Nora Gomringer & Philipp Scholz: Peng Peng Peng

Gomringer/Scholz-Peng Peng Peng

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Nora Gomringer & Philipp Scholz mit Peng Peng Peng am 17.3.2017 im Literaturhaus Salzburg.

 

 

Philipp Scholz lauscht.

Nora Gomringer atmet ein, Scholz holt aus, Gomringer setzt an, Scholz trommelt, Gomringer spricht und … PENG PENG PENG! Es entsteht alte Magie in neuem Gewand: Jazz & Rezitation. Die Mixtur: das Wort und der Takt, gleichermaßen Humor und Tiefsinn, ein Mikrofon, ein Schlagzeug und zwei begnadete Künstler: Nora Gomringer rezitiert eigene Texte sowie Zeilen aus der gesamten Weltliteratur – von Dorothy Parker bis zur experimentellen Literatur des 20. Jahrhunderts und großen Klassikern.
Der Jazz-Drummer Philipp Scholz gibt den Takt an, begleitet Gomringers wilden Wortritt, leitet, stört die Sprecherin und pointiert sie. Gemeinsam sorgen sie auf der Bühne für einen fatalyrischen Knall der Extraklasse.

Voland & Quist, Ankündigung

 

 

Absurdtragikomisch

– Neuer Ohrenschmaus von Nora Gomringer und Philipp Scholz. –

Einen wahren Ohrenschmaus hat Nora Gomringer mit dem Percussionisten Philipp Scholz mit ihrer neuen Hör-Cd Peng, Peng, Peng angerichtet. Ein Gemisch aus Komik und Tragik. Einen Ausflug in das Absurde und eine Hommage an von ihr verehrte Vorbilder. All das setzt Nora Gomringer sprecherisch und gesanglich (etwa Dorothy Parkers „Frustration“) grandios in Szene.
Gomringer lässt im Kopf des Hörers Bilder voller Komik und Tragik entstehen. Jedes Wort sitzt. Jeder Satz ist stimmig. Nach der Selbstverständigung „Wie soll ich es beschreiben“ wird ihre „Geschichte vom Hund“ mit Jaulen und Raunen Allegorie von Freiheit und Knechtschaft bis der alte Hund „mit einem Napf an seiner Seite froh“ in seinen Lebensabend dahindämmert. In „Vielmals“ erzeugt sie mit dem Mittel der Wiederholung bedrückende Momentaufnahmen von Armut und Missbrauch. In „Tobias“ wird der Selbstmord in den Worten der kleinen Schwester aufgedeckt. Ihre absurde Geschichte um den „Gang mit Hermelin“ spielt mit den Klischees rund um Hochgebirgswanderung und unseren narzistischen Selbstfindungsphantasien. Manchmal erinnert das an die Verfremdung wie man sie aus dem NDW-Hit „Hohe Berge“ von Fräulein Menke kennt, ohne hierbei stehen zu bleiben. Durch die absurde Begegnung mit einem sprechenden Hermlin wird die ganze Szenerie absurdkomisch, ohne platt zu sein. Einfach wunderbar, wie immer wieder anthropozentrische Rührgeschichten ironisert werden und es am Ende doch noch ein Happy-End gibt.
Was hier zwanzigminütiger Hochgenuss ist, schafft sie beim „Berliner Liegewiesenmädchen“ in 1:34 Minuten: „Dann lag der Terror wohl am längeren Hebel“, lässt sie ihr schnoddrige Protagonistin konstatieren und schon ist ihr Kind gezeugt. Das Schlaflied für die Sehnsucht von Sarah Meerbaum-Eisinger berührt nicht zuletzt durch Nora Gomringers gesanglichen Vortrag. Die Hommage an Eugen Gomringer und Ernst Jandl hätte sie lieber durch das ein oder andere eigene Stück ersetzen sollen. Ihre Texte sind lebendiger, kraftvoller. Etwa im Stil ihres Gedichts „Heimat“. In etwas über einer Minute sagt sie alles, was über dieses Wort gesagt werden kann. Durch die percussionistische Unterstützung von Philipp Scholz kommt nicht nur dieser Text auf den Punkt.
Mehrmals hören macht immer wieder Spaß.

Jörn Borges, culturmac.de, 6.3.2017

Das lispelnde Hermelin

– Die Bachmannpreisträgerin Nora Gomringer war schon immer sehr dreidimensional – Wort, Sound, Bild – und dabei sehr Tarantino. Jetzt bringt sie mit Philipp Scholz im Hörspiel Peng Peng Peng Lyrik und Jazz zusammen. –

„Peng! Du bist tot.“ Das klingt nach diesem alten Nancy-Sinatra-Song: „Bang bang… my baby shot me down.“ Was wird hier gespielt, Bonnie & Clyde? Nein, Gomringer & Scholz! Ein fulminantes Duo, das zu Tarantinos Film Kill Bill so gut passen würde wie zum Song. Womit wir im Kino gelandet wären, dabei geht es hier vorgeblich um den jüngsten Streich der Lyrikerin und Bachmannpreisträgerin Nora Gomringer. Aber die war schon immer sehr dreidimensional – Wort, Sound, Bild – und dabei sehr Tarantino, mit einer Gänsehaut verursachenden Balance zwischen explosiver Geste und zarter Verletzlichkeit, vollendeter Form und groteskem Trash, pointierter Aussage und sexy Ästhetik.
Und die Musik dazu ist nicht bloß Begleitung, sondern Dialog: mal Einspruch, mal Kommentar, mal Motor des Versrhythmus. Sie kommt von dem Leipziger Jazzschlagzeuger Philipp Scholz, mit dem Gomringer einen Partner für diesen Wortzauber gefunden hat, der ihren schon immer so klanghaften Texten ungeahnte Noten entlockt. Gemeinsam touren sie derzeit durch Deutschland. Nora Gomringer führt ihre Sprache wie  Uma Thurman  das rasiermesserscharfe Schwert in Kill Bill. Gerächt wird bei „Gomringer & Scholz“ nicht ganz so blutig, dafür mit Wort und Klang, die sich mit ihrem Tanz auf Zunge und Becken behaupten gegen den Abstieg ins Beliebige. Lautleiser Widerstand pengt an gegen polternde Obszönität.
Dabei beginnt alles ganz leise. „Wie soll ich das beschreiben?“, fragt die Dichterin mit singendem „Wie“, und sogleich lassen uns Dichterin und Drummer den Klang hinter den Worten hören und mit den Sinnen begreifen, warum Wort und Mensch ein Universum en miniature sind, wie es am Ende heißt.
Ein Wort, das ist ein Igel, sagt Gomringer, mit Stacheln und einem weichen Bauch. Ein Bild, das den Bass des Programms vorgibt. Diese Gedichte hören ist wie am Rand eines dunklen Abgrunds stehen, auf den die Sonne scheint. Wie auf das vermeintliche Idyll der Kindheit oder der Heimat, von dem Gedichte wie „Vielmals“ oder „Tobias“ erzählen, die so weh tun, dass man vielleicht lieber nicht applaudieren wollte, wenn sie verklungen sind.
Man kann nicht anders als aufmerksam hinlauschen, auch beim längsten Hörstück auf der CD, „Gang mit Hermelin“: Die Dichterin wird in Leukerbad zum Wandern verdonnert, und was als forcierter Aufstieg in neuen Wanderschuhen beginnt, mündet in einen therapeutischen Dialog mit einem allerliebst lispelnden, also des Sprechens fähigen Hermelin. Der/die/das Hermelin, dem die Zwangswandernde so unverhofft in den Schweizer Bergen begegnet, blickt tief in die Seele der Dichterin. Und daraus wird ein so spannendes wie berührendes Wanderlied. Ein Lied mit Regieanweisungen. Denn anders als bei den anderen siebzehn Gedichtverlautungen wird das Zutun des Jazzdrummers Scholz minimalistisch gezähmt. Gomringer unterbricht und fordert: „Ich bitte den Spieler um ein C, ein Gis und ein H.“ Die Töne kommen, und die Dichterin fährt fort. Von wegen zähmen. Das zarte, weiße Hermelin widersetzt sich den Begehrlichkeiten des Jagdinstinkts mit spitzen Zähnen und scharf lispelnder Zunge. Wenn wir diesen spitzen, kleinen Zähnen am Ende des Lieds noch einmal begegnen, hat sich die Wanderballade zu einer grinsenden Verschwörung der Frauen gewendet, die sich so schnell nicht erlegen lassen vom Gewehr des Jägers.
Womit wir wieder beim „Peng“ wären und bei den starken Frauen mit den scharfen Waffen. Frauen wie Dorothy Parker, die im Gomringer/Scholzschen Kanon glücklich und wenig überraschend drauflosschießt:

If I had a shiny gun,
I could have a world of fun
Speeding bullets through the brains
Of the folk who give me pains.

Es wird noch besser: Denn der Text wird von Nora Gomringer gesungen. Leider, muss man sagen, als einziger in Gänze, denn wer ihre klingenden Lesungen kennt, weiß es schon: Diese Frau kann singen. Auch den selbstkomponierten, knapp einminütigen Jazzsong nach Parkers „Frustration“. Alle Arrangements bis auf eines stammen von Philipp Scholz, das zu „Schlaflied für die Sehnsucht“ von Meerbaum-Eisinger stammt von Nora Gomringer. Die Arrangements sind passgenau. Auch Heinrich Heine wird hier nicht zum ersten Mal vertont oder verjazzt, aber so fetzig klang er noch nie. Der preisgekrönte Jazzmusiker spielt so wenig nur Schlagzeug wie Gomringer nur liest: Peng Peng Peng ist eindeutig Hörspiel und keine Lesung mit Musik.
Es erzählt eine Geschichte in achtzehn Gedichten, vom Sound des Systems und seinen Fehlern. Mittendrin zitiert Nora Gomringer auch den Vater Eugen Gomringer, mit einem seiner schulbuchbekannten konkreten Gedichte, „Kein Fehler im System“. Kann man diese Buchstabenverdrehungen laut lesen? Nora Gomringer kann und spuckt den Zeile für Zeile angerichteten Wortsalat in aller Deutschlichkeit aus. Scholz’ Beat spiegelt jede Buchstabenverrückung exakt mit rhythmusgestörter Akzentverdrehung. Das ist allerfeinste Wortmusik, die sich grundlegend von dem unterscheidet, was man bislang als Lyrik & Jazz-Einspielungen kennt. Das Duo hat black power im besten sinnlichen Sinn. Dazu Hund, Hermelin, Heine und viele störrische Frauen – kann man noch schöner mit den Mitteln von Jazz und Poesie am aktuellen Zustand der Gesellschaft rütteln?

Karin Betz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.4.2017

Nora Gomringer & Philipp Scholz: Peng Peng Peng

Von der bereits in 2. Auflage erschienenen CD geht etwas Magisches aus, eine unsichtbare Kraft möchte dazu animieren, hinter jedes Peng! im dadaistisch anmutenden Titel ein Ausrufungszeichen zu setzen und das Werk als Aufforderung zum Abweichen von gewohnten Hörpfaden zu verstehen.
Obwohl nicht als AudioBook für Kinder daherkommend (und bei Voland & Quist auch nicht in einem Kinderbuchverlag erschienen), fühlen sich auf jeden Fall auch jüngere und im Kopf ganz jung gebliebene Menschen direkt und unmittelbar angesprochen, wenn gleich das erste Stück „Wie soll ich das beschreiben“ mit der echte Gesangsqualitäten aufweisenden Stimme der rezitierenden Künstlerin unter Begleitung psychedelisch-jazziger Trommelklänge effektvoll von der Wirkung des Wortklangs spricht und dabei mit den Beispielen von „Igel“ und „Boot“ und der direkten Ansprache des Hörers mit „Du Kind, du Mädchen, du Junge“ dieses unmittelbar demonstriert wird und eine Interaktion mit dem Rezipienten entsteht. Dabei wird geschriiiiien, gejault, gehechelt, dass es anschaulicher gar nicht ginge.
Meine Co-Rezipientin und verlässlicher Gradmesser für Humor und gute Unterhaltung (und in Unkenntnis der Bedeutung Frau Gomringers) ist sichtlich amüsiert und möchte unbedingt weiterhören, fühlt sie sich doch direkt von der nächsten „Geschichte vom Hund“ angesprochen.
Viele der vertonten Texte sind aus der Feder der Autorin persönlich und stammen aus ihrer Publikation: achduje. Sprechtexte, Der gesunde Menschenversand, 2015. Dieser Verlag beschreibt ihre nunmehr bei Voland & Quist vertonten Texte folgendermaßen:

Nora Gomringer kann mit ihren Texten immer auch anders … Sie überwindet Gattungsgrenzen – von Lyrik über Prosa bis hin zu Hörspiel-Skript oder Opern-Libretto – und macht zum Sprachereignis, was nicht so leicht zu erzählen ist.

Das ist es wohl, was diese CD von vielen anderen, die lediglich aufgesprochene Texte enthalten, unterscheidet: Sie aufzulegen kommt dem Besuch eines Konzertes, einer Veranstaltung zwar nicht gleich, aber etwas nahe, das Hörerlebnis wird zum Ereignis, Erlebnis schlechthin. Das hat sicher etwas mit der Stimme der Künstlerin zu tun.
Ich denke, sie könnte lesen, rezitieren, was sie wollte – selbst die Wiedergabe eines Kuchenrezeptes oder eine Anleitung zum Gebrauch eines elektrischen Bleistiftanspitzers wären äußerst unterhaltsam. Es gibt eben Stimmen, die man trotz sämtlicher Höhen, Tiefen und ausmodulierten Frequenzen sehr lange hören kann, ohne sich nach Unterbrechung zu sehnen.
So lassen meine Mithörerin und ich uns immer weiter hineinziehen in diese Collage aus Texten über einen freiwilden Hund, Wahrheitssuche, einer Begleitung bestehend aus dem Quietschen von Kleinkindergummispielzeugen und Canopus Drums, märchenhaften Xylophon-Klängen, Triangeln sowie einer „Artikulationsanomalie zur Effektsteigerung“ (aus: „Gang mit Hermelin“), die Anhörung übt geradezu eine „Effektsteigerung“ ins Hypnotische auf uns aus, und die gesprochenen Regieanweisungen für die musikalische Begleitung, die in einen märchenerzählerischen Leseton übergehen, um dann wieder schauspielerisch zu einer lispelnden Nasalstimme oder später in einen bayerischen Duktus zurückzukehren, lassen das mit 21:44 Minuten längste Stück auf der Scheibe nicht langatmig werden.
Atmosphärisch besonders dicht sind auch solche Stücke wie „Geister“, kongenial mystisch von Philipp Scholz mit Klängen verwoben. Und nach der „Kindergeschichte“ haben wir wieder einen ganz besonderen Spaß bei Gomringers Lautgeburt von E. Jandls „Perfektion“ oder der Vertonung von Kurt Schwitters „Du unbekannte Frau“. Die Vertonung etlicher Texte ihres Vaters, Eugen Gomringer, ist sicher ein ganz besonderes Schmankerl dieser Audioproduktion. Wie auch der Umstand, dass wir in „Frustration“ (Text: Dorothy Parker) Nora Gomringer – leider nur kurz – als Jazzsängerin erleben.
Eines meiner Lieblingsstücke auf der CD ist (unter anderen) Gomringer & Scholz’ Interpretation von Heinrich Heines „Sie saßen und tranken am Teetisch“, zeigt es doch den absoluten Liedcharakter, der Heines Texten innewohnt.
Diese CD kann vielerlei Menschen empfohlen werden: Poesie-Freunden, Menschen, die Nora Gomringers Texte mögen, Menschen mit Affinitäten zu Dadaismus, Konstruktivismus, Surrealismus, Jazz- und Musikliebhabern, Freunden von Rhythmus und Klang, größeren und kleineren Menschen, die gern Märchen lauschen, Menschen, die eher auf einer intuitiv-emotionalen Ebene einen ganz anderen, unmittelbaren Zugang zu Hörerlebnissen haben.

Klaus Nühring, lyrikgesellschaft.de, 1.3.2017

Stimme trifft Schlagzeug

– Nora Gomringer und Philipp Scholz im Gespräch mit Frank Meyer. –

Frank MeyerSeit gestern Abend ist die Lyrikerin Nora Gomringer auf Peng Peng Peng-Tournee, zusammen mit dem Jazzmusiker Philipp Scholz. Aus Gedichten und Musik entsteht bei Peng Peng Peng alte Magie im neuen Gewand, schreibt jedenfalls Nora Gomringers Verlag zu diesem Projekt. Deutschlandradio Kultur ist dabei als Medienpartner mit an Bord und die Godmother of Slam und Bachmannpreisträgerin Nora Gomringer ist jetzt in Bremen für uns im Studio, gemeinsam mit dem Schlagzeuger Philipp Scholz. Ich grüße Sie beide!

Nora Gomringer: Hallo, guten Morgen!

Philipp Scholz: Hallo, guten Morgen!

MeyerWie war denn gestern der Tourauftakt in Bremen? War Bremen bereit für alte Magie in neuem Gewand?

Gomringer: Absolut, es war ein sehr schönes Begegnen. Aber wenn ich schon sage „begegnen“, heißt das auch: Es war angenehm vom Auditorium her, es hätte noch viel voller sein können, aber es war richtig nett. Wen wir trafen, den trafen wir gerne.

Scholz: Wir hören uns mal ein Beispiel an von dem, was Sie da zusammen treiben. Es gibt auch eine CD, die Sie zu diesem Projekt herausgebracht haben, hier ist ein Ausschnitt daraus, „Heimat“.

(Musik-Sprech-Beitrag)

Meyer„Heimat“, ein Stück von Nora Gomringer und Philipp Scholz. Und jetzt wüsste ich ja mal gerne: Wie entsteht so was eigentlich, Herr Scholz? Ist das jetzt, Ihr musikalischer Anteil, ist das komponiert, geprobt, improvisiert, wie kommt so was zustande?

Scholz: Also, es ist teils, teils. Natürlich komponiert in dem Sinne, dass es von der Textur her immer das Gleiche sein sollte bei den Auftritten, aber wie die jetzt genau umgesetzt wird, das ist immer anders und hängt auch ein bisschen davon ab, wie das die Frau Gomringer dann vorträgt. Also, manchmal …

MeyerIst die undiszipliniert?

Scholz: Nein, einfach nur spontan sozusagen. Und das ist auch das, was man sich unbedingt erhalten muss. Und also, ich komme aus der Musik, die vor allem von der Improvisation lebt, …

MeyerSie sind halt Jazzer.

Scholz: … genau, und versuche, das eben auch in dieses Duo mit einzuführen. Und ich glaube, das tut dem Text auch gut und der Interpretation auf jeden Fall.

MeyerUnd wie verstehen Sie beide jetzt die Rollen von Text und Musik? Ist die Musik jetzt eine Art Begleitung, ein Kommentar oder auch ein Widerspruch zu dem Text? Wie hängt das zusammen?

Gomringer: Also, wir würden es gerne immer sehen als eine Komplettierung. Denn der Text ist die Stimme und die Stimme ist im Prinzip … Bei einem Lied würde man auch nicht nachfragen. Also, ein Lied lebt eben auch genau von dieser Duett-Situation zwischen Stimme und auch Textinformation und der Musik, von daher ist es hoffentlich eine Einheit, die da entsteht, wenn man es hört.

MeyerUnd Sie tragen eigene Texte vor oder singen sie, oder wie man es auch immer nennen will, und haben auch Texte von anderen dabei. Was sind das für Texte, die Sie noch mit reinschmuggeln?

Gomringer: Auf der CD haben wir dabei Ernst Jandl, auch Eugen Gomringer, ist ja auch ein Privileg der Tochter, dass sie den Vater sprechen darf und kann, muss auch immer ordentlich vorher fragen, ob das in Ordnung geht. Wir haben ein Gedicht von Selma Meerbaum-Eisinger vertont auf dieser CD und natürlich unser gemeinsamer Superstar Heinrich Heine.

MeyerUnd warum ist das jetzt eigentlich eine gute Kombi für Sie, Lyrik und Jazz?

Gomringer: Lyrik und Jazz hat eine ganz alte Tradition und funktioniert sehr gut insofern auch, dass es speziell hierbei ja um Stimme und Trommel geht beziehungsweise altes Instrument, vielleicht die zwei ältesten der Weltgeschichte, um sich Gehör zu verschaffen. Es funktioniert einfach. Und es gibt immer so ein paar Veranstalter, die richtig Angst haben, oh Gott, oh Gott, dann ist das Schlagzeug viel zu laut, dann verschwindet die Stimme! Aber wir bemühen uns wirklich sehr, dass es eine Emulsion gibt, die dann hoffentlich gut ins Ohr geht.

MeyerUnd Herr Scholz, wäre Ihre Antwort ungefähr die gleiche oder sagt ein Musiker etwas anderes dazu?

Scholz: Nein, das wäre sehr ähnlich auf jeden Fall. Ich glaube, wir haben da einen guten gemeinsamen Draht gefunden, ja. Ich kann das unterstützen.

MeyerSie haben ja auch gerade schon die Geschichte angesprochen, Frau Gomringer, diese Kombination Lyrik und Jazz haben ja vor Ihnen schon andere gemacht, in der DDR zum Beispiel waren die Jazz Lyrik Prosa-Platten unter anderem mit Manfred Krug und vielen anderen sehr präsent. Hat das auch eine Rolle gespielt für dieses Projekt, die Geschichte?

Gomringer: Ja, insofern auch, dass ich genau damit aufgewachsen bin. Ich habe also Manfred Krug gehört, ich habe Martin Held spricht Heinrich Heine gehört, das war für mich total wichtig, das war genau das, womit ich aufgewachsen bin, ich wollte immer rezitieren, Texte anderer Autoren sprechen. Dass ich jetzt selbst in die schöne Verlegenheit komme, meine eigenen Texte vortragen zu dürfen, das ist Freude, aber eben eigentlich auch fern von dem, was ich eigentlich immer dachte, was ich machen würde. Und also, jetzt die Arbeit mit Günter „Baby“ Sommer zum Beispiel, da spreche ich Grass, „Grimms Wörter“ haben wir eingesprochen für Radio Bremen in der Produktion, das ist … Ja, das war … Das ist wunderbare Arbeit. Das läuft seit sechs Jahren, aber hier, mit Herrn Scholz bin ich so im Jetzt, Direkt.

MeyerGut, dass der Herr Scholz mit dabei ist. Sie haben ja vorher, wenn Sie ohne Schlagzeuger aufgetreten sind, hatten Ihre Auftritte ja auch immer schon etwas sehr Musikalisches. Es ist Ihnen offenbar wichtig, den Rhythmus, den Groove von Lyrik sehr nach vorne zu stellen?

Gomringer: Ja, ich glaube, deshalb ist auch Herr Scholz auf mich aufmerksam geworden, sonst würde es gar nicht so funktionieren. Ich habe eine musikalische Ausbildung genossen, ich habe lange auch Klavier gespielt, das ist so in mir, absolut, ja.

MeyerUnd muss man dafür bestimmte Texte schreiben, die sich gerade dafür eignen, eben auch diese Eigenart von Gedichten nach vorne zu stellen?

Gomringer: Na, ich glaube nicht. Ich glaube, dass, also … Vielleicht schreibe ich genau diese Art von Texten, bei denen es funktioniert, vielleicht weil ich meinen eigenen Sprechvorgang im Kopf habe, wenn ich die schreibe. Aber eigentlich schreibe ich ja hoffentlich für die Leser, die dann eben mit den Texten auch etwas anderes anstellen können. So freue ich mich über verschiedene Arten von Vertonungen ja bereits oder auch grafische Umsetzungen der Texte. Mir ist es alles wichtig, dass um den Text herum ein großes Feld mitschwingt, ob das jetzt in der Grafik ist oder in der Musik oder in der Bildsprache überhaupt. Ich freue mich, wenn Lyrik zum Gegenstand wird, der auch nützlich ist und den Menschen Freude macht.

MeyerUnd bei solchen Konzerten … Ich frage mich, ob eigentlich … Was nimmt man wahr als Publikum, was denken Sie? Nimmt man eher das wahr, was musikalisch ist dann an dem, was Sie gemeinsam tun, tritt die Bedeutung, der Sinn der Texte vielleicht in den Hintergrund?

Scholz: Wenn ich antworten darf … Also, ich glaube oder höre es von vielen Leuten aus dem Publikum, dass sie erstens total überrascht sind, so was noch nie gehört haben. Und dann trotzdem zu bleiben und zu hören, finde ich schon mal ein großes Kompliment sozusagen. Und also, das Überraschungsmoment ist auf jeden Fall da. Und dann kommen ganz viele und sagen: Oh, ich kann mir den Text gar nicht mehr ohne die Musik vorstellen. Und das ist natürlich wundervoll.
Und wir ziehen immer den Vergleich gerne heran mit Filmmusik. Film würde ja auch nicht funktionieren ohne Musik, oder geht schon, aber das ist total doof. Und dahingehend versuchen wir auch zu arbeiten, dass es eben gewisse Stimmungen gibt, die nur mit dem Schlagzeug oder mit einem Instrumentarium ausgedrückt werden können, auf die Bühne kommen. Und ich glaube, das ist das, was die Leute mitbekommen. Und natürlich sagen sie auch: Ja, jetzt habe ich den Text irgendwie gar nicht verstanden, weil der Schlagzeuger hat so schnell gespielt und dann musste ich dahin gucken und so schön … Und andersherum natürlich, ja, der Text war jetzt so stark, da habe ich erst mal gar nicht geguckt. Und dafür ist dann natürlich die CD super. Also, ich kenne das aus dem Konzert natürlich, wenn man mit vier Musikern auf der Bühne steht oder schon dreien, wissen die Leute oft nicht, wo sie hinschauen sollen, und dann können sie eben zu Hause nachvollziehen, ah, da war ja das und so, mhm.

MeyerIch muss noch eine Frage stellen gewissermaßen in eigener Sache. Frau Gomringer, Sie haben vor einiger Zeit sogenannte Sound-Postkarten gemacht für unser Programm, für Deutschlandradio Kultur, und wenn ich das richtig mitbekommen habe, war das so eine Art Nukleus für Ihr Peng Peng Peng-Projekt jetzt?

Gomringer: Ja, sicher. Das waren die ersten kleinen Produktionen, die wir zusammen gemacht haben. Und wir leben ja nicht am selben Ort, also, ich lebe in Bamberg und Herr Scholz lebt in Leipzig, also haben wir uns immer so kleine Soundbits hin und her geschickt und haben dann darauf reagiert. Und das waren unsere Postkarten und war schön, dass wir die für Deutschlandradio auch schicken durften sozusagen!

MeyerUnd jetzt gibt es die ganze Tour mit Frau Gomringer und Herrn Scholz, wie sie sich offenbar gegenseitig immer nennen, die Dichterin Nora Gomringer, der Jazzschlagzeuger Philipp Scholz sind zusammen auf Tour mit ihrem Peng Peng Peng-Projekt, heute Abend treten sie in Osnabrück auf, in den nächsten Tagen in Hamburg, Rostock, Greifswald, Hannover und, und, und, viele weitere Stationen. Die CD zur Tour heißt genauso, Peng Peng Peng, die gibt es beim Verlag Voland & Quist für 15 Euro. Vielen Dank für das Gespräch!

Gomringer: Sehr gerne, war schön mit Ihnen!

Scholz: Sehr gern!

Deutschlandfunk Kultur, 9.2.2017

Weiterer Beitrag zu dieser CD:

Herbert Fuchs: Die Rezitatorin und der Drummer
literaturkritik.de, März 2017

 

Die vielen Personen namens Nora Gomringer

– Sie arbeitet als Direktorin einer KünstlerInnenvilla und schreibt daneben noch zahlreiche Bücher und Texte. Zu Besuch bei der Lyrikerin Nora Gomringer, die kürzlich den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen hat. –

Die Villa Concordia ist ein üppiges Barockpalais mit bunten Stuckdecken im Innern. Sie steht an einem Seitenarm der Regnitz in der Altstadt von Bamberg. Im ersten Stock des Palais wohnt die Direktorin: Nora-Eugenie Gomringer. Nora heisst sie nach ihrer Mutter, der Germanistin Nortrud, und Eugenie nach ihrem Vater Eugen, Schweizer Schriftsteller, Kunsttheoretiker und Erfinder der konkreten Poesie. „Ich bin komplett meine beiden Eltern“, sagt sie, „das ist schon okay so.“

Die Direktorin
Nora-Eugenie Gomringer leitet das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia. In die Villa Concordia und einen weiteren Bamberger Barockpalast lädt der Freistaat Bayern jedes Jahr zwölf KünstlerInnen ein und versorgt sie mit Stipendien, Unterkunft, Ateliers und Wirkungsmöglichkeiten. Die Direktorin betreut die KünstlerInnen und ihre Familien, sucht Krippen und Schulplätze, schlichtet Streitigkeiten, übersetzt bei Behörden, verwaltet Budgets und stellt pro Jahr achtzig bis neunzig Veranstaltungen auf die Beine. Zwar steht ihr ein gutes Team zur Seite, aber sie arbeitet den ganzen Tag und oft auch abends für Veranstaltungen. Nora-Eugenie Gomringer ist eine Idealbesetzung als Direktorin: Sie ist immer genau dann und nur dann da, wenn man sie braucht. Sie engagiert sich leidenschaftlich und pflichtbewusst für ihre KünstlerInnen. Sie hört immer mal wieder die Stimme ihres Vaters:

Grad wenn du Lyrikerin bist, hast du das Privileg, noch einen anderen Beruf ausüben zu können.

Die Autorin
Und wann, bitte, schreibt diese Frau, die sich als Autorin kürzer Nora Gomringer nennt? Sie hat soeben den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen und schreibt viel: In diesem Jahr publiziert sie sechs Bücher, und im Lauf der nächsten zwei Monate hat sie sechzehn Gebrauchstexte (Vorworte, Essays, Reden und mehr) zu liefern. Sie mag übrigens diese Auftrags- und Anfragetexte: „Ich reagiere gern.“
Wann also schreibt sie? Vor allem im Zug und sehr früh morgens. Für Schlaf bleibt da wohl nicht viel Zeit. Sie trinkt auch keinen Tropfen Alkohol. Und für Künstlerallüren hat sie erst recht keine Zeit. Sie erstellt Zeitpläne, achtet auf Effektivität und Nachhaltigkeit. Das Handwerk des Schreibens ist bei ihr total „entromantisiert“, sagt sie. Im Gespräch aber wirkt sie locker und scheint für den Journalisten, der sie besucht, so viel Zeit zu haben, wie der nur will.

Die Tochter
Nora Gomringer erinnert sich an ein altes, kaltes Bauernhaus in einem abgelegenen oberfränkischen Dorf namens Wurlitz. Der einzige warme Ort war das Badezimmer, und dort sass sie vor der Heizung, während die Mutter in der Badewanne lag, schaumbedeckt, Zigaretten mit einer Spitze rauchend, und ihr Märchen vorlas. Der Vater hat nicht vorgelesen, sondern vorgetragen. Jede Woche fuhr die Familie mit Nora durch die Lande zu den Orten, wo er Vorträge hielt.
Und nach den Märchen kamen die Gedichte: amerikanische und englische Klassiker, Balladen, Edgar Allen Poe, Mascha Kaléko, Else Lasker-Schüler. Nora wollte Rezitatorin werden. Von Heinrich Heine konnte sie ungefähr hundert Gedichte auswendig.
Aber ein Landkind in den achtziger Jahren schaute vor allem fern und jubelte, weil es schon bald mehr als drei Stationen gab. Nächtens lief David Lynchs Serie „Twin Peaks“. Nora sah darin das eigene Dorf im Spiegel einer Mystery- und Horrorgeschichte. Noch folgenreicher war der Film „An Angel at My Table“, die Lebensgeschichte der neuseeländischen Dichterin Janet Frame. „Als ich diese Frau gesehen habe“, sagt Nora Gomringer heute, „die mir auch äusserlich so ähnlich war, da hab ich gedacht: Es wäre möglich, man könnte Schriftstellerin sein. Und dann fiel mir auf: Mein Vater war es ja auch.“
Die lange Phase der elterlichen Ehekrise beschreibt Nora Gomringer als Seesturm. Zwei Meeresungeheuer bekämpfen sich und peitschen die Wellen. Im kleinen Boot, vom Untergang bedroht, sitzt das Kind und sagt: „Hallo, ich bin auch noch da.“
In dieser Zeit hatte sie ihre religiöse Phase. Sie war Ministrantin, kämpfte sich vom Land in die Stadt zum Firmungsunterricht, wollte Nonne werden. Als Lebensversicherung trug sie oft dünne Bücher in der Tasche. Sie hatte von Siegfried gehört: Durch das Bad in Drachenblut war er unverwundbar geworden am ganzen Körper ausser an einer kleinen Stelle, auf die ein Lindenblatt gefallen war. Sie selber trug Reclam-Bändchen am Körper, und wo das Büchlein auflag, fühlte sie sich durchlässig, verwundbar und zugleich geschützt.

Die Darstellerin
Nora Gomringer unterhält sich gern mit Leuten. Sie investiert sich in Gespräche, malt Szenen aus, ist begeisterungsfähig. Wenn der Besucher eine Äusserung tut, die ihr gefällt, ruft sie ihrer Assistentin zu:

Dem Mann bitte Blumen schicken, wenn er abgereist ist!

Im Unterschied zu vielen anderen LyrikerInnen tritt sie gern und furchtlos auf, interessiert sich für ihr Publikum und findet es notwendig, beim Schreiben auch an das Publikum zu denken. Gegen die Idee vom ewig unverstandenen Genie, das nur sich selbst ausdrückt, äussert sie sich drastisch: „Ausdruck, sagt der Mann und meint eine Art Ejakulat. Dann sitzt da ein mehrheitlich weibliches Publikum und lässt sich von dem Genius beregnen. Ich mache viel demütiger eher so“ – sie verbeugt sich leicht und streckt beide Arme vor, wie ein Händler, der einen kostbaren Stoff anbietet – „hier, nehmt, ich habe mir alle Mühe gegeben.“
Gomringers Interesse für prägnante Vermittlung, ihr Sinn für Dramaturgie und ihre Freude an Sprechinszenierungen stammen aus der Zeit ihrer Poetry-Slam-Phase zwischen 2001 und 2006. Sie sei eine „aufgeräumte Slammerin“ gewesen, sagt sie, allerdings waren ihre Erziehung und ihre Absichten zu klassisch, um dauerhaft in dieser Szene zu bleiben.
Gomringer rezitierte schon in der Schule vor der Klasse gern auswendig gelernte oder gut vorbereitete Texte, aber spontan und unvorbereitet neue Texte vorlesen, das konnte sie nicht. Da fühlte sie sich „sabotiert durch ein komisches, inneres Bild, nämlich dass mir jemand beim Sprechen ein Holzstäbchen zwischen den Zähnen durchzieht. Ich kann bis heute kein Eis am Stiel essen. Ich finde die Vorstellung schrecklich, wirklich widerlich.“ Gegen diese Vorlesehemmung erfand sie eine effektive Selbsttherapie: Sie las sich nachts immer die Bibel vor, weil sie dachte, dabei müsse ihr doch Gott helfen.

Die Lyrikerin
Gomringer inszeniert sich gern und gut: Mit bunten Klamotten, kräftigen Klunkern – und mit Gedichten! Sie komme aus der Hip-Hop-Kultur, sagt sie, und habe schon deshalb keine Hemmungen, ein Ich zu nutzen, sei es nun biografisch besetzt oder nicht. In ihren Lesungen spaltet sie sich in viele Personen auf, die alle „ich“ sagen können: Da ist eine Person namens N. G. physisch anwesend, die von einer anderen Person namens N. G. erzählt, die wiederum von einer dritten Person gefragt wird: „Was macht ein Gedicht aus?“ Die letzte Zeile des Gedichts lautet: „Nora Gomringer macht das Gedicht. Aus.“
Derart raffiniert-leichtfüssige Wendungen und die Brillanz ihrer Auftritte haben Gomringer den Vorwurf eingetragen, ihre Texte seien zu nett und lediglich Hilfsmittel für ihre Performances. Beides ist falsch. Die Texte sind auf Eigenständigkeit und Langlebigkeit hin angelegt, und sie sind weder gefällig noch durchweg leicht verständlich. Viele sind düster. Wer Gomringers Texten und ihren sonstigen Äusserungen genauer zuhört, spürt im Hintergrund Unruhe und Unglück. Sie kämpft um ein Bewusstsein ihres Alters – mit 35 ist man weder alt noch jung. Sie ist oft unzufrieden mit ihrem Körper, kennt Liebesleid, Einsamkeit, Verletzungen aller Art. Sie ringt um Ausdruck für ihre Empörung über Gesellschaft und Politik.
Was sie allerdings auszeichnet, ist ihr tiefes Vertrauen in die Sprache. Und die Selbstverständlichkeit, mit der sie Literatur und Kunst als natürlichen Teil des Lebens sieht. In einem ihrer Gedichte sagt sie:


Ich mache das nicht zum Vergnügen
Das Auflösen in Sprache
Wie eine Tablette
Und vor ihr der Schmerz 

(…)

Felix Schneider, WOZ, 6.8.2015

 

Nora Gomringer im Gespräch mit Franziska Wotzinger: Ohne Körper keine Stimme

Nora Gomringer im E-Mail-Interview mit Isabel Bogdan

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Fakten und Vermutungen zum Musiker
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Porträtgalerie: Autorenarchiv Susanne Schleyer +
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Autorenarchiv Isolde Ohlbaum
shi 詩 yan 言 kou 口

 

Nora Gomringer slamt ihr „Ursprungsalphabet“.

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