Peter Härtling: Versuchte Ewigkeit

Mashup von Juliane Duda zu dem Buch von Peter Härtling: Versuchte Ewigkeit

Härtling-Versuchte Ewigkeit

ORPHEUS

An dem Ort, an dem Orpheus begraben liegt,
in Antissa, sängen die Nachtigallen, heißt es,
schöner als alle Nachtigallen irgendwo auf der Erde,
sie singen aus seinem Gedächtnis, so wie der Seewind
es überträgt, stärker und leichter, anschwellend und
vergehend singen sie, diese Nachtigallen,
die eine Insel erfand, um seine Geschichte
im Gesang zu bewahren.

 

 

 

In einem seiner letzten Bücher

befasst sich Peter Härtling intensiv mit den letzten Dingen eines menschlichen Lebens, mit Altern, Schmerz und Tod – „manchmal müd, / doch selten mürb“. Abend und Nacht werden zu den gemäßen Tages-, Herbst und Winter zu den entsprechenden Jahreszeiten. Man wird bescheidener und wesentlicher, freut sich über ein „Rest von Glück“, wenn es „gelingt, den Abend hinauszuschieben“, und bittet den Schlaf, „die Zeit ohne dich durchzustehen“. Er spricht von „vorübergehenden Depressionen“ und „Ängsten wie Flechten“ und kann das Hoffen doch nicht sein lassen…

Radius-Verlag, Ankündigung

 

Zum 80. Geburtstag des Autors:

Martin Lüdke: Dichter, Erzähler, Zeitgenosse
faustkultur.de, 13.11.2013

Fakten und Vermutungen zum Autor + KLG
Porträtgalerie: Autorenarchiv Susanne Schleyer
Nachrufe auf Peter Härtling: Die Welt ✝ SZ ✝ ST ✝ Tagesspiegel ✝
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Bild von Juliane Duda mit den Texten von Fritz Schönborn aus seiner Deutschen Dichterflora. Hier „Härtlingfächer“.

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