Heinz Erhardts Gedicht „Trara-trara…“
Trara-trara. / die Pest ist da!
IN EIN ALTES STAMMBUCH – Immer wiederkehrst du, Melancholie, / O Sanftmut der einsamen Seele.
GLIEDERWIND ISST NEBENSONNEN – drei schwindel hingen am winkelsprung / wie einfach zur verzweifelung
NACH NEUEN MEEREN – Dorthin – will ich; und ich traue / Mir fortan und meinem Griff.
DAS KNIE – Ein Knie geht einsam durch die Welt. / Es ist ein Knie, sonst nichts!
VERZWEIFLUNG – Wochen, Wochen sprach ich kein Wort; / Ich lebe einsam, verdorrt.
WEILS SO SCHÖN WAR – Paulus schrieb an die Apatschen: / Ihr sollt nicht nach der Predigt klatschen.
HERBSTLIED – Die Bäume / einsam und schlank, an der Erde / immer röter und gelber die Blätter
Die Liebe, sagt man, steht am Pfahl gebunden, / Geht endlich arm, zerrüttet, unbeschuht;
ACH SO! – Wohin denn, wohin denn so schnelle, / Du Mann mit der Elle? / Siehst nicht den schönen Regenbogen?