Günter Eich: Poesiealbum 71
„Die grübelnden Fragen seiner nüchternen Verse waren an die Umwelt gerichtet, deren vordergründigen Anblick und Eindruck Eich nicht hinnehmen wollte.“ resümiert Gerhard Wolf.
„Die grübelnden Fragen seiner nüchternen Verse waren an die Umwelt gerichtet, deren vordergründigen Anblick und Eindruck Eich nicht hinnehmen wollte.“ resümiert Gerhard Wolf.
FLUSSBILD MIT ENGEL – ein ausgepeitschter engel quirlt die spree / sie kniet sich tiefer in die stadt und strudelt
„Leising wünscht nicht, als Dichter zu gelten, er ist ein Mann, der auch Verse macht. Er hat wenige Gedichte geschrieben, noch weniger veröffentlicht, und jedes ist ein Meisterstück.‟ huldigt Karl Mickel.
Schöne Mondfrau, gehst du schlafen / Lächelnd und so munter, / Leise mit den Silberschafen
Sprich nicht immer / Von dem laub · / Windes raub ·
KNARREN EINES GEKNICKTEN ASTES – Splittrig geknickter Ast, / Hangend schon Jahr um Jahr, Trocken
ZERSTREUTE STROPHE – leicht wie luft, das weckte mich dann, von den fremden
Diese Gedichte eröffnen den Rückblick auf ein vollendetes halbes Säkulum: die bekenntnisartige Bilanz eines Lyrikers.
AUFZUG EINER JAHRESZEIT – Der Herbst stach in das Stoppelfeld / hier ist die Messerwunde
NACHT – Ich atme den schweren Atem der Nacht / und sauge das Nachtblut ein,