2007-05-10

Titelbild von Juliane Duda zu der Beitragsserie „Felix Philipp Ingold: Gegengabe“

Heute dieser leichte Wind, der streift und streichelt, was ihm fehlt, nämlich alles, was er selbst nicht ist; dazu ein Licht, so klar, als wär’s das letzte; massenhaft Grün, in zahllosen Schattierungen schwelgend; und … aber ich; lang unterwegs auf dem Waldweg von Bretonnières, begleitet von aufgeregtem Vogelgetön –

– das Faszinosum der Vogelstimmen hat, was mich angeht, damit zu tun, dass ich sie als reine Klangereignisse wahrnehme, wahrnehmen kann, und dies im Gegensatz zu den Wörtern, deren Lautgestalt durch ihre Bedeutung – das Wissen um ihre Bedeutung – gemeinhin bis zur Unmerklichkeit verdrängt wird.

Wohingegen Vogelstimmen, die ja durchaus auch «bedeuten» (markieren, warnen, rufen), wie Lieder ohne Worte wirken, weil ich nicht hinhören muss auf etwas, das sie mir oder uns zu sagen hätten.

 

aus: Felix Philipp Ingold: Gegengabe
zusammengetragen aus kritischen, poetischen und privaten Feldern

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