Namenlos

Gerade die Losigkeit des Namens, die mangelnde referentielle Bestimmtheit, letztlich das Fehlen signifikanter Erhabenheit … all dies macht, daß der Name geheiligt und auch gedichtet werden konnte.
Der Name Gottes war vor dem Wort. Der Gottesname ist das Vorwort zu allem und noch viel mehr; Vorort der Welt, in der wir leben … nämlich wir andern.
»Und jetzt«, schreibt Brigitte U. K. aus Paris, »einen Namen haben für das Viele.«


aus: Felix Philipp Ingold: Freie Hand.
Ein Vademecum durch kritische, poetische und private Wälder

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