Rudolf Bussmann: Zu Ernst Burrens Gedicht „ufeschaffe – abechrampfe“

Im Kern

− Zu Ernst Burrens Gedicht „ufeschaffe – abechrampfe“ aus dem Lyrikband Ernst Burren: derfür und derwider. −

 

ERNST BURREN

ufeschaffe – abechrampfe

dä hat sech
ufegschaffet

säge d lüt

i ha mi
abegchrampfet

seit är

 

Wochengedicht #18: Ernst Burren

Jede Woche stellt Rudolf Bussmann uns ein Gedicht vor. Heute setzt er uns einen kurzen Text des Oberdorfers Ernst Burren vor – ein Gedicht, das selbsterklärend ist, weshalb unser Autor für einmal auf einen Kommentar verzichtet.

Ernst Burren lebt in Oberdorf (SO), wo er 1944 geboren wurde. Seine Gedichte, Geschichten und Theaterstücke, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, verfasst er ausschliesslich in Solothurner Mundart, rund zwei Dutzend Bände sind von ihm bisher erschienen. Es sind Texte, die davon handeln, was die Leute denken, worüber sie sprechen, weswegen sie sich Sorgen machen. Burrens Sprache, so nahe sie dem gesprochenen Wort ist, hebt sich durch ihre Lakonie, ihren Rhythmus und eine kaum merkliche Stilisierung von diesem ab. Sein neues Buch Dr Troum vo Paris, das im September im Cosmos Verlag erscheint, enthält Mundartgeschichten, die nicht in Prosa, sondern in der Form längerer und kürzerer Gedichte erzählt sind. – Das Wochengedicht stammt aus Burrens erster Veröffentlichung, derfür und derwider, 1970 im Verlag Zytglogge erschienen.

Rudolf Bussmann, TagesWoche, 6.8.2012

Fakten und Vermutungen zum Autor 

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