Vermehrt

FPI Clickmap Nabokov Aufgeklärt Madonna Abends (III) Jedermann Poetik (III) Schmerz Andreas Verstimmt Blindlings Versprechen Unbedarft Denkmal Fleiß Klar (II) Freitod Status Hündisch Mittag (II) Geschieden Urlaub Täter (I) Teils … teils Ähnlich

Jeder Klick ins Feld ein Beitrag mehr

Einen Sohn zu zeugen, ein Buch zu schreiben, in freier Rede eine Vorlesung zu halten … das war Amiels dreieiniges Lebensziel; nichts davon hat er verwirklicht. Aber er hat die Verwirklichung wohl gar nicht gewollt, er hat das Ziel so hoch gesteckt, daß es unerreichbar bleiben mußte; statt dessen ist er in sich gegangen … durch die kalvinistische Wüste … ins Ich. Um nirgends anzukommen. Um stets unfertig, nämlich unterwegs gewesen zu sein.
Nie ist Amiel in der Tat Vater, Autor, Lehrer geworden; er war ein Werdender stetig, er lebte von der Erwartung, für die Sehnsucht; und so schrieb er auch. Hätte er sein Ziel erreicht … sein Werk, seine Nachkommenschaft wäre längst vergessen, kassiert von der Zeit. Jedoch das Tagebuch, das er hinterlassen hat, jene vielen tausend Seiten, welche seinen Lebenstext ausmachen, sind weiterhin im Entstehen.
In dem Maß, wie ich ihn lese, mehrt sich Amiel.

 

aus: Felix Philipp Ingold: Freie Hand
Ein Vademecum durch kritische, poetische und private Wälder

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

„Suppe Lehm Antikes im Pelz tickte o Gott Lotte"

Frau

rauf! (ruf: a!)

Michel Leiris ・Felix Philipp Ingold

– Ein Glossar –

lies Sir Leiris leis

Würfeln Sie später noch einmal!

Lyrikkalender reloaded

Luchterhand Loseblatt Lyrik

Lesezeichenscrolling

Planeten-News

Planet Lyrik an Erde

Tagesberichte zur Jetztzeit

Tagesberichte zur Jetztzeit

Freie Hand

Haupts Werk

Gegengabe

0:00
0:00