Ingolf Brökel: minimals

Mashup von Juliane Duda zu dem Buch von Ingolf Brökel: minimals

Brökel/Nieblich-minimals

EIN MANTEL FÜR EGMONT

mein mantel ist nass, klarer: voll H2O.
wenn ich den mantel wringen würde,
gingen die H flöten, die 2 leer aus und
das O würde „oh “ machen.
also hänge ich den mantel an einen bügel
über die wanne und warte bis
die H und die O und die 2 vom mantel fallen.
an der fallgeschwindigkeit des vorlauten H
kann ich praktisch gleich schlechtes und
gutes wasser von medium unterscheiden.
ich könnte auch anschließend darin
ein kleines bad nehmen, aber
mit der 2 wären wir dann 3: OH!

 

 

Beim Schreiben von Gedichten

kommen natürlich auch die Phasen, in denen man die Grenzbereiche sucht, gern einmal über die Stränge schlagen will. Das ist dann ein Spiel: ein Spiel mit Gedanken, mit Sprache, mit Formen, mit Selbstvergnügen. Eine Erholungspause, vielleicht vor Neuem!
Im Nu entstehen hochgradig verdichtete epigrammatische Texte (kurz-schlüsse), Wortgebilde zeigen sich auf einmal grafisch (grafiks), minimalistische Verse (minimals) wollen wieder geschrieben werden. Oder man lässt einen Heiko durch die Welt fahren, damit er sich einen Vers darauf macht wie jeder andere auch auf dieser Welt. Nur sind es beim Heiko immer 17 Silben-, das einzige, was er vom Japaner übernommen hat!
Ein Potpourri derartiger Texte ist in diesem Bändchen versammelt, begleitet von den Zeichnungen der wundervollen Welt von Wolfgang Nieblich.

Ingolf Brökel, Nachwort

 

Fakten und Vermutungen zum Autor

 

Ingolf Brökel (Text) & Erhard Ertel (Video/Musik)
Trailer zu Häschen in der Grube – Ein Stück Abend aufgeführt am 23. Oktober 2004.

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