Richard Pietraß: Kippfigur

Pietraß-Kippfigur

DIE JUBELUHR

Wird er hundert
wer schon weiß es
aber neunzig
wird er heißt es
wird er achtzig
wird man lesen
wird er siebzig
hält man Reden
nun grad sechzig
junger Mann!
mit fünfzig
fängt er richtig an
wird er vierzig
denkt er dran
wie mit dreißig
er gewesen
dit dreizehn
schon ein Roßhaarbesen
mit sieben
auf dem Rösselsprunge
ein Junge Gnädige
ein Junge!

 

 

 

„Artist auf freier Wanderschaft“

– Laudatio für Richard Pietraß zur Verleihung des Wilhelm-Müller-Preises. –

Vor reichlich zwei Jahren wurde ich von einer Mitarbeiterin im Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt gebeten, für die Einladung zur Verleihung des Wilhelm-Müller-Literaturpreises 1997 einen Dichterausspruch zu suchen. Die zwei Verse „Der Hut flog mir vom Kopfe, / Ich wendete mich nicht“ aus Wilhelm Müllers Gedicht „Der Lindenbaum“ schienen mir geeignet, eine Beziehung herzustellen zwischen dem Namenspatron des Preises und dem damaligen Preisträger, Karl Mickel. Als ich nun im Frühsommer dieses Jahres mich intensiver mit den Texten von Richard Pietraß zu beschäftigen begann, stieß ich in seinem Gedicht „Randlage“ aus dem Jahre 1992 auf den Vers „Wende sich, wer kann“. Da war sie – die Aussage aus dem „Winterreise“-Zyklus, abwandelnd aufgenommen in ein Gedicht, das sie freilich einem anderen Kontext zubestimmt. Der sich nicht Wendende in Müllers Versen versagt sich die Rückwendung zu einem Ort hin, der ihm ein Locus amoenus schönster Traumversunkenheit war. Der sich nicht wenden Könnende im Gedicht „Randlage“ von Richard Pietraß indessen vermag nicht, eine „Wende“ mitzuvollziehen, die aus Opportunitätsgründen geboren scheint und der sich andere keineswegs verweigern. So aber eignete sich Pietraß die tradierte dichtungssprachliche Fügung zu, öffnete sie jener spezifischen Bedeutung, die das Verb „wenden“ noch 1989 in Ostdeutschland bekommen hatte, und fand sich damit einen prägnant-lakonischen Gedichtschluß.
Nun war mir die Entdeckung dieser Stellenkorrespondenz gewiß ein willkommen glücklicher Fund, doch hat er mich nicht eigentlich überrascht. Denn der beziehungsvoll spielerische Rückgriff auf dichterisch Vorformuliertes ist für die Verfahrensart von Richard Pietraß insgesamt charakteristisch. „Halbmast“ lautet der Titel eines Gedichts, das 1979 entstand.

Auf den Straßen,
auf den Bahnen, im Winde irren die Fahnen.

Da wird in diesen anderthalb Versen Johannes R. Becher zitiert, dessen „Lied von der blauen Fahne“ – und zugleich ein Vers aus Hölderlins „Hälfte des Lebens“, wobei sich das Verb „klirren“ in „irren“ verwandelt. Das Gedicht läßt Grimm erkennen. Der freilich entäußert sich nicht pur; statt dessen bemächtigt sich seiner eine zitatspielerische Lust, die damit als Hilfsmittel wirkt, ihm das Lähmende zu nehmen. Der Titel eines Pietraßschen Gedichtbandes lautet Notausgang. Es ist diese spielerische Lust, die sich solchen Notausgang ausfindig macht.
Dem notwehrenden Spiel jedoch kommt nicht nur literarisch Vorgeprägtes zu Hilfe. Gleichermaßen werden Wörter und Wendungen aufgegriffen, die in der Alltagssprache nur allzu geläufig sind und die zu wandeln und zu verdrehen dem Ich nicht minder einen Abstandsgewinn ermöglicht. Im schon 1973 geschriebenen Gedicht „Anamnese“ gibt es diese Versgruppe:

Da begriff ich
aaaaaauf Anhieb die Binsen der Bücher
Gepackt vom Grau
aaaaader Theorie entlief ich ins Leben
Da stand ich
aaaaaohne Worte
Da fand ich
aaaaastammelnd
aaaaaunterm rostenden Scheffel mein Licht

„Eisengalle“ heißt ein Gedicht aus dem Jahr 1983:

Ich stünde halstief in der Tinte

Glubschte der Oktopode, der mein fintiges
Visum sah. Und schränkte die Arme.
Oder sei ich Spottes Sohn.
Da war ichs schon.

Und es gibt Bildungen wie „Steinsamkeit“, „Vetterleuchten“, „Hexempel“; vom „gefletschten Zahn Rad der Geschichte“ ist die Rede. Daß aber das sprachartistische Spiel mit postmoderner Verspieltheit nicht das geringste zu tun hat, mag ein Gedicht wie „Auwald“ belegen; es entstand 1982:

Durch Pappeln trappeln die vier Reiter.
Wie wir auch zappeln, sie ziehen weiter.
Finstre Lichtung, fauler Plunder. Hol über, Holunder.

Schäumend wälzt der saure Fluß
Was er noch verdauen muß.
War er blasser, war er gesunder. Hol über, Holunder.

Flammen wirft der Horizont.
Sie zeigen, wo Prometheus wohnt.
Das tote Holz, ein göttlicher Zunder. Hol über, Holunder.

Hier wie auch in so vielen anderen Gedichten: Das Sprachspiel verselbständigt sich nicht; es bleibt kenntlich als notgedrungene Reaktion eines Wanderers, dem deprimierende Wahrnehmung die Brust einzuschnüren droht. Als ein Wanderer aber ist nicht nur der Sprecher dieses Gedichts „Auwald“ erfaßbar; ein Wanderer-Ich taucht allenthalben auf in den Pietraßschen Versen. Und die Selbstidentifizierung des Ichs mit einem Wanderer findet sich sogar direkt ausgesprochen: im 1982 geschriebenen Gedicht „Laufpaß“. Da heißt es:

Sessel haben mir den Laufpaß gegeben.
Nun buhl ich unbestuhlt durchs Leben.

Unbestallt und ungeschirrt
Der Nase nach, die niemals irrt.

Durch Rübenfeld und Gülleflur
Die Fülle aller Kunstnatur.

Artist auf freier Wanderschaft
Mehr als das Ziel gibt Spiel mir Kraft.

[…]

So auch ist es wohl dieses für Pietraß signifikante Wanderertum, das ihn mit dem Patron des Preises, den er heute erhält, ernstlich verbindet. Und daß dem Wandern zwar Lust abgewonnen werden kann, es jedoch zunächst und vor allem die Erfahrung von Unwirtlichkeit bedeutet, wußte Wilhelm Müller kaum minder schon. Im Winterreise-Gedicht „Mut!“ ist ebendies auf prägnanteste Weise gefaßt:

Fliegt der Schnee mir ins Gesicht,
Schüttl’ ich ihn herunter.
Wenn mein Herz im Busen spricht,
Sing ich hell und munter.

Höre nicht, was es mir sagt,
Habe keine Ohren.
Fühle nicht, was es mir klagt,
Klagen ist für Toren.

Lustig in die Welt hinein
Gegen Wind und Wetter!
Will kein Gott auf Erden sein,
Sind wir selber Götter.

Müller freilich, der seine lyrische Figur des Wanderers in den Winter hinausschickte, war in seinem prosaischen Leben durchaus wohlbestallt und -bestuhlt. Gewiß, die berufliche Alltagslast drückte, doch blieb ihm eine sozial unbefestigte Existenz erspart. Pietraß dagegen erfuhr die Nöte entwurzelten Daseins bereits in früher Kindheit. 1946 im sächsischen Lichtenstein geboren, galt er als Flüchtlingsjunge; man ließ ihn spüren, daß er, dessen Eltern die ostpreußische Heimat verlassen mußten, ein armseliger und ungeliebter Fremder war in der kleinstädtischen Welt. Und fortdauernd diese schamvoll ertragene Dürftigkeit, der Hunger, der auszuhalten war, damit die Kostbarkeit eines Kleiderschranks erworben werden konnte. Gleichwohl stimmten die Eltern dem Wunsch nach Abiturerwerb und Studium zu. Dann allerdings war es nicht die studierte klinische Psychologie, sondern die Literatur, der sich Richard Pietraß verschrieb. Was bislang nebenher betrieben worden war, wurde zur Hauptsache. Oder genauer: Das Schreiben von Gedichten war ihm lange schon zur Passion geworden; seit 1972 publizierte die Zeitschrift neue deutsche literatur Texte von ihm – bis heute übrigens ist die Zahl der ndl-Hefte, in denen er vertreten ist, auf 27 angewachsen. Zudem hatte er sich sukzessive zum Lyrik-Fachmann herangebildet, und zwar nicht zuletzt dadurch, daß er auf Honorarbasis die Antworten auf Gedichteinsendungen entwarf, mit denen die Kulturredaktion der Zeitung Neues Deutschland überschüttet wurde. Und dann war es, was ihm angetragen wurde, die feste Stelle eines Lyriklektors beim Verlag Neues Leben. Kurzentschlossen trat er sie, 1975, an; ab 1977 zählte auch die herausgeberische Betreuung der Reihe Poesiealbum zu seinen Aufgaben. Nur allzubald indessen bekam er jenen „Laufpaß“, von dem im Gedicht die Rede ist. 1980 der Zweizeiler „Der Ort“:

Bei den Ausgespuckten, ins Dunkel Geduckten.
Den Stempelbedruckten, lebend Verschluckten.

Gleichwohl wußte Pietraß ebendiesen Laufpaß schließlich wutlustig zu akzeptieren: „Lustig in die Welt hinein…“ Und welch eine Perspektive aber, mit dem Schreiben von Gedichten, mit einiger Tätigkeit als Lyrikübersetzer sich durchschlagen zu müssen!
Pietraß ist ein Mann von sanfter Kompromißlosigkeit. Mißliebig geworden bestimmte er sich dazu, frei von Verbitterung zu bleiben; und zugleich verbot sich ihm jeglicher Gedanke, um ein neuerliches Unterkommen irgendwann zu buhlen. Sicher, er brauchte nicht wieder zu hungern wie seinerzeit in Lichtenstein, und die Mieten in der DDR hielten sich in Grenzen; aber es war ein Leben in Kargheit, auf das er sich verwiesen sah. Dabei bewahrte er sich, indem er dieses Leben annahm, den offenen Blick und das offene Ohr – auch und gerade für die singende Lerche am Himmel. Es ist dann freilich dieser Himmel, vergiftet gelbfarben, der über das Ich sich stürzt und schließlich nur noch liedlose Trauer empfindbar macht:

[…]

Ich wälze mich, um zu vergessen
Wies in die Himmelssuppe spuckt.
Der Appetit verkommt beim Essen
Wo Spinnstoff um die Lippen zuckt.

Der Unrat, dem ich unterstehe
Verpuppt sich für das siebte Glied.
Ich schaue auf. In blauer Höhe
Die Lerche fehlt. Ich weiß kein Lied.

Solch liedabschnürender Trauer indessen begegnet dieses Gedicht „Freies Feld“ (1980) ja eben dadurch, daß es sie liedhaft ins Wort ruft. Und gegen das latent Zudringende dieser Trauer leben – trotz alledem! – Mücken und Salamander, Fledermäuse und Biber, Hasen und Wildschweine, Blauwale und Regenpfeifer in den Gedichten, zudem ein langnamig-kleines Flügelwesen, das signifikanterweise „Trauerfliegenschnepper“ heißt. Pietraß hat es sich schon 1978 zusammengebastelt: aus Fliegenschnäpper und Trauervogel, Muscicapa grisola und Muscicapa atricapilla.
Das Gedicht, in dem der sprachsynthetische Vogel vorkommt, hat den Titel „Die Kunst zu leben“. Darunter der Widmungsvermerk: „Für meinen Vater“. In neun Zweizeilern, die meisten adversativ gefügt, wird des Vaters Porträt gezeichnet. Der vierte und der fünfte Zweizeiler lauten:

Die Hundepeitsche der Arbeit als Kistenschlepper.
Aber das Kreuzworträtsel in der Frühe, das unterm kalten Strahl gemurmelte Eichendorffgedicht.

Die über und über krückenfliegende Dummheit.
Aber die Freuden des ungebundenen Geistes, der wogende Männerskat.

Und dann dieser sechste:

Der im Januar entdeckte Hasenbiß am Apfelhalbstamm.
Aber der gereinigte Nistkasten für den Trauerfliegenschnepper.

So wird in Liebe des Vaters gedacht, dem „lebenslänglich“ dieses Wort „Liebe“ nicht über die Lippen kam, der, gedrückt von der Lebensmühsal, etwas Sperriges hatte und der gleichwohl kein Verhärteter war. Und das Ich legt Verbindungsfäden frei, sucht sich seines Herkommens zu versichern. Sehr viel später dann das Gedicht „Der Gartenweg“ (1996). Wieder findet sich der Vater vergegenwärtigt; das Ich erinnert sich an dessen „Art / Ins Grün zu sehn“, und es weiß sich ihm hierin nah – wie es sich gleichermaßen durch die Mutter geprägt sieht. Trägt es als Erbteil ihre Wehmut in sich?

aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaIhre Tränen
Mildern mir den Blick und schicken mich ein Stück
Den Kinderpfad, das Küchenlied zurück
Bis hin ins Eichendorf, da beider Wiege stand
Bewegt von einem leisen Lied, das sie sogleich verlorn.

So aber verschmilzt nun auch das durch den Gesang der Mutter erinnerte verlorene „Eichendorf“ mit jenem „Eichendorffgedicht“, das der Vater murmelte: Zeichenhaft scheint eine Lebenslandschaft auf, die, empfunden als heimatlich, weit zurück und weit entfernt liegt und deren Nachklang jedoch dem Versprengten hilft, sich der Fiktion einer Verwurzelung zu versichern. Der Wanderer durch eine nicht tröstliche Welt bedarf dessen.
Ein geradezu Müllerscher Doppelvers ist es, der 1988 im Gedicht „Schwarzer Fluß“ diese Trostlosigkeitserfahrung bündig ins Winterbild faßte:

So weit bin ich gekommen.
Ich steh, in verschneiender Welt.

Die tradierte Metapher wird hier nicht verschmäht, ein Erfahrungselend zusammenzufassen, das viele weitere Gedichte im einzelnen spiegeln. Diese Gedichte sprechen von Begegnungen mit Bedrückten, Bedrängten, Entwürdigten, von erlebter Gewalttätigkeit, Feindseligkeit, Machtarroganz. Es ist also gar nicht nur der zuschanden gemachte Naturraum, der in den Blick kommt und deprimierend wirkt. In Gedichten, die vor 1990 entstanden, sind das Zurückstoßende der Mauer gegenwärtig, das Staatswächtertum, der Imperativ der Verbotstafeln. Und in Versen jüngeren Datums ist der Einzug des gewöhnlichen Kapitalismus reflektiert, so auch in jenem Gedicht „Randlage“, von dessen abschließender Sprachfigur eingangs bereits die Rede war:

Die letzte Saat
Des Felds ist aufgegangen.
Ellenbogen
Vermessen das Land.

Pflöcke stückeln
Roggenschläge.
Zins- und Pferdefuß
Gehen zur Hand.

Am Rapsrain
Trapst die Nachtigall.
Die Säge singt
Im Holunder.

Die Bauern motten
Pflüge ein.
Dem Schafstall
Blüht ein Quellewunder.

Wohin ich Habnicht sehe
Sieht mich das Ende an.
Ich stehe und verstehe.
Wende sich, wer kann.

Der „Habnicht“ wird der Naturverwüstung und einer Landnahme, die im Zeichen des nackten Konkurrenzkampfes erfolgt, gleichermaßen inne. Da ist, was ihm, dem Landlosen, bleibt, in der Tat nur die betretbare Spiel-Wiese einer Poesie, in deren melancholisch gegründete Sprachlust er sich notvoll hineinrettet.
Doch wüßte es Pietraß nicht, daß sich Rettung namentlich mit der Liebe zu verbinden vermag? Und ließe sich wohl über ihn angemessen sprechen, wenn man seine Liebesgedichte unterschlüge? Sie zählen zu den schönsten der neueren deutschen Lyrik. „Libertinage“ heißt eines, geschrieben schon 1978:

Du machst dich frei. Es trennen
Uns noch Haut und Bein.
Du lädst mich, dich zu kennen
Lockst ins Vlies hinein.

Ich freie dich. Fremd greifen
Meine Hände. Hinab!
Sollte Scham mich streifen
Schminkst du mir sie ab.

Du legst mich frei. Noch sterben
Wir nicht an tieferen Rissen.
Derweil ich das Sternbrett kerbe
Sei Königin, jochendes Kissen.

Und Jahre, acht Jahre später das Gedicht „Hohe Kante“:

Mein Weib und ich, wir gehn zu Bett, zu Tisch, zu Boden
treiben auf dem Flickenteppich, herzen den gordischen Knoten.

Nehmen den Mund voll, den Hals, die geizende Hand
ringen uns um Schwören und Flehen, den Fledermausverstand.

Lottern auf der frohen Kante und nehmen uns die Spitze
leugnen Eltern, Patentante und fiedeln in unsrer Ritze.

Ketten uns, wie wir schlafen, des andern steiniges Brett
hungern, lungern, lügen uns schön. Sie ist nicht dünn, ich bin nicht fett.

In Gedichten wie diesen teilt sich die Geschichte einer Partnerschaft mit. Was Pietraß durchlitt, nachdem der Krebstod seiner Frau sich angezeigt hatte, läßt ein Zyklus von elf Gedichten ahnen, dessen Titel „Letzte Gestalt“ lautet und dessen Widmungsvermerk „Für Erika“. Das Ende des qualvollen Siechtums kam kurz vor Weihnachten 1993.

DIE FOTOS, DIE DICH ZEIGEN
Nadelstiche ins Herz. Lächeln
Ins ewige Auge, siamesischer Schmerz.
Von der Süße des Genoßnen zum Essig
Des Niemehr. Bleibt
In den Tüten, Gesichte
Zentnerschwer.

Neun eigenständige Gedichtsammlungen hat Pietraß seit 1974 vorgelegt, das Bändchen Letzte Gestalt ist eine von ihnen. Auf den Tag, den er heute erlebt, fällt dieser Schatten: Sie kann, die in den Tod Vertriebene, nicht teilhaben.

Maria-Verena Leistner, neue deutsche literatur, Heft 529, Januar/Februar 2000

 

„DER LEIERMANN“
Für Richard Pietraß

Alter Mann im Abseits,
Leiert vor sich hin,
Kälte beißt die Glieder,
Nichts im Teller drin.

Bariton im Saale,
Singt vom Leiergreis,
Stimmkultur vorzüglich,
Hemdbrust blütenweiß.

Bernd Leistner

 

Richard Pietraß Lesung und Gespräch mit Sebastian Kleinschmidt am 27.3.2018 im Haus für Poesie

Richard Pietraß zum 70. Geburtstag:

Jan Wagner: Lob des Spreewals
Der Tagesspiegel, 11.6.2016

Stefan Sprenger: Dass der Mensch der Stil sein möge
Sprache im technischen Zeitalter, Heft 218, Juni 2016

Fakten und Vermutungen zum Autor + KLG 1 & 2
Porträtgalerie:  Galerie Foto Gezett
shi 詩 yan 言 kou 口

 

Das Pietraß _______ Aus einem Bestiarium Literaricum, aufgefunden im Archiv des Museo Rhinum; übersetzt von Peter Böthig

 


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