, ist jedesmal ein Schritt voran in eine Sprachvergangenheit, die nur den einen Namen kannte; das Schweigen.

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aus: Felix Philipp Ingold: Freie Hand.
Ein Vademecum durch kritische, poetische und private Wälder

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