China – Schweiz – Abendland

Titelbild von Juliane Duda zu der Beitragsserie „Felix Philipp Ingold: Haupts Werk“

In den vergangenen zwanzig Jahren haben in China Hunderte von Gelehrten an der kritischen Neuausgabe der Dynastiegeschichten gearbeitet, die nun vor kurzem gesamthaft veröffentlicht werden konnte. Es handelt sich um ein großangelegtes Erzähl- und Referenzwerk, das alle erreichbaren Detailinformationen zu rund zweitausend Jahren chinesischer Geschichte enthält. Für jedes einzelne Jahr wurde ein Text- und Kommentarband erarbeitet. Allein der Bericht über die Song-Dynastie (960–1279) würde in einer modernen Übersetzung – ohne Kommentar – an die dreißigtausend Druckseiten umfassen; und dies wiederum wäre nur ein Bruchteil des mehr als zweihundertfünfzigtausend Seiten starken Konvoluts.

In den kommenden zwanzig Jahren sollen, mit einem jährlichen Aufwand von fünfunddreißig Millionen Franken, die schon im späten neunzehnten Jahrhundert begonnene Vermessung der Schweiz sowie deren vollständige kartographische Erfassung abgeschlossen werden.

Das Jahr zweitausend wirft seine Schatten voraus; aufs Alpenland: ein Abendland.

 

aus: Felix Philipp Ingold: Haupts Werk Das Leben
Ein Koordinatenbuch vom vorläufig letzten bis zum ersten Kapitel.

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