Vergiss es!

Titelbild von Juliane Duda zu der Beitragsserie „Felix Philipp Ingold: Gegengabe“

«Es gibt», so lässt Paul Valéry die unbedarfte Emilie Teste sagen, «einen schönen Teil der Seele, der geniessen kann, ohne zu verstehen, und der ist bei mir gross.»
Das mag ein Plädoyer für die naive Rezeption schwieriger, dunkler, unverständlicher Texte sein und also für manche Leser vielleicht ein Trost.

Zu bedenken ist aber auch die Gegenposition der kundigen oder gar professionellen Leser (zu denen naturgemäss die Autoren gehören) – nämlich Gelerntes, Gewusstes zu vergessen, um (als Leser) geniessen zu können; um (als Autor) weiterschreiben zu können.

 

aus: Felix Philipp Ingold: Gegengabe
zusammengetragen aus kritischen, poetischen und privaten Feldern

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