Es war zur neunten Stunde als Jesus am Kreuz schrie: Mein Gott, warum hast du mich verlassen.
Es sind Gedichte der Erinnerung, des Abschieds, der Trauer. Manifeste und Träume, deren „letztes Vermächtnis das Schweigen“ ist. Gedichte aber auch, die die Landschaft wieder als das beschwören, was sie ist: Gleichnis und Gegenbild.
Deutschsprachige Gedichte der achtziger Jahre.
„Gezählte Tage‟ steht in einer Raumkurve oder Kontaktlinie mit Rilkes „Stundenbuch‟ und Ingeborg Bachmanns „Die gestundete Zeit‟.
Das Jahrhundert reizt zum Rückblick.
Die Quellen für dieses Gesammelte Werk waren auch bis dahin unbeachtete Kartons, die Monica Huchel ausfindig machte.
Die Gedichte dieses Bandes entstanden in den Jahren 1925 bis 1947. Sie stellen eine vom Verlag getroffene Auswahl dar, welcher Peter Huchels 1948 erschienene erste Gedichtsammlung sowie Einzelveröffentlichungen zugrunde liegen.
Dieser Band enthält viele Originalbeiträge, die eigens zum Gedächtnis an Günter Eich geschrieben worden sind.