Gerhard Rühms Gedicht „ich beginne zu rasen“
ICH BEGINNE ZU RASEN – ich beginne zu rasen / ich beisse dich roh / ich werde dich hassen
ICH BEGINNE ZU RASEN – ich beginne zu rasen / ich beisse dich roh / ich werde dich hassen
YEAH! – Hier kriecht und kriecht die Nacht heran: / Sie reißt den schwarzen Kasten auf.
DIE SOMMERNACHT – Wenn der Schimmer von dem Monde nun herab / In die Wälder sich ergießt, und Gerüche
EN PASSANT – Was soll uns heut lyrisches Mondscheingewimmer? / So seid doch endlich still davon!
SOMMERTAG – Die Sommersonne foltert fürchterlich / Den lahmen Leib. Kein Wind bewegt die Schwüle. / Der Asphalt stinkt. Es faulen die Gefühle.
ABSAGE – Noch einmal? Ich dächte, wir hätten jetzt Frieden? / Über Gesetze wird friedlich entschieden…
WAS ÜBER MICH ERZÄHLT WIRD – In meinem Schloß brennen fünfundzwanzig Kronleuchter / Und drei Goldfische habe ich in meinem Aquarium schwimmen
VON EINEM, DEM ALLES DANEBENGING – Ich war aus dem Kriege entlassen, / Da ging ich einst weinend bei Nacht,
HERZKLOPFEN – Es sind die einfachen Dinge, / die uns nicht schlafen lassen: / ein Herzklopfen,
SCHWARZE BOHNEN – Nachmittags nehme ich ein Buch in die Hand / Nachmittags lege ich ein Buch aus der Hand