Bert Papenfuß: Empörung und Entrüstung

Mashup von Juliane Duda zu dem Buch von Bert Papenfuß: Empörung und Entrüstung

Papenfuß-Empörung und Entrüstung

ABSCHWIFF 4: KURZER ABRISS EINES ÜBERBLICKS DES UNTERGRUNDS

1. Profit und Kalkül
Anarchismus ist keine Philosophie, keine Theorie, keine Utopie, noch nicht einmal eine Praxis, jedenfalls keine festgeschriebene. Anarchistische Texte können philosophische, theoretische oder utopische Aspekte haben und Vorschläge für Handlungsweisen unterbreiten. Anarchismus ist in erster Linie Kritik an der auf Privateigentum an Grund und Boden, Produktionsmitteln, Geld und Informationen basierenden kapitalistischen Produktionsweise und am Reproduktionswerk des bürgerlichen Kulturbetriebes.1
Anarchismus ist zunächst, wie das Wort schon sagt, eine Negation und ein Ismus, wie andere Ismen auch, die zu Schismen führen. Wie sozialrevolutionär, militant und untergründig
2 die Praxis der Kritik ausfällt, ist unterschiedlich. Der Anarchismus  ist eine weltweit verzweigte Bewegung, in die sich mannigfache Zwänge und Dogmen aller Couleur einschleichen,3 was bedenklich ist. Eine befreite Meinungsäußerung erfolgt mit Bedacht, aber bedenkenlos: Sag, was auf der Seele4 brennt, als wär’s der letzte Moment.

 

2. Diffamierung und Zweifel
Anarchie kennen die meisten nur aus der Fresse5 – meist im Zusammenhang mit Chaos – als Beschreibung für die Gesetzlosigkeit des Kampfes Aller gegen Alle, die nur durch den Rechtsstaat, sprich „Demokratie“, behoben werden kann. Mit „Demokratie“ ist genau der Kapitalismus gemeint, dessen Konkurrenzprinzip der Kampf Aller gegen Alle ist, und zwar zum Vorteil herrschender Eliten. Tja, was soll man dazu sagen? Fakt ist, daß die Verschwörung der Regierten gegen sich selber real ist. Es mangelt generell an Gerechtigkeitssinn und tätiger Empörung. Und gegen Chaos, Gewusel und Wuling ist nichts einzuwenden, dazu haben wir ohnehin zu wenig Durchblick.
Andere kennen „die Anarchie“ aus dem Studium der Klassikerinnen und aus hehren Traktaten, um diese Adepten geht es hier nicht; sie maßen sich ohnehin nicht an, Bescheid zu wissen, kennen sich dafür mit Scheitern aus. Die anarchistischen „Theoretiker“ sind zunächst Schriftsteller, die Primärliteratur
6 schreiben und sich mehr oder weniger sozial, kulturell und antipolitisch engagieren. Sie motivieren uns, Autoritäten zu negieren und Experten in Frage stellen, denn bei einer befreienden Entfaltung stören die Konsorten der Kohorten doch sehr. Wir leben auf der Erde – dieser vorerst einzigen Welt – in einer Blase, um uns Abgrund, Chaos. Da geht’s lang. Augenblicklich gilt der Kampf dem Futilitarismus.

 

3. Markt und Witz
Als „anarchisch“ wird gemeinhin im bürgerlichen Feuilleton ein künstlerischer Ausdruck bezeichnet, der schwer klassifizierbar ist, irgendwie provokant, aber das Potential hat, frischen Wind in den Betrieb zu bringen. Nach der Ausschlachtung läßt das „Anarchische“ nach, und ergibt sich weiterer Kommerzialisierung. Das Feuilleton jedoch ist passé, es beinhaltet keine Kultur, sondern Streiflichter des Kunst- und Büchermarkts, die in ein paar Jahren erloschen sind. In Zeitungen steht Schnee von gestern. Das betrifft schnelle digitale Medien genauso, die Redakteure wollen ihren Schnitt machen, scheuen den Entwurf ins Ungewisse, um nicht zu sagen, ins „Anarchische“.
Das Feuilleton besteht aus Werbung für Neuerscheinungen, dem Abfeiern von merkantil relevanten Jahrestagen und Nachrufen. Ein in Ansätzen existierendes linkes, also irgendwie wenigstens halbwegs antikapitalistisch gesonnenes, Feuilleton plappert den Scheiß nach, manchmal „kühn“ um die Ecke interpretiert. Auch linksradikale und antiautoritäre Organe unterscheiden sich nicht groß; gerade sie könnten darstellen, daß ein widerständiges, wenigstens „anarchisches“, künstlerisches Potential existiert. Aber sie trauen sich nicht; sie könnten sich zwischen Stühle setzen, eventuell diese oder jenen verletzen.
Das Privateigentum anzugreifen, ist erst mal eine anarchische Tat, die Frage ist, was man mit der Beute anfängt. Störtebeker hätte den Scheiß gleichgeteilt, Eulenspiegel entweder unter den Nagel gerissen oder weggeschmissen. Wer auf Copyright besteht oder auf Patente erpicht ist, verhält sich „systemrelevant“ und ist für die Anarchie verloren. Aber wir sind alle von gestern – und haben keine Zukunft, außer der Gegenwart, die wir verbraten, ausnutzen, gestalten. Morgen wird’s nichts geben, schon gar nicht geschenkt; lieber den Hals verrenkt, als den Rücken der Wirtschaft gebeugt. Der Neokolonialismus der Alternativlosigkeit (oder umgekehrt) schlägt zwar aufs Gemüt, motiviert aber auch. Über das anarchische Zusammenleben indigener Völker, deren Gesellschaftsmodelle Ethnologen und Soziologen so gerne beschreiben, wissen wir herzlich wenig. Oft sind die beobachteten „Subjekte“ bereits durch „Zivilisation“ korrumpiert, und die zivilisierten Beobachter korrupt.7 Sicherer ist es, bei sich selber anzufangen, um das „Anarchische allzu Menschliche“ unter all dem medialen Zuschiß auszugraben und zu revidieren, um es zu aktivieren. Es geht darum, Produktion und Konsum zu befreien, Zwischenmenschlichkeit zu erwerben und künstlerischen Ausdruck anzueignen – um gemein unter Gesellen zu sein. Ohne dabei den Humor zu verlieren, und einen neuen zu kreieren, denn in Zukunft werden wir anders lachen. Wissen ist Witz: Jäh ist der Nu, und zäh die Kuh.

IM LETZTEN MOMENT DIE KLARE KANTE…

Nicht nur das Sein an sich,
sondern das Sein überhaupt,
ist sowohl eine Frage der Betrachtung
als auch der Mißachtung nach Belieben.

 

Faule Existenz empört sich
und schlägt schnöde Realität:
Sag, was auf der Seele brennt,
als wär’s der letzte Moment.

 

Nichtexistenz ist genauso
gravierend wie ein Dasein,
das von „Wissenschaftlern“ bezeugt wird,
die mehr als weniger schuldige Gaffer sind.

 

Raue Existenz empört sich
und schrubbt glatte Realität:
Sag, was auf der Seele brennt,
als wär’s der letzte Moment.

 

Die Natur ist ebenso beherzt,
wie die Zivilisation seelenlos,
die keine Ausstrahlung für Körper hat,
die Wellen senden, die sich verbinden.

 

Rüde Existenz empört sich
und schluckt schnieke Realität:
Sag, was auf der Seele brennt,
als wär’s der letzte Moment.

 

Nur auf dem letzten Loch
sehen wir endlich durch. Tja,
ist sowohl eine Frage der Betrachtung
als auch der Mißachtung nach Belieben.

 

Pralle Existenz empört sich
und strafft schroffe Realität:
Sag, was auf der Seele brennt,
als wär’s der letzte Moment.

 

Wir wissen um unsere Potenzen,
aber uns fehlen die Mantissen…

 

vorerst. Vorwärts Empor Abwärts!
Wir stehen auf den Ruinen einer – hoffentlich letzten – „Zivilisation“, die auf dem Wahn basiert, daß es „Unzivilisierte“ gibt; Menschen, die sich nicht dem Dogma des sogenannten industriellen Fortschritts durch zunehmende technologische Revolutionen unterwerfen.8Für diese Menschen und viele andere Lebewesen allerdings ist die sogenannte Zivilisation ein Trümmerfeld. Betonschluchten, Asphaltstraßen, Pipelines, Plastikabfall und Elektroschrott sind – für einige Zeit  im globalen Maßstab – Sondermüll; Stockrüttler und Eierschneider hingegen Vermeider, oder? Wer sich arrogant aufschwingt und Sanktionspakete schnürt, ist schuld und stirbt eher früher als später – meinetwegen als effizienzoptimierte transhumanistische Menschmaschine.
Gerechtigkeit steigt aus dem Zorn der Unterdrückten, die sich kraft ihrer Wassersuppe ehrlich machen und Gleichheit walten lassen wollen. Das kapitalistische Wachstumsmodell hat seine Grenzen erreicht, jetzt herrscht Kanzelkultur. Knappe Ressourcen werden von unten nach oben verteilt, die Meritokraten der Ellenbogengesellschaft frönen dem fröhlichen Postenergattern. Die Außenstehenden pflegen entwaffnende Bescheidenheit, und zwar militant, notfalls selbstgebastelt.

STEN GUN

 

Der Glücklichste stirbt am ehesten,
der Klügste scheißt auf falsche Gesten,
der Superlative bleibt bei seinen Leisten,
9

 

schustert seine Knarre selber,
wenn Gegengewalt es gebietet:
Widerstand ist mehr als Erwartung.

 

Hoffnungen sind mit Freiheiten zu entsorgen;
aufwiegelnd schwerem Gerät entgegenzutreten,
gebieten Selbstbehauptung und Befreiungskampf.

Mittlerweile ist der Ukraine-Konflikt eskaliert. Kein Krieg „bricht aus“, sondern wird aus staatspolitischen Interessen vorbereitet, durchgezogen und verloren. „Sieger“ ist vordergründig irgendein Staat (oder mehrere), „Gewinner“ der profitorientierter militärisch-industrieller Komplex und die ihm untergeordneten politischen Eliten, „Helden“ sind die Gefallenen, also die aus irgendwelchen irrationalen – zumeist nationalistischen und/oder (oft vorgeschobenen) ideologischen bzw. religiösen – Gründen Ermordeten. In Kriegen kommt niemand um, sondern wird ermordet; das gilt ebenso für sog. „Kollateralschäden“, Insassen von Konzentrationslagern und sonstigen Gefängnissen, sowie die alltäglichen Opfer des kapitalistischen Konkurrenzkampfes in sog. friedlichen Zeiten. Auch in Befreiungskriegen werden Feinde ermordet, ebenso bei „humanitären Einsätzen“, „speziellen Militäroperationen“ oder gar „gezielten Tötungen“ angezählter Übeltäter. – Im Nachhinein, wenn sich das politische Blatt mal wieder gewendet hat, werden allerdings oft auch die „Verlierer“ zu „Helden“. Störtebeker ist und bleibt ein Held, weil er den berechtigten Kampf für soziale Gleichheit gegen einen übermächtigen Feind, das kapitalistische Pfeffersackgesocks, verlor. Außer Befreiungskämpfen sind alle Kriege Verbrechen. Aus Befreiungskriegen kehren Veteranen zurück, die genauso soziopathisch sind, wie ihre Kameraden aus den Angriffskriegen. Morden ist nicht gesund, auch nicht für beherzte Gegengewalttätige. Nicht „Krieg dem Kriege“ sollte es heißen, sondern „Kampf dem Krieg“, bis zum letzten. Aber ob das einen Unterschied macht…
Deutschland war der Paradeverlierer des 20. Jahrhunderts und ist heute ein „Gewinner der Geschichte“ – aus durchsichtigen politischen Gründen. Jedoch kann man die Bevölkerung eines Landes nicht auf ihr Land, ihre Nation, ihren Staat reduzieren. Im Widerstand gegen Monarchismus, Imperialismus, Faschismus, Militarismus und Revanchismus, Chauvinismus, Nationalismus und Etatismus gab und gibt es Helden. Die sog. „Gewinner der Geschichte“ sind vorübergehende Sieger im Sinne einer indoktrinären Geschichtsschreibung, deren Irrationalität auf jeder Seite steht, die weggeblättert werden wird.
Die Militaristinnen ACAB (Annalena Charlotte Alma Baerbock) und MASZ (Marie-Agnes Strack-Zimmermann) kämpfen gegen „Kriegsmüdigkeit“10 und für ein „Feindbild“.11 Ja, „laßt uns dieses Europa gemeinsam verenden“!12 Als eingeschworener Antieuropäer und Undeutscher bin ganz ihrer Meinung; die sinnlosen Halbinseln an Eurasien müssen „verendet“ werden, die südliche noch dazu völlig übervölkert, was sich leicht beheben ließe, in Skandinavien ist viel Platz unter den Mückenschwärmen. Natürlich gibt es noch mehr alte weiße Männer unter Europas mehr oder weniger jungen Politikerinnen und Propagandistinnen, aber ich habe keine Lust, mich in diesen medialen politischen Abgrund zu versenken…. ohne vorher noch der aktuellen Bundesministerin der Verteidigung Christine Lambrecht eine Anagrammskizze mit auf den Karriereweg zu geben:

Als die Blechamtsrichterin mit dem Meilenschritt brach,
durch Milchtrichterbasen wie eine Schmeichlerin trabt,
und mit blanchiertem Strich jede Eilnachricht bremst,
war klar, daß sie nur bitterlichen Ramsch propagiert
und als Schirmrechtebaltin mit Schmaltieren bricht.

Crass und Konsorten wie meinesgleichen könnten hinzufügen:

Steißgeburt einer unbefleckten Empfängnis, aufgepäppelt mit Dosenkohl, der ich einen Heldentod wünsche, am besten durch Drohnenschlag.

Oder ähnliches. Warum hat der Krieg neuerdings auch ein weibliches Gesicht? – Ursula von der Leyen, ACAB, MASZ, Katrin Göring-Eckardt, „Annegret Kramp-Karrenbauer, Marieluise Beck, Florence Gaub, Ulrike Herrmann, Serap Güler, Agnieszka Brugger, Ronja Kempin“,13 Mary Elizabeth „Liz“ Truss (MELT). – In den sog. alternativen, oft schlampig edierten, Medien ist nach ACABs Warnung vor der „Kriegsmüdigkeit“ eine Glosse von Karl Kraus verbreitet worden, auf die die Rechercheure wohl gestoßen sind, als sie in der Fackel nach „Ukraine“ gesucht haben. In der Fackel Nr. 474–483 vom Mai 1918 geht es immer mal wieder um den Krieg in der Ukraine, und speziell auch um die Getreidelieferungen, die heute wieder Thema sind. Parallelen zu heute sind unverkennbar, schlagt selber nach.14 Im folgenden Karl Kraus’ Glosse zur Kriegsmüdigkeit vollständig, und im Originalwortlaut:

Kriegsmüde – das ist das dümmste von allen Worten, die die Zeit hat. Kriegsmüde sein[,] das heißt müde sein des Mordes, müde des Raubes, müde der Lüge, müde der Dummheit, müde des Hungers, müde der Krankheit, müde des Schmutzes, müde des Chaos. War man je zu all dem frisch und munter? So wäre Kriegsmüdigkeit wahrscheinlich ein Zustand, der keine Rettung verdient. Kriegsmüde hat man immer zu sein, das heißt nicht nachdem, sondern ehe man den Krieg begonnen hat. Aus Kriegsmüdigkeit werde der Krieg nicht beendet, sondern unterlassen. Staaten, die im vierten Jahr der Kriegführung kriegsmüde sind, haben nichts besseres verdient als – durchhalten!15

Friedensmüde kann man natürlich auch sein, insbesondere dann, wenn Unterdrückung, Ausbeutung, Entfremdung und Zuschiß so unerträglich werden, daß jede Veränderung einen Ausweg bedeuten könnte. Das war die Ausgangssituation vor dem 1. Weltkrieg – damals war von „Weltwende“ die Rede –, später dem 2., dem kalten 3., und heute hier bei uns im 4. Reich, als das der Untergrundtheoretiker Hakim Bey die Europäische Union bezeichnete,16 ist von „Zeitenwende“ die Rede. Was Bände spricht, zumal von Frieden nicht die Rede sein kann, wenn die Regierenden Krieg gegen die Regierten führen, seit Jahren mit einem Ausnahmezustand nach dem anderen. Um diese weiterhin zu begründen, gibt es neuerdings die Zeitenwende on tour17

Wenn der Weizen endet, kannst du Netze weiden;
ist erst Eden entzwei, magst du Ideen wetzen –
zur Zeitenwende paßt der entzweiende, aber
dezente Wein anstehender Wendezeiten…

Die derzeitige Verteidigungsministerin verlautbart:

Deutschlands Größe, seine geografische Lage, seine Wirtschaftskraft, kurz, sein Gewicht, machen uns zu einer Führungsmacht, ob wir es wollen oder nicht. Auch im Militärischen.18 So bricht sich Militarismus Bahn; das Vierte Reich unter der Führungsmacht Deutschlands bekriegt Mordor im Auftrag des Weltpolizisten. Die Ukraine dient hierbei als Spielball US-amerikanischer, britischer und europäischer Interessen. – Ich wollte nie ernsthaft über solchen Scheiß schreiben, aber wenn es der Sache dient – schließlich erörtere ich hier die Probleme des anarchistischen Pazifismus, auch anhand aktuellpolitischer Abschweifungen. Also:
Kriege werden durch staatliche Interessen provoziert, ausgelöst und geführt, nicht „gespielt“, wie ACAB formuliert: ,,Dieser Krieg wird auf verschiedenen Ebenen gespielt – nicht nur mit Waffen, nicht nur mit Gas und Öl, sondern auch mit Lügen und falschen Narrativen.“19 – Staatliche Interessen sind Interessen des Staates, haben mit den Bedürfnissen der Bevölkerung nichts zu tun, sind das „falsche Narrativ“ per se und werden durch Lügen kommuniziert: Wahlversprechen, Meinungsänderungen, Erfordernisse der „Zeitenwende“, also Verrat. Regt sich wirklich mal Widerstand im Land, wird er als rechts- oder linksextrem diffamiert, notfalls durch einem weiteren Ausnahmezustand abgewürgt. Schließlich vertritt die atlantische „Wertegemeinschaft“ die Mitte der Gesellschaft, die nirgends definiert ist, ohnehin schwer zu fassen ist, sich noch dazu ständig verschiebt, also verarmt.
Wir brauchen Ideen gegen Interessen, um Kultur gegen Konsum zu setzen. Kultur hat Ecken und Kanten, Konsum folgt Algorithmen. Je digitaler, desto scheiße; es ist der Draht zur Welt, der uns vom Leben abhält. Wir brauchen Systemkritik gegen Hedonismus, Nachrichten-, Streaming- und Lieferdienste, Kreuzworträtsel und Patiencen; brauchen Anarchie gegen Zivilisation, die immer wieder „Barbaren“ definiert, die der „westlichen Werteordnung“ entgegenstehen. Die Realität ist eine Verzerrung unwirklicher Ereignisse von jestern, die ins Morgen schwappen und kippen. – Und was wir brauchen, können wir nur selber schaffen. Scheitern heißt, ein paar Schritte in die herrschaftsfreie Richtung gemacht zu haben, obwohl man weiß…
Heute kämpfen ukrainische, russische, weißrussische und andere Anarchisten auf Seiten der Ukraine; italienische, spanische und andere internationale Anarchisten auf Seiten Russlands um den Donbass und die Südukraine. Beide Fraktionen noch dazu an Seiten von Extremisten und Söldnern wie dem Regiment Asow auf ukrainischer und der Gruppe Wagner auf russischer Seite: Die Übergänge zwischen Patrioten, Nationalisten, Chauvinisten, Faschisten und gemeinen Söldnern aus Eigennutz sind fließend. – Immer war klar, daß Anarchisten sich keinen regulären Armeen anschließen, keine hierarchische Befehlsstruktur akzeptieren, sondern eine selbstgewählte; aber damit hatten auch schon Machno und Durruti in Bürgerkriegssituationen ihre Probleme – schließlich waren sie selbst „Väterchen“ und „Kommandeur“.
In dem später als Manifest der Sechzehn bezeichneten, von Peter Kropotkin und Jean Grave im Februar 1916 zusammen geschriebenen (zusammengeschriebenen) Text plädieren beide für eine Unterstützung der Entente gegen Deutschland und die sog. Mittelmächte. Diese Parteinahme sorgte unter Anarchisten für eine Kontroverse; Malatesta, Goldman und Rocker erhoben Protest, auch Landauer und Mühsam bewahrten Vernunft. Anarchistische Parteinahme in aktuellpolitischen Prozessen geht immer in die Hose, ist durch Moralismus und Irrationalismus motiviert, den auch Anarchisten nicht locker aus der Hand abschütteln können. Kropotkin war von Bakunin inspiriert, der für das 20. Jahrhundert einen Konflikt zwischen dem Pangermanismus und Panslawismus voraussagte, der ja auch wirklich stattgefunden hat, sowohl im Großen Krieg als auch besonders im Unternehmen Barbarossa, in dem es um die Vernichtung, Unterjochung und Versklavung der mongolisch und turkvölkisch versifften russischen „Rasse“ ging. 27 Millionen Tote auf sowjetischer Seite: Jetzt möchte ACAB Russland „ruinieren“; Helm ab – zum Gebet.
Bakunin bemühte sich, dem zaristischen Panslawismus und Expansionismus, sprich Imperialismus, einen revolutionären Panslawismus entgegenzusetzen, indem er sich mit polnischen, tschechischen, slowakischen usw. Revolutionären – und leider auch Nationalisten – zu verschwören suchte, um Preußen und Reußen anzugreifen, was in die Hose ging. Michail Alexandrowitsch war zwar ein konspirationistisches Schlitzohr, oft weitblickend, aber den antiglobalen Panamerikanismus konnte er natürlich nicht vorausdenken, geschweige denn das antiregionalistische Paneuropa des „4. Reiches“. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der sowjetische Panslawismus als „Völkerfreundschaft“ verbrämt. Das Konstrukt Vielvölkerstaat Jugoslawien und die Fusion Tschechoslowakei wurden nach dem Kollaps des Ostblocks auf Betreiben der westlichen Wertegemeinschaft aufgelöst; wenn nicht im Guten durch „Samtene Revolution“ und „Gedankenstrich-Krieg“, dann im Bösen durch banalen Krieg und Bombenterror.
Dugin und Konsorten mit ihrem Eurasien-Flitz setzen auf ihre konservativ-revolutionäre Art den Panslawismus mit anderen Mitteln fort, bemühen sich jedenfalls auf ihre reaktionäre Tour darum. Und wenn sie nicht ermordet werden, werden sie das wohl noch eine Weile tun. Mir geht das Eurasien-Geschwafel am Arsch vorbei. Eurasien ist sowieso Eurasien, und bleibt es geologisch auf längere Sicht auch. Da beißen auch die Transatlantiker keinen Faden ab. Was auf allen Kontinenten doch sehr stört, sind Herrschaftssysteme aller Arten, ob nun sog. Autokratien, Demokratien, Theokratien oder sonstwelche Staaten. Geopolitik ist – wie jede Politik – von äußerstem Übel für alle Untertanen, alle Regierten, die man „Staatsbürger“ nennt, um ihnen das Privileg, Steuern zu zahlen, schmackhaft zu machen – und mit Brosamen wie zunehmend privatisierter und für viele unerschwingliche Gesundheitsfürsorge und gemäß den Inflationsraten sinkenden Renten abzuspeisen.
Angesichts der Querfronten in europäischen Parlamenten und dem bürokratischen Wasserkopf der Europäischen Union in Brüssel20 ist es Anarchisten heute unmöglich, politisch Partei zu ergreifen. Jenosse Sepp Fernstaub recherchierte den Metabolismus der engeren EU vor einigen Jahren folgendermaßen:

Volksverdauung durch Herrschaft im Vertrauen

 

Die Sieben Organe der Europäischen Union (am Rhein) sind:

 

1.) das aufgerissene internationale qualitätsmediale Maul;

 

2.) der vorenthaltene Löhne und eingesparten Arbeitsschutz verschlingende Hals, den sie nicht voll genug kriegen kann;

 

3.) die verschlungene transatlantische Speiseröhre, die das jetzt noch knapp große Britannien untergräbt;

 

4.) der anreichernde Magen östlich und westlich von Brüssel und in den aaszersetzenden Banken von Luxemburg;

 

5.) linksrheinisch unter der Gürtellinie der Dickdarm (Police nationale) samt Blinddarm (Gendarmerie nationale) und Wurmfortsatz (Compagnies republicaines de securite);

 

6.) rechtsrheinisch der aufsteigende (Bundespolizei), querverlaufende (Landespolizei) und absteigende Grimmdarm (Wasserschutzpolizei) inklusive proppenprallen Mastdarms (Mobile Einsatzkommandos [MEKs], Spezialeinsatzkommandos [SEKs], die GSG 9, die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit Plus [BFE+] und die Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheiten [MKÜ] ), der unermüdlich Unterdrückung gewährleistet; schließlich

 

7.) der waffenstarrende Arsch, der auch mehr Geld braucht, damit die Knarrenbauer ihre knappen Krampen biegen können.
Alle anderen lebenswichtigen Organe sind Beiwerk, außer:

 

8.) das Flatulenzkonsortium der Verkäufer heißer Luft in der C02-Steuerbehörde des Emissionshandelsausschusses.

 

Alle acht Organe dienen der europäischen Machtsicherung und dem Wirtschaftswachstum zum Zwecke der Profitsteigerung auf Kosten bildungsferner Unterschichten, eines breiten Prekariats und schrumpfender Mittelstände bis zum letzten Furz unter uns.

Einfach ist es, bürokratische Apparate und Politik generell abzulehnen; anders ist es bei kriegerischen Auseinandersetzungen, da hat dann doch jeder seine Präferenzen. – In meiner Jugend war es für mich einfach, Partei zu ergreifen: Nach Diskussionen im Freundeskreis fällte man Urteile je nach Gerechtigkeitsgefühl; zumeist „begründet“ durch irrationale Sympathien, oft mangelnder Bildung und Information geschuldet, und einer prinzipiell antikapitalistischen Grundhaltung, die zumindest uns Ostlern als Nachfahren von Opfern von „Vertreibung und Umsiedlung“ nach dem 2. Weltkrieg gemein war – die dafür verantwortlichen Täter saßen ja angeblich alle im Westen; ehemalige – mehr oder weniger entnazifizierte, eher weniger – Mitläufer jedoch gab es im Osten so sehr zuhauf, daß sich unser Jugendprotest antiautoritär, antifaschistisch und antiimperialistisch gebärdete, in einigen Fällen auch anarchistisch.
Im zarten Alter von 8 Jahren las ich 1964 ein Kinderbuch21 über die Heldin der „Befreiungskriege“ Eleonore Prochaska,22 das mich zu Tränen rührte. Mein Vater, Sohn eines Ludendorff-Anhängers, Absolvent der Militärmedizinischen Sektion an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald,23 hatte es mir geschenkt. Seine militärische Laufbahn war auch inspiriert von den „Befreiungskriegen“ 1812/13–1815. Daß irgendetwas mit den „Befreiungskriegen“ nicht stimmte, merkte ich erst einige Jahre später, denn nach Einstellung der Kampfhandlungen war niemand „befreit“, die Ausbeutung der verbliebenen Untertanen und Veteranen ging weiter wie gehabt. Wer für Kaiser, König, Führer, Volk und Vaterland ins Feld zieht, muß damit rechnen, den Heldentod zu verdienen, meist als unbekannter Soldat in einem Massengrab.
Als „nonkonforme“ – heute würde man sagen: renitente24 – Jugendliche der 60er/70er Jahre war unsere Parteinahme in kriegerischen und politischen Auseinandersetzungen stets gegen Deutschland gerichtet. Selbstverständlich waren wir gegen Kaiser und Führer, gegen die Bonner Ultras und gegen den Spitzbart, seinen Nachfolger Honecker und Konsorten. Neugier und Konfusion geschuldet lasen wir die Mao-Bibel, Kim Il-sungs Dschutsche-Quatsch und Gaddafis Grünes Buch, hörten Radio Tirana, waren pro Jugoslawien, die zumindest so etwas wie Volkseigentum – statt Staatseigentum – versuchten, hatten wir jedenfalls im Feindsender gehört. Wir sympathisierten rückblickend mit den Anarcho-Syndikalisten der FAUD und den Rätekommunisten der KAPD und plädierten aktuell für die Bewegungen mit drei Buchstaben: IRA, ETA, PLO, RAF und B2J.
Apropos KAPD: Paul Mattick (1904–1981) trat schon als Jugendlicher in die rätekommunistische KAPD ein und war an zahlreichen Kämpfen beteiligt, emigrierte 1926 in die USA, wurde dort Mitglied der anarchosyndikalistischen IWW und war vielfältig engagiert aktiv. 1935 antwortete er auf die Frage „Was wirst du tun, wenn Amerika in den Krieg zieht?“:

Ich persönlich habe weder Freude noch Interesse daran, in irgendeinen Krieg zu ziehen; aber sich gegen den Krieg auszusprechen, erscheint mir albern und nutzlos. Man muss ihm materielle Kräfte entgegensetzen, nicht bloße Verhaltensweisen, und jeder, der sich nicht an der Gestaltung dieser Kräfte beteiligt, ist auch nicht gegen den Krieg, so sehr er das auch beteuern mag. Die Frage selbst legt den Gedanken nahe, dass man sich für den Frieden und gegen den Krieg einsetzen soll, aber ich bin genauso gegen den kapitalistischen Frieden wie gegen den kapitalistischen Krieg. Ich habe auch keine Wahl zwischen den beiden Situationen; ich kann nur dazu beitragen, einem System ein Ende zu setzen, das seine Existenz durch die Tendenz zum Wechsel zwischen Krieg und Frieden sichern muss. Um sich dem kapitalistischen Krieg entgegenzustellen, muss man sich dem Kapitalismus entgegenstellen, denn Kriege sowohl als die Krise gehören zu den Existenzbedingungen des Systems. Es versteht sich von selbst, dass ich keineswegs helfen werde, ein System zu verteidigen, das ich völlig widerwärtig finde und das mein Leben ruiniert.25

Diese schnörkellosen Sätze sind heute ebenso gültig wie damals. Staaten und Nationen produzieren Kriege, schließlich herrscht Konkurrenzkampf unter enormem Wachstumszwang. Ein Ausstieg aus diesem System ist möglich, wenn genügend Leute die Ungerechtigkeit begreifen und angreifen. Alle Grenzen von Nationalstaaten – wie alle Grenzen überhaupt – sind ungerecht und nur durch das Gewaltmonopol jeweiliger Staaten „gerechtfertigt“. Wenn die Basken und Katalanen nicht zu Spanien gehören wollen, sollen sie sich abspalten und autonom werden, möglichst ohne einen weiteren Nationalstaat zu gründen, sondern eine libertäre Selbstverwaltung. Gleiches gilt für die Bretonen und Korsen in Frankreich, für die Schotten – und hoffentlich auch bald die Waliser – in „Großbritannien“, für die Sami in Norwegen, Schweden, Finnland und Russland usw. usf.
Daß man aus einer diktatorisch regierten Sowjetrepublik mit Grenzen, die durch Kriege, Bürgerkrieg und wiederum Krieg entstanden, nicht problemlos einen Nationalstaat machen kann, sollte eigentlich jedem klar sein. Ebenso wenig wie es eine Ukraine gibt, existiert auch kein Russland, kein Deutschland, Frankreich, Spanien usw. – Hört mir auf mit „historisch gewachsen“ – Grenzen werden durch Siege und Niederlagen herbeigeführt, durch Kriege oktroyiert. Darum: Nicht „Give Ireland back to the Irish“,26 was niemals geschehen wird, sondern „Take Ireland back from the British“. Nehmt Vorpommern weg von Mecklenburg, nehmt Vorpommern weg von Deutschland, weg vom deutschen Staat, nicht um einen Freistaat zu gründen, sondern gar keinen, organisiert euch selber, oder…

MENSCHEN OHNE FISCHE UND KATZEN

 

Zuschiß bereitet Überdruß und Unmut,
Narzißmus breitet sich globalmedial aus,
konzertierter Widerwille bricht sich Bahn –
was Besseres als das Leben
27 finden wir immer.

 

Menschen ohne Fische und Katzen
können sich gleich salutieren lassen.
Wie alles im All,
endet’s mit’n Knall.

 

Naturgesetze existieren nur so lange,
bis wir ihre Ungültigkeit erkannt haben.
Genau so ist es mit der Gesetzgebung
und dem Strafrecht, das Eigentum schützt.

 

Menschen ohne Fische und Katzen
können sich gleich salutieren lassen.
Wie alles im All,
endet’s mit’n Knall.

 

Jegliche Satzung ereilt ihre Ächtung,
Willkür bekämpft man nur mit Willkür;
wer auch nur Rahmen absteckt – eckt an:
Regeln sind Ausnahmen der Gesetzlosigkeit.

 

Menschen ohne Fische und Katzen
können sich gleich salutieren lassen.
Wie alles im All,
endet’s mit’n Knall.

 

Gesetzwidrigkeit zwirbelt Gesetze,
die sich der Regeländerung widersetzen.
Zivilisation gleich Kannibalismus
plus Digitalisierung der ganzen Welt
.
28

Tja, Poesie ist keine Theorie, kein Expertismus, sondern Praxis, Lebenspraxis; auch wenn sie nicht gut ausgeht, bleiben Versuche, die es wert waren – werden unsere Nachkommen einander sagen, nachdem sie die „sozialen Medien“ in die Tonne getreten haben. – Apropos Katzen: Nicht unerwähnt soll bleiben soll an dieser Stelle das herzergreifende Lied „Человек и кошка“ (Mensch und Katze)29 von Fjodor Valentinowitsch Tschistjakow und seiner Band НОЛъ, in dem es zwar um die allgemeine – und nur diffus geschilderte – Bedrückung des „zivilisierten“ Menschen und Drogensucht geht, also das „Allzumenschliche“, aber das so eindrucksvoll, daß Generationen davon zehren werden. Katzen, so sehr sie ihre „Halter“ auch knechten, fördern Unbeherrschbarkeit, Köter hingegen Autoritarismus. Noch gibt es in Deutschland mehr Katzen als Köter.
Wir haben alle eine offene Rechnung mit dem selbstgebastelten und zusammengelebten Schicksal, den restriktiven Lebensbedingungen unter den speziellen Verhältnissen des Spätkapitalismus; wenige sind dafür (Oligarchen, ,,Philanthropen“ und ihre Bonzen, Schergen und Wähler), andere dagegen (die sog. Linke, von etatistisch bis „kritisch“ und extrem[autoritär]), die meisten so verunsichert, daß sie sich nicht äußern können, wollen und sollen. „Links“ im klassischen emanzipatorischen Sinne sind heute nur noch die zersplitterten Anarchisten. – Man kann sich gut einrichten im Niedergang, wir machen das schon ein Leben lang. Hauptsache, man macht einen guten Eindruck. Abbildung ist Überwältigung, Andeutung vollendet Ausmalung, Übertreibung wird zur Wahrheit, die niemand gepachtet hat, denn sie gehört dem Machtapparat.

Lost am I in this world of timelessness and woe.30

 

Bert Papenfuß Schlaffzahn: Empörung und Entrüstung oder Zerstörung und Verwüstung. Freie Assoziationen über Probleme des anarchistischen Pazifismus in Die Aktion 4.0 Organ für radikale Intelligenz. Teil 1

Aus der Anarchistischen Bibliothek Anticopyright ein Ausschnitt von Bert Papenfuß’ Empörung und Entrüstung oder Zerstörung und Verwüstung.

 

 

BALLADE VOM TOTEN

wir müssen jetzt einen toten mitnehm’
denn der kann nicht mehr selber gehen
wir müssen dem toten mal untern arm fassen
den können wir nicht einfach der nacht lassen

wir müssen jetzt einen toten mitnehm’
auch wenn wir die hand nicht vor augen sehn
als toter sollt er sich im dunkeln auskennen
der kann uns bestimmt die richtung nennen

wir müssen jetzt einen toten mitnehm’
auch wenn wir den toten nur schwer verstehn
das wird wohl an den umständen liegen
als toter ist noch jeder verschwiegen

wir müssen jetzt einen toten mitnehm’
der stumm ist und taub wie ein klumpen lehm
und will er nicht reden, so soll er singen
wir wollen ihm unsre lieder beibringen

wir müssen jetzt einen toten mitnehm’
durch regenfall und sturmeswehn
unter des himmelsgewölbes krachen
werden wir den toten tanzen machen

wir müssen jetzt einen toten mitnehm’
vor ’nem toten ziemt sichs zurückzustehn
uns vorangehn soll er, von uns geschoben
zu ihm aufsehn wolln wir, von uns gehoben

Stefan Döring

 

Zum 60. Geburtstag des Autors:

Lorenz Jäger: ich such das meuterland
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.1.2016

Zeitansage 10 – Papenfuß Rebell
Jutta Voigt: Stierblut-Jahre, 2016

Zum 65. Geburtstag des Autors:

Thomas Hartmann: Kalenderblatt
MDR, 11.1.2021

Zum 69. Geburtstag des Autors:

Mareile Fellien-Papenfuß auf Facebook, 11.1.2025

Zum 70. Geburtstag des Autors:

Vincent Sauer: „Gesteht es ein, euer Schuttsein!“
junge Welt, 10.1.2026

Robert Mießner: Mit ihm war kein Staat zu machen
taz.de, 5.2.2026

Vincent Sauer: Beim Schärfen des Stachels
junge Welt, 10.2.2026

 

Fakten und Vermutungen zum AutorInstagramKLGIMDb + Archiv + Internet Archive + IZA
Porträtgalerie: akg-imagesAutorenarchiv Isolde OhlbaumAutorenarchiv Susanne Schleyer + deutsche FOTOTHEKDirk Skibas Autorenporträts + IMAGOKeystone-SDA
shi 詩 yan 言 kou 口

 

Einladungskarte zur Beerdigung von Bert Papenfuß

Einladungskarte zur Beerdigung von Bert Papenfuß

 

Nachrufe auf Bert Papenfuß: Abwärts! 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ✝︎ artour ✝︎ BZ 1, 2 & 3 ✝︎ DNB ✝︎ Facebook ✝︎ Faustkultur ✝︎ FAZ ✝︎ freitag ✝︎ junge Welt 1 & 2 ✝︎ LVZ ✝︎ lyrikkritik 1 & 2 ✝︎ MZ ✝︎ nd 1 & 2 ✝︎ NDR ✝︎ Tagesspiegel ✝︎ taz 1 & 2 ✝︎ telegraph ✝︎ Volksbühne ✝︎ Zeit ✝︎ Fotos ✝︎

 

 

 

Nachruf auf Bert Papenfuß bei Kulturzeit auf 3sat am 28.8.2023 ab Minute 27:59

 

 

 

Bild von Juliane Duda mit den Übermalungen von C.M.P. Schleime und den Texten von Andreas Koziol aus seinem Bestiarium Literaricum. Hier „Das Papenfuß-Gorek“.

 

Beitragsbild von Juliane Duda zu Richard Pietraß: Dichterleben – Bert Papenfuß

 

Bert Papenfuß liest bei OST meets WEST – Festival der freien Künste, 6.11.2009.

 

Bert Papenfuß, einer der damals dabei war und immer noch ein Teil der „Prenzlauer Berg-Connection“ ist, spricht 2009 über die literarische Subkultur der ’80er Jahre in Ostberlin.

 

Bert Papenfuß, erzählt am 14.8.2022 in der Brotfabrik Berlin aus seinem Leben und liest Halluzinogenes aus TrakTat zum Aber.

1 Kommentar

  1. Jäh ist der Nu, und zäh die Kuh.
    !!!!!

    Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

„Suppe Lehm Antikes im Pelz tickte o Gott Lotte"

Privileg

viriler Pegel. – Lief Rippe weg? – Leg viel Wirbel in die Regel! – Gefrierpille.

Michel Leiris ・Felix Philipp Ingold

– Ein Glossar –

lies Sir Leiris leis

Würfeln Sie später noch einmal!

Lyrikkalender reloaded

Luchterhand Loseblatt Lyrik

Planeten-News

Planet Lyrik an Erde

Tagesberichte zur Jetztzeit

Tagesberichte zur Jetztzeit

Freie Hand

Haupts Werk

Gegengabe

0:00
0:00