Farhad Showghi: Die große Entfernung
Wie aus großer Entfernung schauen die Dinge, die Fenster, Türen, Schuhe, Füße, auch die Bäume, Wolken und Landschaften aus Farhad Showghis Gedichten auf ihre Betrachter und Leser zurück.
F.J. Czernin / H.-J. Frey: Briefe zu Gedichten
In diesem Buch geschieht etwas recht Seltenes: zwei mit Literatur beschäftigte Menschen - der Dichter Franz Josef Czernin und der Literaturwissenschaftler Hans-Jost Frey - beginnen - ohne sich sonst weiter bekannt zu sein und ohne Gedanken an ein Publikum - einen Briefwechsel, der sich einer einzigen Sache widmet: der Auseinandersetzung mit und der wechselseitigen Klärung von für das Lesen wie das Schreiben von Gedichten zentraler Begriffe.
Wladimir Majakowski: Tragödie Wladimir Majakowski / Wölkchen in Hosen
Beide Texte liegen bereits in mehreren deutschen Übersetzungen vor, die allerdings kaum etwas von der Kunstfertigkeit des Originals ahnen lassen. Die neue Übertragung von Alexander Nitzberg stellt sich zur Aufgabe, sie als sprachliches Kunstwerk wiederzugeben.
Stefan Döring: drei etüden
In diesem Bändchen erweitert Stefan Döring sein Lebenswerk ausführlich um den Frühling, die Leiter und das Rauchen.
Michael Donhauser: Sarganserland
Es sind melodisch und rhythmisch streng gebaute Gebilde, die Michael Donhauser als Meister poetischen Sprechens ausweisen. Die fünf mal elf Gedichte seiner neuen Sammlung beendet die Prosa „Umgebung“.
Wolfgang Schlenker: nachtwächters morgen
Es sind Gedichte „im Schatten von aber-das-ist-eine andere Geschichte“.
E.E. Cummings: was spielt der leierkasten eigentlich
Dieser Gedichtband ist ausschließlich den frühen Sonetten des Dichters vorbehalten; er versetzt uns zurück an seine Anfänge, in die späten 10er und die frühen 20er Jahre des 20sten Jahrhunderts, als die Moderne noch dabei ist, „modern“ zu werden. Wie lustvoll Cummings mit der Form des Sonetts spielt und dabei all das entwickelt, wofür er geliebt und bewundert wird, zeigt dieser zweisprachige Band auf eindrücklich schöne Weise.
E. E. Cummings: 39 Alphabetisch
Michael Braun hat recht. „Bei der lesenden Suchbewegung wächst bald auch die Lust am Durchwandern der Cummingsschen Gedicht-Labyrinthe und am Auffinden entsprechender semantischer Ariadnefäden.“
Adolf Endler: Krähenüberkrächzte Rolltreppe
Adolf Endlers letzte Inventur ohne ein Kreuzchen hinter seinem Namen.
Neunundsiebzig kurze Gedichte aus einem halben Jahrhundert.
Andrea Zanzotto: Die Welt ist eine andere
Andrea Zanzotto schreibt eine „Dichtung, die nicht aufhört zu hoffen“. In seiner Poetik zeigt er uns ihre pulsierenden Fixpunkte.
Georg Kreisler: Zufällig in San Francisco
Die unbeabsichtigten Gedichte von Georg Kreisler haben es in sich. Scheinbar leichthin und beschwingt geschrieben, verweisen sie auf Abgründe und Absonderlichkeiten. Der Dichter ordnet die Welt, indem er sie erfindet. Er erfindet sie, um sie vorzeigen zu können. Kreisler erweist sich in diesem, seinem ersten ausschließlichen Lyrikband als ein ebenso hellsichtiger wie subtiler Dichter.
Elke Erb: Sachverstand
Ob der Titel „Sachverstand“ absichtsvoll in die Irre führt, wie in einer Kritik behauptet wird, oder zurück in eine poetische Gedankenanarchielogik verraten die Gedichte und kurzen Prosastücke aus den Jahren 1996–99.


















