Gabriel Rosenstock: Ein Archivar großer Taten

Mashup von Juliane Duda zu dem Buch von Gabriel Rosenstock: Ein Archivar großer Taten

Rosentock-Ein Archivar großer Taten

ANNA KOMMT – UND ANNA GEHT
Hommage an Kurt Schwitters

Neulich traf ich Anna Blume.
Sie entsprach, mehr oder minder, meinem Bild von
aaaaaihr:

Ein Teil von ihr war fett,
Ein anderer recht schräg,
Wieder ein anderer stark unterstrichen.

Die Brüste in Klammern,
Der Hintern in vier Großbuchstaben,
Die Beine zwei Ausrufezeichen.

Die Augen in der Mehrzahl,
Der Mund in der Einzahl,
Die Nase ein gekrümmtes Häkchen.

Erst sprachen wir vom Beistrich,
Dann kamen wir auf den Punkt.
Der Strichpunkt verwirrte uns nur;

Ich gab ihr alle Sternchen, die ich hatte, und hoffte
Auf ein Zeichen ihrer Huld, sagen wir zwei Gänsefüßchen.

Doch plötzlich ist sie abgeschwittert −
Geblieben ist mir nur das leere Blatt.

 

 

Das Lachen des Gottesnarren

– Gedichte des Iren Gabriel Rosenstock. –

Humor tritt in der deutschsprachigen Poesie nicht selten als Albernheit und Clownerie auf, als billiges Juckpulver und blosse Zwerchfellreizung. Humor wird naserümpfend betrachtet, weil er sich angeblich nicht mit der Grübelei eines seriösen Gedichts vereinbaren lässt. Dass man dies anderswo nicht so sieht und Humor zur Hochform kultiviert hat, beweisen die Gedichte des Iren Gabriel Rosenstock. In stilsicherer Übersetzung hat ihn jetzt Hans-Christian Oeser, den man wohl als seinen hiesigen Entdecker würdigen darf, mit einem sehr hübschen Bändchen der Edition Rugerup vorgestellt.
Hier äussert sich kein Humor, der um den Effekt kurzen Gelächters buhlt. Mit feinsinniger Ironie und zuweilen hemdsärmelig derbem Scherz kommen Rosenstocks Gedichte daher. Unter der Lupe solchen Humors erscheint eine zuvor groteske Realität auf wundersame Weise von ihren Verknotungen und Verrenkungen befreit. Dem Alltag, den gewöhnlichen Fährnissen menschlicher Kommunikation, den bizarren Kleinigkeiten gilt Rosenstocks Aufmerksamkeit, oft lose verankert in irischer Mythologie und anverwandelt in ostasiatische Gedichtformen. Humor ist hier niemals Selbstzweck, sondern Zeugnis einer trotzigen Haltung dem Leben gegenüber.
In der Figur des Krishnamurphy, unter deren Maske etliche Gedichte geschrieben sind, verschmelzen die scheinbar gegensätzlichen Elemente von Ost und West. Krishnamurphy ist ein moderner Schelm, halb Narr und halb Weiser, der nonchalant durch Zeiten und Räume reist. Womöglich stellt er ein Alter Ego des Dichters selbst dar, der sich in dem köstlich tiefsinnigen „Interview“ als „einen der Narren Gottes“ bezeichnet?
Am Ende der einmal mit komischer, einmal mit tragischer Geste zugespitzten Alltagssituationen steht eine das Leben bereichernde Überraschung. Da sieht die kleine Tochter im weissen Rauschen des Fernsehers eine Giraffe im Schnee, da führt das Schnarchen der Ehefrau auf direktem Weg in die Dichtung Rumis, da erinnern drei Obdachlose in der Bücherei an Bettelmönche. Es ist eine beinahe kindliche Unbekümmertheit, mit der Rosenstock die Arme ausbreitet, um alles ins Gedicht einzusammeln, so dass man gerne verzeiht, wenn einige wenige Gedichte auf eine etwas zu simple Lösung hinauslaufen. Überhaupt scheint Humor bei Rosenstock nichts anderes als eine überwundene Form der Trauer. Wehmütig und zugleich augenzwinkernd konstatiert der Dichter:

Ich öffne mein Gedicht allem, was ist,
was sein wird, was war,
was sein könnte.
Eine falsche Entscheidung.

Es gelingt dieser reine Lobpreis nicht, weil ihm sofort ein Kondukt von Negationen auf den Fersen ist, so dass am Ende die Ernüchterung steht: „Ich öffne mein Gedicht erneut den lichten Dingen, / doch es gibt keine mehr.“ Wenn trotz allen Ausflügen ins Scheitern die Welt derart abgeklärt wahrgenommen werden kann, dann ist das ihrer Metamorphose in schwarzen Humor zu verdanken — der indes immer wieder tatsächlich die lichtesten Momente bereithält.

Jürgen Brôcan, Neue Zürcher Zeitung, 3.4.2008

Ein Archivar großer Taten

Ein Licht leuchtet dem irischen Dichter Gabriel Rosenstock überall auf der Welt – immer dort, wo Türen für jedermann offen stehen – sei es im indischen Madras oder in des Dichters Geburtsort Kilfinane, in China oder in einem Iglu am Pol. Als genauer Beobachter von Alltagssituationen filtert er Tragikomisches und Absurdes aus zwischenmenschlichen Beziehungen, sozialen Verhältnissen und Dingen. In konzentrierten Szenen gestaltet er das Groteske an der Realität. In der Rolle seiner Kunstfigur Krishnamurphy, ein moderner Nachfahre Till Eulenspiegels, in dem sich westliche Moderne und fernöstliche Kulturtradition mischen, versucht er sich als Zoowärter und Graffitiputzer, als Philosoph und Dichter, aber auch als Soldat in der Armee Dschingis Khans oder als Kriegsberichterstatter aus Bagdad. Was als umgangssprachlicher Dialog an der Oberfläche dahinzuplätschern scheint, geht in die Tiefe. Aus Abgründen steigen Kippfiguren wie der Engelhai auf; durch Gelächter bahnt sich das Grauen. Dennoch bleibt alles wie locker dahingeplaudert. In salopper Nachdenklichkeit verbergen sich Wahn, Kauzigkeit und Kummer. Von Heinrich Heine hat er die Spitzzüngigkeit und Schärfe, von Wilhelm Busch den boshaften Humor, von Shakespeares Limericks den Weltverstand, von Kurt Schwitters die Verspieltheit, von japanischen Haikus die Prägnanz erotischer Anspielungen. Es ist eine seltsame, lesenswerte Sammlung, die der Herausgeber und Übersetzer Hans-Christian Oeser hier präsentiert. Als Gottesnarr, Schelm und Weiser zugleich kombiniert Rosenstock mit leichter Hand ostasiatische und europäische Gedichtformen und Motive, die einander mit Esprit kommentieren und bereichern. Gern greift das lyrische Ich zu orientalischer Lektüre. Die Flötentöne des Dichters Rumi übertönen sogar das Schnarchen der Frau im Gedicht „Schnarchen und Rumi“. Boshafter Witz, sprichwörtliche Schlagfertigkeit und Bekenntnis zum Sinnenrausch des alten Persers gehen Hand in Hand.

Dorothea von Törne, welt.de, 27.9.2008

Wer in Gabriel Rosenstocks Gedichten zu wandern beginnt,

dem ergeht es manchmal wie jenem kleinen Mädchen, das nachts auf den rauschenden Bildschirm starrt:

Doch sie sah Schnee
Und in dem Schnee eine Giraffe,
Und über allem
Kreiste eine weiße
Eule

Der irische Lyriker durchleuchtet das scheinbar Vertraute und entdeckt darin überraschende Bilder.
„Ich öffne mein Gedicht den lichten Dingen“ heißt es in einem seiner frühen Texte. Doch dann dreht er die Gedanken so lange hin und her, bis von den „lichten Dingen“ nichts mehr übrig ist. Mit einer sympathischen Ironie holt er die irische Landschaft ebenso in seine Verse wie manch philosophischen Splitter. Dabei zeigen die Verse oft eine Nähe zur japanischen Dichtungstradition, aber Rosenstock schafft es, einen eigenen Ton daraus hervorzutreiben. Und wenn er nicht gerade schwere Genitivmetaphern wie das „Meer der Seele“ oder den „Ozean der Leidenschaft“ über die Seiten schiebt, sind die Gedichte spannend zu lesen. Leider ist die Ausgabe nicht zweisprachig gehalten — so kann man als Leser nur erahnen, dass der Übersetzer Hans-Christian Oeser das „Zwitschern in fremden Zungen“ gut ins Deutsche gebracht hat.

Nico Bleutge, stuttgarter-zeitung.de, 14.12.2007

Gabriel Rosenstock – Ein Archivar großer Taten

AN MEINE FREUNDE, DIE DICHTER

Ihr wißt schon:
Wenn ich Gedichte angeln geh,
Lasse ich die Fische,
Höchstwahrscheinlich entwischen.
Ich präsentiere euch die Fische, die ich nicht gefangen habe,
Für den Tag, wenn der Hunger nagt…

Er schleicht sich gerne en passant herein, auf leisen Sohlen oder barfuß und mit einem leichten Salbeiaroma, dass sich sogar noch mit dem letzten von vielen Tequilas verträgt. Manchmal schickt er auch den Schelm vorweg, der dem Schnarchen seiner Frau lauscht, während er sich ein nächtliches Bad in einer seiner persischen Lieblingsdichtungen gönnt. Wäre da nicht dieses wahrlich lockende Geräusch, dass ihn nun nach oben schleichen lässt; es sei denn, eine andere Dame des Hauses verlangt es nach einer nächtlichen Fernsehsession und nach dem Anblick eines Testbildes, in dem sich für sie wundersame Geschöpfe abzeichnen.

„Und über allem kreiste eine weiße Eule“ notiert Gabriel Rosenstock in diesem poetischen memento, dass er seiner Tochter Saffron widmete und sich wie die innige Umarmung einer schöpferischen Unschuld liest. Ein liebevoller Zeitgenosse möchte man meinen, ein Träumer und Umschwärmer von Augenblicken eines kontemplativen Friedens, der sich des Nächtens einstellt. Und einer mit dieser Hoffnung, wenigstens ab und an auf die Worte zu treffen, die das Einmalige bewahren, diesen kleinen Happen vom Lachs der Erkenntnis, der in seiner ganzen Größe unverdaulich bleibt.

BERG

Sind die Berge blau. schwarz oder weiß?
Kann man sie in ihrer Gänze sehen?
Hat je ein Mensch einen Berg
wahrgenommen?

Der Titel Ein Archivar großer Taten, den seine erste Anthologie in deutscher Sprache bekommen hat, darf auch gern in die Irre führen. Denn mit lyrischer Gipfelstürmerei und vollmundigen Wortgebirgen hat Gabriel Rosenstock nicht viel im Sinn. Um so mehr versteht er sich auf das Flüstern, mit diesem fragenden und zugleich zugeneigten Blick auf das vielstimmige Innere der Welt. Dort beginnt ein Tasten und Sehnen und da mag nun ein wunderbares Chaos für den Moment aufblühen und fröhlich rumoren ohne dass die Absturzgefahr gebändigt werden müsste. Sie ist stets präsent, aber wo sein irischer Zeitgenosse Beckett die Furcht vor schmerzhafter Fallhöhe als tragik-komische Balanceakte am Rande des Nichts betrachtete, setzt er noch auf ein Stückchen Landgewinn in den Regionen des Absurden.
Bei Ionescos „kahler Sängerin“ tickte einst die Uhr so oft sie wollte, um eine absurde Familienkonstellation dramatisch immer wieder neu zu justieren. Rosenstock vertraut da mehr dem Bild der zerbrochenen Armbanduhr aus Kindertagen „vom Sturz der Zeit“ und einer Vision, die das chronologische Diktat vielleicht sogar außer Kraft zu setzen vermochte.

Wer weiß, hätte ich nicht meine Uhr zerbrochen,
Die ungeheure Leere würde mich ausfüllen –
Und wie stünde ich dann da?
Gefangen im Strudel der Zeit,
Nicht die leiseste Chance, ihr zu entrinnen

Alles weitere ist vielleicht nur eine Frage der Phantasie, die sich auch mit spontanen Geistesblitzen vergnügt, wie etwa mit lästigen Weckern zu verfahren sei, um der Penetranz akustischer Ordnungsrufe zu entgehen. Mögen sie also im Kühlschrank das Gemüse aufschrecken, dass eilig auf den Bus aufspringt, während der Dichter mit einem „mir doch egal“ in der Muße des Morgendämmers verweilt, wo sich nun wunderbar über das hässliche Ohr der schlafenden Gefährtin lästern lässt oder über die schlicht triebhaften Gelüste beim Anblick eines nackten Körpers auf der Suche nach einer verlorengegangenen Kontaktlinse.
Und wo schon der Mond auf dem Rücken liegt, sinnlos betrunken, und die Vögel wachhält, verwandelt sich der Angler von Gedichten erneut in den sehnsuchtsvoll Liebenden, der in seinem Gegenüber das Berührbare und das unerreichbare bestaunt.

AUS JEDER DEINER POREN

Aus jeder Deiner Poren gleißt die Sonne
Auf Deinen zeitlosen Tanz.
Die dunkle Sonne des Mondes leuchtet.
Wenn Du den Mund auftust,
Entschlüpfen ihm Sterne und singen Dir Hymnen.
Sie sind Du.
Schwäne fliegen rückwärts.
Wie soll ich mir Deine Umarmung vorstellen,
Ohne an Deiner Galaxie zu zerschellen?

Der Narr im Geiste Shakespeares ist auch ein Gefährte des poetischen Anglers, der für seine Köder zu alltäglichen Momenten greift und ihren besonderen Nährwert beobachtet. Ein paar Einsichten oder gar Erkenntnisse mögen ja doch dabei anfallen und diesem „es ist wie es ist“ noch eine weitere Lesart aufbürden, ohne dass das Narrenschiff der comedie humaine endgültig absäuft.
Die Geschichte ist voller Querköpfe, Clowns und Philosophen und deren Hinterlassenschaften, die Rosenstock in seinen Gedichten verwebt. Nicht dass es dabei zu stürmischen Tubulenzen kommt. Dass vertrüge sich auch nicht mit den Beschwörungen von Luftgeistern und mythischen Erscheinungen, die im existenziellen Klima seiner poetischen Beobachtungen mit ihren ganz eigenen Schwingungen lauern.
Auch hier schöpft Rosenstock gern aus Regionen fernab seines vertrauten Inselterritoriums. Da ist zunächst diese kleinste lyrische Einheit, wie sie in der Form des Haikus veredelt wurde. Sie wird oft zum gedanklichen Metrum zwischen Wort, Klang und Bild. Auch die Verse des mittelalterlichen Dichters und Mystikers Rumi, der sich auf autoritäre Denk- und Glaubenssysteme seinen subversiven Reim machte, markieren seine Feldforschung in den poetischen Landschaften des asiatischen Kontinents.
Wo Lehrmeinungen allzu geflissentlich wie Weisheiten gehandelt wurden, konterte Rumi über die menschliche Spezies mit Tatsachenbefunden und wenig schmeichelhafter Bodenhaftung und hat in Rosenstock einen Sympathisanten für diesen Spagat auf ewig widerspüchlichem Gelände gefunden. Der vertraut ebenso auf den Anblick von Feenbüschen wie auf einen Ozean, der sich am Strand in einem Ölfilm erbricht, um eine weite trügerische Aussicht zu justieren.

Meine Frau schnarcht.
(Wenn sie das liest, wird sie sauer.)
Aber was kümmert’s mich?
Hab ich doch volle zwei Stunden
in Rumis Dichtung gelesen!

BÜRO

Es ist nicht das tausendste
und auch nicht das zehntausendste Mal,
daß ich aus dem Fenster sehe.
Eine erstarrte Szene,
gerahmt
wie ein Bild im Museum.
Doch gestern verschob sich die Wolke einen Zollbreit.
Es ist also doch kein Gemälde,
sondern ein Stück Wirklichkeit.
So hat es den Anschein, als lebte auch ich.

Da sind die Begegnungen mit schrägen Vögeln, die zwischen Buchdeckeln nach Wärme suchen. Dann das Innehalten vor fragenden Augenblicken und Nachrichten, die keine magischen Bilder mehr beschwören wie „Der Erdwall von Kilfane“ oder „Die Mänade“.
Auch das blutige Szenario nach einem Überfall verlangt nach einem Moment des Begreifens für irgendwann einmal, dann der erschöpfende Tod einer Billie Holliday oder die Hagelkörner, die den schwarzen Passanten vorübergehend einfärben. – Was mag der Anblick des Gekreuzigten in einem Schulmädchen an bitterer oder süßer Erkenntnis bewirken, fragt Rosenstock. Warum ein Cello nach Weltkriegen und Golfgemetzel den erlösenden Ton nicht preisgibt. Und was wir noch alles nicht wissen über unsere störrische Existenz in ihren zahllosen zerstörerischen Variationen, an die sich diese Sammlung von Nahaufnahmen herantastet.

ABTREIBUNG

Wieder ein unvollendetes Gemälde,
von Cézanne zurückgelassen in einem Feld
vor Aix-en-Provence.

Cézannes reife Äpfel verfaulen.
Das Gefieder der Wildvögel
verliert Farbe und Form.

Cézannes Himmel verdüstert sich.

Die Leinwand weint
Tränen eines ungeschenkten Lebens.

Ungeklärt bleibt allerdings, warum dieser Achivar großer Taten, der in einem Selbstportrait für das Temperament eines Schwanzlurchs stimmte, erst jetzt in ein deutschsprachiges Netz geriet.
Der Verlagslektor, Herausgeber und Übersetzer Gabriel Rosenstock gilt als bedeutendster Vermittler englischer und fremdsprachiger Lyrik ins Gälische. Hilde Domin und Günter Grass hat er in die traditionelle Sprachkultur der Insel übertragen, Georg Trakl, William Butler Yeats und Peter Huchel, und in den vergangenen 30 Jahren mehr als ein Dutzend Gedichtbände veröffentlicht.

SCHÜTZENDE SCHWINGE

Gestern Nacht haben wir Salbei verbrannt
und Tequila getrunken.

Ein Seeadler stieß herab
auf das Meer der Seele.
In seinen Krallen trug er
den Lachs der Erkenntnis davon.

Und heute morgen
ist die Himmelskuppel

eine einzige schützende Schwinge.

Die Kollektion, die Hans-Christian Oeser für die Edition Rugerup ins Deutsche übersetzte, war nicht nur lang überfällig, sie macht auch hungrig auf mehr. Auf die vielen verrückten Streifzüge im irischen Lager, die er seinem heimatlosen Alltagsphilosophen „Krishnamurphy“ zumutet. Auf die Stimme der Hingabe, ihr Bekenntnis zu Sinn und Sinnlichkeit, zu Lust und Leidenschaft in all ihren närrischen und erfüllenden Varianten.
Am Werk ist immer auch der Entdecker von dunklen Löchern, die er mit Hilfe von ein wenig Magie aufhellt. Kleine ironische und selbstironische Einwände sind dem Gedichteangler dabei ebenfalls willkommen; mit dieser Ausbeute an nicht gefangenen Fischen und gelegentlich auch mit diesem fragenden Blick nach oben, was es mit dem nagenden Hunger an manchen Tagen noch alles auf sich hat.

Tina Fibinger, die horen, Heft 228, 4. Quartal 2007

 

Fakten und Vermutungen zum Übersetzer
Fakten und Vermutungen zum Autor
shi 詩 yan 言 kou 口

 

Gabriel Rosenstock liest auf dem Internationalen Poesie-Festival von Medellin.

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