2017-03-17

Titelbild von Juliane Duda zu der Beitragsserie „Felix Philipp Ingold: Endnoten“

Schon um halb neun in der Früh ist die hölzerne Sitzbank am Waldrand aufgewärmt von der Märzsonne, zwischen den Füssen am Boden regt sich das tote Laub, die rostigen zerschlissenen Blätter scheinen flach zu atmen, scheinen zu atmen; der Eindruck entsteht dadurch, dass nun unzählige Insekten sich regen, ihren Weg durchs Blätterwerk suchen, all das Leblose in Bewegung bringen; an diversen Stämmen perfektionieren die Spechte ihren Klopftakt an ihrem Klopftakt, die Vögel zwitschern, kreischen, krächzen durcheinander; die warme Luft ist durchzogen von kühleren Strähnen, so geh ich hin und fühle (ohne dass es mich im Geringsten erstaunt) keinerlei Schmerz.

 

aus Felix Philipp Ingold: Endnoten
Versprengte Lebens- und Lesespäne

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(Gier:) gib mir Same und grüss mir die Gasse…

Michel Leiris ・Felix Philipp Ingold

– Ein Glossar –

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