Friedrich Hebbels Gedicht „Dem Schmerz sein Recht“
DEM SCHMERZ SEIN RECHT – Schlafen, schlafen, nichts, als schlafen! / Kein Erwachen, keinen Traum! / Jener Wehen, die mich trafen,
DEM SCHMERZ SEIN RECHT – Schlafen, schlafen, nichts, als schlafen! / Kein Erwachen, keinen Traum! / Jener Wehen, die mich trafen,
IN EINEM HAUS – In einem Haus, auf feinem Tannenreiser, / sitzen ein Bettelmann und ein Kaiser.
ICH LEBE MEIN LEBEN IN WACHSENDEN RINGEN – Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, / die sich über die Dinge ziehn.
EIN JÜNGLING LIEBT EIN MÄDCHEN – Ein Jüngling liebt ein Mädchen, / Die hat einen Andern erwählt; / Der Andre liebt eine Andre,
DER GEFANGENE – Oftmals hab ich nachts im Bette / Schon gegrübelt hin und her. / Was es denn geschadet hätte,
NACHTS – Ich wandre durch die stille Nacht, / Da schleicht der Mond so heimlich sacht / Oft aus der dunklen Wolkenhülle,
RENAISSANCE – Nun betrachte die Wiese, nicht / das Photo, die Wiese. // Die Katze, keine Bewegung,
GROSSES KIND – Ich bin, trotz manchem Unterfangen, / Ein großes Kind durchs Leben gegangen. // Ich las das Tollste, die Hauptgeschicht’,
DU SCHLÄFST UND LIEGST – du schläfst und liegst bei deinem haar / dein weißes bein ist aufgestellt
DIE DÄMMERUNG – Ein dicker Junge spielt mit einem Teich. / Der Wind hat sich in einem Baum gefangen. / Der Himmel sieht verbummelt aus und bleich,