Wolfram Menzel: nicht oder anders

Mashup von Juliane Duda zu dem Buch von Wolfram Menzel: nicht oder anders

Menzel-nicht oder anders

FÜR HEXEN 

pflanzen das stroh in kometen
die tiegel die nacken den geist

•    schlagen glück von der sohle
schwarz den hals und

fallen in glanz und kugeln

kopfund

aaaaaaaaaaaaaaaamütze sonne
‚chter   besen   das   salz   glas

 

 

 

Nachwort

Ans Äußerste gehen: Das schien das Signum der Kunst des vorigen Jahrhunderts zu sein (das freilich – so betrachtet – längst vor seinem kalendarischen Ende bereits aufgehört hatte). Wie in Malerei und Musik wurde auch in der Lyrik die Überschreitung, ja der Widerruf bislang geltender Voraussetzungen erprobt. Expressive Überfälle, Destruktion des Poetisch-Schönen, die Deklaration von Prosa als Lyrik einfach durch Zeilenbruch, das vulgäre Implantat, Permutationen und Aleatorisches, Absurdität als Prinzip, aber auch hermetische Verschlüsselung, das pure Lautgedicht oder das lettristische Gebilde: Die Avantgarde hatte viele Gesichter. Nicht zu überhören auch das Moment der Provokation, oft befördernd, oft bloße Attitüde.
So eingestimmt wird man über die Gedichte Wolfram Menzels eher unmerklich stolpern, begegnet man ihnen in literarischen Zeitschriften und Anthologien nach der Jahrhundertmitte. Sie wirken zurückgenommen-unauffällig, Provokation scheint fern. Auch wenn in ihnen Vieles aus dem Lyrikgeschehen des Jahrhunderts präsent ist, sie erscheinen zu eigen, als dass sie sich ein- oder zuordnen ließen. Freilich, Anfang der fünfziger Jahre waren ja auch Hesse, Carossa, Weinheber noch en vogue, da wirkten schon die frühen Gedichte Menzels befremdlich genug.
Als ich ihn kennenlernte, im Zug nach Frankfurt zur Uni – wir waren junge Studenten unterschiedlicher Fachrichtung –, warteten wir beide gespannt auf Neues von Gottfried Benn. Wie verblüfft aber, ja beunruhigt war ich von dem, was Menzel mir zögernd dann von sich zu lesen gab. Kein Benn (es sei denn das Einhalten seiner lyrischen Verbote, und wie Vokale gehört werden), auch nicht der verbreitete Neo-Surrealismus, schon gar nichts Metaphernseliges, selten vielleicht ein Nachhauch Rilke (aber alsbald zerfallend), am ehesten, wie mir später scheinen wird, ferne Anklänge an Georg Britting. Doch wie verstört und verstörend waren diese frühen Verse. In Hinsicht, ihrer Hinsicht auf „Natur“ schon, „sauer und kurz die Luft…“. Dicht und bewegt war das lautliche Geschehen, mit Alliterationen und Assonanzen, oft noch mit Endreim, doch dann so, als sei der frisch erfunden und/oder schon obsolet („wir tanzen einen abgeschabten Reim“ reimt da ein kaum Zwanzigjähriger). In einer ungewohnten Er- und Verfahrensweise schien hier Sprache in ihrer Materialität ausprobiert (wenn auch, aus späterer Sicht, noch in vergleichsweise handfestem Sinn; doch schon zeigen sich Ellipsen und die ersten, erdichteten, syntaktischen Brüche).
Diese frühen Gedichte wird Menzel nirgends einreichen. Am Anfang des vorliegenden Bandes sind einige wiedergegeben.

*

Bald werden Reim, Versmaß. Strophenformen aufgegeben. Kaum wird ein durchgehender Rhythmus den Text mehr tragen: Unterschiedliche Rhythmen, auch in kurzen Gedichten, stehen gegeneinander oder überlagern sich:

wie sie
schatten gerinnt sie

(tonda

Die Worte scheinen semantisch und syntaktisch nicht mehr „zusammenzupassen“, ihr Bedeutungszusammenhang droht sich aufzulösen, ja, die Sprache selbst scheint, bei zunehmender Heterogenität, Elliptik, auch Wortvereinzelung, in die Brüche zu gehen.
„Wo bleibt da der Sinn?“ fragte (sinngemäß) eine Klasse 12 den Verfasser dieses Nachworts. Der Sinn freilich so gearteter widerständlicher Gedichte lässt sich nicht durch Interpretationshilfen zum Erfassen eines „Inhalts“ ermitteln, schnell führte das zum Aufgeben, gar zum Achselzucken des Lesers. Im Nachwort zur früheren Fassung der rand der spott dieses Bandes fordert Herbert Heckmann1 eine „kontemplative Geduld, die jedoch bar jeder Geheimniskrämerei sein muss“ beim Lesen von Menzels Gedichten, eine „Wortwachheit, die genau weiß, dass die Wörter in einem Gedicht die Dinge selbst sind“.
Jene Schüleranfrage bezog sich auf ein eher unscheinbares Gedicht („Rotte tanzende“, hier S. 23), das aus nur fünfzehn Wörtern besteht, noch säuberlich in drei Strophen gegliedert. Ich hatte geraten,2 Wortbedeutungen zunächst einmal möglichst außer Acht zu lassen und im langsamen Lesen sich dem Klang, ja dem Geräusch zu überlassen, dem Lautgeflecht (lautlicher Dominanz, Entsprechung oder Dissonanz), den unterschiedlichen Tempi (Ballung und Vereinzelung von Wörtern), auch dem „Sprechen als Mundwerk, als ein Zungen-Lippen-Gaumen-Hals-und-Hauchwerk, als Implikation von Speichel und Atem, als Intonation“, und erst von da her dann Bedeutung, die die Sprache ja nun einmal ist, mit hinein zu nehmen. Oder besser – angesichts der Fragmentierung der Syntax – mögliche Bedeutungen. D.h. ich riet zur inneren Aufführung des Gedichts im Sinne eines Musikstücks, um so dann einzutreten in das, was dann doch nur simultan und mit Glück zu erreichen ist: Sinn.
Ein solches Gedicht ist ein waghalsiges Unterfangen, es muss nicht glücken. Wird doch, anders als beim sog. Lautgedicht, die semantische Dimension gerade nicht ausgeschlossen. Auf eine eher fragende, zuweilen scheinbar widersinnige Weise ist sie immer präsent, bestimmt die musikalischen Momente mit, ist jetzt selbst ein solches. Sprachklang ist zugleich Bedeuten, und Bedeutung ist eine der Komponenten im Klang.

aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa; glück
aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaber (zunge           -‚k)
zarter eisen rücken

Wie Satz- oder Wortfragmente Melodik erzeugen, so kann umgekehrt ein bloßer Scheinsatz, eine Wortsequenz, die eine Aussage nur suggeriert oder simuliert, aber streckenweise das Gedicht trägt/stützt/unterströmt, auf Fragmentieren beim Lesen angewiesen sein. Auch musikalisch Widersprüchliches mag ihr dann innewohnen: zugleich getragen und skandiert, sostenuto e staccato alla stessa volta. Das verleiht mancher Passage ihren schwebenden Charakter.

*

Dem entspricht das Schriftbild. Das minutiös kalkulierte Arrangement der Wörter auf der Fläche – Kurz- und Langzeilen, Hohlräume, Phrasierungszeichen – ist zunächst einfach Leseeinweisung, die steuert und akzentuiert, doch bleibt sie das nicht, sie wird zum Moment der Gedichte selber.
Der Punkt auf halber Zeilenhöhe (beim lauten Lesen nicht die Stimme senken!) trennt und verbindet zugleich, er schließt nicht ab, sondern „stoppt hinein“ in klanglich/semantisch Angebahntes: dass Anderes kommt. Eine öffnende Klammer, zu der nie die schließende treten wird, öffnet eben nur. Überschriften sind fast ganz weggefallen (als wolle der Autor den Leser vor dem Fixieren einer assoziativen Ausrichtung bewahren), es sind die ersten Worte selbst, die den Text aus der Taufe heben. Oder auch: einen fehlenden fortschreiben. Jeder Bestandteil ist integrierendes Element.
Die Kleinschreibung ist nicht Manier (die ja auch längst obsolet geworden ist), vielmehr sind die Substantive in ihrer Dringlichkeit zurückgenommen, sind „entsubstantiviert“. (Auch mit Versalien beginnende Adjektive finden sich, und oft stehen im selben Gedicht mit Groß- wie auch mit Kleinbuchstaben beginnende Substantive.) Das ist nur Teil eines Prinzipielleren: Dass nämlich überhaupt die Grenzen zwischen Wortarten durchlässig geworden sind, fraglich. (S. 26, „risse“: Substantiv oder Verb? S. 23, „ratte“: halb ein Adverb?)
Eine besonders wichtige Funktion hierbei haben die „losgelösten Partikel“: Kopula, Artikel, Konjunktionen und ähnlich „kleine Wörter“, die aus ihrer grammatisch vorgeschriebenen Hilfsrolle herausgeholt sind und nun eigenständig das Spezifische eines Gedichts mitbestimmen oder gar ausmachen.

mit ist
und
aaaaaaaaanichts den 

aaaaaaaaa(film

(S. 65). Solche Gedichte vertragen kein Beengen ihrer Ausdehnung. Gerade in ihrer Wortwörtlichkeit unterschiedlicher Provenienz, ihren assoziativen Bezügen und Brüchen, ihren inwendig dis-kursiven Bestrebungen und Rhythmen und Gegenrhythmen erheischen sie Raum. Schon um ein flüchtiges Drüberweglesen aufzuhalten, bedarf es der – oft großen, und unterschiedlich großen – Abstände, der Pausen. Die entfalten dann ihre eigene Dynamik, die der komponierten Leere. Als spräche das nicht Bedruckte, gar noch durch ein Zeichen phrasiert, oder stemme sich entgegen: Auch ein solches Vacuum hat – je vom Kontext her, dessen mögliche Fortsetzungslinien schweben bleiben – seinen Ton, seine Semantik.
Nun ist „Inhalt“ im landläufigen Sinne – die angeschlagenen Themen und Motive – derart der Sprache einverleibt, ihrem Gestus, ihrer Faktur, ihrer Instrumentierung, dass er sich gesondert nicht mehr benennen lässt.

*

Auch der Sprachraum weitet sich. Früh schon mischt Fremdsprachliches sich ein, Englisch, Latein, zunehmend dann das Griechische. 

‚i
aaaaagiven lips thy
aaaaaeither 

(S. 78, lässt sich das anders sagen?)
Nicht nur wird dadurch die Sprache angereichert, phonetisch wie auch im Schriftbild, zugleich ist das kulturell Zugehörige – sind Riten, Mythos, Literatur – mit inbegriffen. Manche Kurzpassagen aus dem Griechischen „zitieren“ (aus Homer, Sappho, Sophokles): In ein, zwei Worten ist – unmittelbar im Klang – ein Teilstück, eine Komponente, des betroffenen Werks kondensiert und so ins Deutsche hinübergeholt, dass nun Neues entsteht. (S. 45: des Odysseus böser Trick mit dem „niemand“, „outis“; S. 47: aus dem ersten Chorlied der „Antigone“ das „aeliou to kal-“, das Strahlen der Sonne, das sich doch so grausig dann fortentwickeln und offenlegen wird; und in „NACH SAPPHO“, S. 54, Sapphos bekanntes langes Liebesgebet: Sind hier die griechischen Worte den deutschen eingespielt oder umgekehrt?)3
Sei an dieser Stelle ein weiteres Moment angesprochen, das manchem Gedicht seinen Ton gibt: das des unmittelbar Erotischen (es kann in den Mythos verflochten sein, S. 76). Möge es sich dem Leser erschließen, und auch, wie es sich von den frühen zu den späteren Gedichten hin wandelt.
Dann finden sich noch – wenn auch selten und mit besonderer Vorsicht verwendet – Wörter, die es so noch nicht gab, die einfach erfunden werden (z.B. Seiten 25, 61, 71, 72). Sie sind alles andere als Lautmalerei, insbesondere von allem Dadaistischen so weit entfernt. Vielmehr: Es kann, an einer bestimmten Stelle, unmöglich sein, ein Wort in vorhandener Sprache so zu finden, dass alle vom Kontext her hier komprimierten Bedingungen erfüllt sind; dann kann gerade die derart zugespitzte Situation dazu führen, dass ein geeignet neu erfundenes Wort – direkt aus ihr heraus – nun Sinn gewinnt, d.h. (hinreichend) „verstanden“, nachvollzogen werden kann. Das bleibt gleichwohl ein heikles Instrument, es kann so leicht ins allzu einfach Habhafte gleiten – dem Dichter am allerehesten ist das klar.

*

Wie liest man ein solches Gedicht laut? Das Schriftbild steuert, es gibt Hinweise, doch es legt die akustische Realisierung nicht fest. Bei weitem nicht, sondern im Gegenteil: Gerade Vielfalt und Kontrast von Möglichkeiten der stimmlichen Umsetzung werden suggeriert. Hochgradig unterschiedlich können die Resultate sein, wenn ein- und dasselbe Gedicht von verschiedenen Personen vorgetragen wird. In einer kleinen Veranstaltung in jüngster Zeit hat sich das bestätigt, jeder dargebotenen Version attestierte der Autor ihre Berechtigung. Doch auch schon der einzelne Vortragende hatte ja eine Lesart auswählen müssen: unter vielen, die er noch mitgehört und dann notgedrungen unterdrückt hatte.
Dieses Sichausbreitenwollen, Widerstreiten, Schweben möglicher Hör- und Verstehenslinien ist kennzeichnend für Wolfram Menzels Gedichte. Dem entspricht seine Arbeitsweise. An manchen Gedichten hat er immer wieder geändert, auch noch lange nach der primären Entstehenszeit. Als meißelte da einer: an einem Etwas mit vorgegebenen Unschärfen, Kanten, Weichteilen, Lücken und Indefinitem, bis es sich den Unsicherheiten widersetzt, standhält. (Aber es gibt auch Gedichte, die in wenigen Stunden entstehen, gar einer halben Stunde, und sich später nicht oder kaum mehr ändern.)
Solche permanente Unzufriedenheit hat eine Konsequenz: Immer stärker zieht das Ich sich zurück, als irrelevant gegenüber der Sache selber. Dem Gebilde, das in sich arbeitet.

*

In knapp fünfzehn Jahren (sieht man von späteren Kleinänderungen einmal ab) sind diese Gedichte entstanden. Dennoch lassen sich – es ist seltsam genug – noch Phasen in dieser Schaffenszeit unterscheiden. Geradezu unheimlich aber ist es, dass sie so früh, in den späten sechziger Jahren, bereits zu Ende gegangen sein soll. War der Dichter erschöpft? Aber – zunächst sehr von außen betrachtet – er ist lebendig wie eh und je, in so vielen Richtungen aktiv, im Habitus wenig ausgreifend, eher zurückhaltend, dabei kritisch (auch scharf), engagiert und allseits freundlich. Und er kann ja auf ein Lebenswerk von noch ganz anderer Art zurückblicken, auf Forschung und Lehre, den Aufbau und Ausbau eines Lehrstuhls in der Theoretischen Informatik.
Hängt beides, Lyrik und wissenschaftliche Arbeit, zusammen? Er bejaht das, es hängt zusammen im Sinne einander bedingender entgegengesetzter Pole. Die zugleich Identisches aufweisen: So oft wird, nach seiner Auskunft, auch ein Beweis eines mathematischen Satzes – in einer geradezu sinnlich erfahrenen „Landschaft“ – ertastet. Und identisch in beidem ist das ständig bohrende Nachfragen. Das, zunehmend, in den Gedichten auf die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache zielt, und – als Dichtung eben – dann doch zugleich auf das Vergessen, das Umwandeln dieser Grenzen.
An ein Äußerstes zu gehen: Dies scheint die lyrische Sprache Wolfram Menzels zu kennzeichnen, jenseits aller Programmatik der Avantgarden.

*

Fehlte es an Resonanz? Das schon eher. Obwohl Menzels Lyrik gekannt und geschätzt war. Ernst Jandl, mit ihm befreundet, schreibt in seinen autobiographischen Notizen4 über den Lyrik-Almanach zwischen räume:

Die zwischen räume erhielten eine gute Presse; durchweg wurden zwei Namen hervorgehoben: der des Mathematikers Wolfram Menzel und mein eigener.

Das Nachwort Herbert Heckmanns – des langjährigen Präsidenten der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung – zu der rand der spott wurde oben bereits erwähnt. Es gab und gibt andere, Bekannte (Helmut Heißenbüttel, Reinhard Döhl) und weniger Bekannte, die sich von diesen Gedichten betroffen fühlten und fühlen, sie zu den ganz außergewöhnlichen unserer Sprache zählten und zählen. Gleichwohl, gemessen an einer breiteren Publizität waren es dann doch eher wenige. Das mag sich ändern.
Es wäre jetzt auf das eine oder andere Gedicht im Detail einzugehen, doch würde das den Rahmen eines solchen Nachworts bei Weitem sprengen. Seien aber einige herausgegriffen, und sei jeweils eine mir besonders naheliegende Weise der Betrachtung angedeutet. 

– Das Wintergedicht (S. 41). Es gibt eine frühere Fassung, und erst nach Jahren des Ruhenlassens hat es seine vollendete Gestalt gewonnen. 

– Oder S. 57. Der in Parenthese gesetzte und erst am Schluss des Gedichts, dann gleichsam als Titularfigur, erscheinende Zaunkönig – : auf welche Weise er, in scheinbar abseitigen Wortschritten, bezaubert. 

– Oder ein Gedicht (S. 89), das nur aus sechs Substantiven und einer Klammer besteht (oder sind es fünf Substantive und ein Adjektiv?): Wie es möglich wird, dennoch dieses Gedicht als aussagend – durchaus im Sinne des „Satzbaus“ – zu erfassen. 

– Oder „Caesarea kette“ (S. 85) mit diesem quälenden Enjambement „Stra – ße“, seinem geradezu körperlich erfahrbaren Wortgeschehen (und so denkbar weit entfernt von einem, der hier dann dennoch im Erinnern auftauchen könnte: Brecht).

– Oder das letzte Gedicht dieses Bandes, jener Elfsilber, ohne vorherrschenden Vokal, für mich eines der allerschönsten – vielleicht gelänge es, zu sagen, warum. 

Man sollte heute Wolfram Menzels Gedichte lesen.

Benno Schubert, Nachwort

 

 

ROTTE TANZENDE

stieß sie
Türme

Flügel
sind sie Sonne Tatze uns

fürchte
aa
∙   ratte
Fahne

 

D LF / Lyrik

Ist das ein Gedicht?

Sitzordnung Vieleck

1 Woran erkennt man ein Gedicht?
Notiert Stichworte auf einem leeren Blatt.
TA Abgleich
Wichtigstes Merkmal?
Wesentliche Merkmale?

2 AB Kunst, Literatur, Lyrik
Punkt 3 (auch Rückseite und Zeichnung) lesen und besprechen

3 AB „Ist das ein Gedicht?“
zu zweit anhand der Merkmale prüfen, ob der zugeteilte Text ein Gedicht ist
Gedicht vortragen
Gedicht 9–11 gemeinsam

(Pause)

4 AB „Rotte tanzende“
Analysiert in Einzelarbeit das Gedicht. Markiert mit eurem Stifte Bezüge. Notiert euch Fragen und Assoziationen.
Blitzlicht „Erster Eindruck“
Diskussion und gemeinsame Analyse

S: Wann könnte das Gedicht entstanden sein? Woran macht ihr das fest?
Das Gedicht wurde erstmals 1959 veröffentlicht. Lyrik-Band zeigen.
Der Autor ist ein Mann, der noch lebt. Mariel wird ihn nächste Woche in einer Videokonferenz zusammen mit einer Journalistin der BNN treffen. 

S: Was soll sie ihn zu diesem Gedicht fragen? Was soll sie ihn allgemein fragen?
Der Autor hat eine Homepage. Das ist seine Biografie.
Was fällt euch zu seinem Namen und seinem Aussehen ein?

S: Hättet ihr mit dem Wissen zu seiner Biografie noch weitere Fragen, die Mariel für euch stellen soll?

5 Menzels Brief von 1960 an Bremer Gymnasiasten

Herr Menzel hat bereits 1960, also vor über sechzig Jahren, einen Brief von Bremer Gymnasiasten zu diesem Gedicht bekommen. Sie haben wie ihr im Deutschunterricht darüber  gesprochen. Er hat ihnen folgenden Antwortbrief geschrieben.
Markiert die Aussagen, die ihr interessant findet.
Wollt ihr nach der Lektüre dieses Briefes Fragen streichen oder noch weitere stellen?

 

 

 

 

Weitere Beiträge zu diesem Buch:

Deutsch-Lektüre einmal anders: Abiturienten entdecken die Gedichte eines Karlsruher Informatik-Pioniers
Badische Neueste Nachrichten

Frank Milautzcki: Forschungsarbeit an der Sprache
literaturkritik.de, Dezember 2018

Matthias Kehle: Rätselhaft ins Verstummen
Badische Neues Nachrichten, 19.3.2009

 

 

Fakten und Vermutungen zum Autor

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