Tage des Trödelns. – Allmählich erreiche ich den Grad an Gleichgültigkeit, wie ich’s mir seit langem wünsche; statt ständig zu machen, kann ich jetzt auch (nicht ohne Mühe) lassen; heute Nachmittag für drei Stunden auf der Terrasse im Garten, unter den nackten Ellenbogen die merklich sich aufwärmende granitene Tischplatte, drei zweisprachige Hefte aus Reclams Universalbibliothek (Vergil, Seneca, Cicero); Sonnenbrille, Strohhut, Block und Bleistift, Camera; herrliches Licht, die Herbstfarben selbst scheinen nicht weniger zu wärmen als die späte Oktobersonne. Danach eine gute Stunde im Dampfbad, höre dabei aus nächster Ferne Afanassjew mit Schubert.
Alles ganz leicht zu haben. Alles ganz unbezahlbar.
aus Felix Philipp Ingold: Endnoten
Versprengte Lebens- und Lesespäne








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