Hans-Ulrich Treichel: Südraum Leipzig
„bla-bla-bumm“.
Die Sprache ist in diesen neuen Gedichten noch knapper geworden, sparsamer die Bilder und Vergleiche, nüchterner der aufgerufene Gegenstand, konziser das Bohren und Fragen nach dem, was wir sind, was wir wollen, nach der Vergänglichkeit des Schönen, nach der Herkunft der Wahrheit.
Die Urthemen, die Urbilder, die Bildung geben den Gedichten Kraft und Wissen.
Neben den Neruda der frühen, modernistischen Periode tritt der Besinger der Dinge und der Geschichte des südamerikanischen Subkontinents, der gejagte Landflüchtige und der mitreißende politische Dichter.
Christian Lehnerts Gedichte erkunden die Natur, indem sie ihr antworten.
Ein Kommentar zu Paul Celans Gedichtfolge „Atemkristall“.
Ausgehend von zweizeiligen Verknappungen bis an den Rand des Schweigens, über Sonett, Ode und Terzine bis hin zu vielgestaltig ausgreifenden Poemen sendet diese Dichtung experimentelle Sonden ins Unbekannte.
REST DER STERNE nur noch fünf Sterne, und solche, die sie polieren; ein undzwanzigster Eveningboy, deckt sie auf und zu. Weiterverarbeitung der vier, landen am hämmernden Straßenrand. Er aber heiligt den letzten: zu Hammer- und-Sichel verrutschen der Dreizack Shivas....