Kurt Drawert: Wo es war
I In dieser Lage
II Leer und sehr blau
III Wo es war
Es war zur neunten Stunde als Jesus am Kreuz schrie: Mein Gott, warum hast du mich verlassen.
Mit diesem Buch verabschiedet sich Ikarus von seinem Vater. Das Ende ist bekannt.
„Texte aus den letzten 20 Jahren Deutscher Geschichte, die konsequent pointiert, sarkastisch und knapp wie der Titel reichlich kritische Reflexionen bieten und Persönliches, Literarisches und Politisches zur Diskussion stellen.‟ heißt es in einer Ankündigung zur Lesung am Brandenburger Tor.
Seit Anfang der siebziger Jahre lebte Tomaž Šalamun mit Unterbrechungen in Amerika, entdeckte die Nachfahren der Beat Poets, befreundete sich mit John Ashbery und Charles Simic – und stellte fest, dass es vermutlich die kurze Geschichte der eigenen Sprache ist, die er als poetische Freiheitserfahrung mit den amerikanischen Kollegen teilt.
Christian Lehnerts formstrenge Gedichte sind fragile Gebilde, die genau jene Stille erzeugen, in der sie wirken können.
Es sind Gedichte der Erinnerung, des Abschieds, der Trauer. Manifeste und Träume, deren „letztes Vermächtnis das Schweigen“ ist. Gedichte aber auch, die die Landschaft wieder als das beschwören, was sie ist: Gleichnis und Gegenbild.
Die Präsentation des Poesie-Automaten zu einem Lyrikfestival in Landsberg am Lech ist der Anlaß, diese Schrift Enzensbergers erstmals zu veröffentlichen.
Hans Magnus Enzensberger schaut in diesen 99 Meditationen genau hin: Die Wolken sind ihm Fremdes und Gleichnis menschlichen Lebens.
„Die Gedichte im Irrgarten bringen alles wundersam durcheinander, erzählen von himmlischen Schwitzbädern, epileptischen Zwergen, seherischen Schlafmäusen und „Kröten als Nasenwärmer auf dem Hodensack“. gruschelt ira in ihrer Zeit-Rezension.