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Wenn Franz von Baader den Fluch als die »Flucht des Göttlichen« bestimmt, so gibt er damit der Sprache das Wort, und nicht einem begrifflich vorgefaßten, kategorialen Denken; nur die Sprache selbst, diese, die deutsche Sprache, kann den Fluch als Flucht begreifen, so wie nur das Griechische, bevor die aristotelische Schulphilosophie die Sprache als Organon des Denkens entmündigte, das Leben … bíos … als Bogen … biós … begreifen, begreifbar machen konnte, ohne es begrifflich festhalten, objektivieren zu müssen.

 

aus: Felix Philipp Ingold: Freie Hand
Ein Vademecum durch kritische, poetische und private Wälder

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