Heimwärts

Wohin die Reise
geht steht
fest. Sie geht zu weit. Zu zweit
im Eis
enden wir allmählicher.
Rückwärts
zu streben das Glück
in der Schmelze. Werden heller. Sind
vom weißen
Grund nicht mehr zu unterscheiden.
Wie von der Sonne
das Licht. Scheiden aus was
uns zusammenhält. Die
Körperwärme mal wieder in schusseliger
Zweisamkeit geteilt
verbraucht sich rascher. Harsch
die Samenkruste zwischen Index und
Daumen. Und wie’’s
knuspert. Wie frisch gebacken
Schnee. Geruchlos
was einst so fruchtbar stank. Was mich
mit der Beliebigen verbindet ist das äußerste
Organ. Ist diese
Sprache. Und aber keine Rede
von verstehn. Nur
im Fallen werden wir einander ähnlich.
Unentschieden unsre Niederlagen.
Wie verschieden keine
Siege.

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aus: Felix Philipp Ingold: Freie Hand.
Ein Vademecum durch kritische, poetische und private Wälder

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