Das Paradies? Nur als eine Welt mit ohne Menschen zu denken!
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Richtig nun, wenn Martha Nussbaum generell von Tierrechten spricht und nicht mehr speziell von Menschenrechten. Ich würde die Flora dazunehmen, sie mitbedenken.
Baumrechte. Blumenrechte. Schilfrechte. Buschrechte. Unkrautrechte.
Neu nun aber jedenfalls die philosophische Aufgabe des „Menschen“, sich als Tier zu denken, sich ins Tier zu versetzen und zu versuchen, Wal oder Fuchs oder Krebs zu sein.
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„Der Mensch“ – schon immer überschätzt, auch überfordert als sogenannte Krone der Schöpfung (die er weitgehend vernichtet hat, statt sie zu erhalten und auszugestalten) – ist zum Wrack geworden, ethisch heruntergekommen, hat sich verausgabt und erschöpft, kann auch mit seiner verbleibenden, rein technischen Innovationskraft nichts mehr ändern am Gang der Dinge, der sich nun offenkundig zur Schlussfigur verschlauft (Klimaerwärmung, Übervölkerung, Korruption, Simulation, künstliche Intelligenz usf.).
Die Tiere, sofern sie überlebt haben, sind jung geblieben – schön, hässlich, nützlich, gefährlich, sprachlos, amoralisch wie eh und je. Doch zu Hunderttausenden sterben Populationen und Arten aus – ausgetrieben durch menschliche Fahrlässigkeit oder durch gezielte Vernutzung.
Es gibt keine höheren und … oder niedrigen Lebewesen; es gibt diverse Lebewesen, die in ihrer Diversität gleichrangig nebeneinander stehn; das Reh neben der Buche, der Jäger vor dem Fuchs.
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Schon immer … schon als Kind hab ich domestizierte, dressierte Tiere verabscheut, konnte seit jeher nichts anfangen mit Hunden, Katzen, Kanarienvögeln, schon gar nichts mit Zirkustieren … tanzenden Affen im Bikini oder Rüschenrock, Elefanten, die sich um sich selber drehn, während auf ihrem Rücken halbnackte Girls sich exhibieren. Pferdedressur, Raubtiernummern fand ich ganz furchtbar, all die eingepeitschten Kunststückchen unter der Fuchtel des „Menschen“ und zu dessen Vergnügen. Ich verachtete „den Menschen“ für solchen Missbrauch, ein wenig aber auch die Tiere, die sich das gefallen liessen: Wieso duckt sich ein Löwe vor einer Dompteuse mit glitzerndem Zylinder und schmächtigem Schlagstock?
aus Felix Philipp Ingold: Endnoten
Versprengte Lebens- und Lesespäne








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