Caius Dobrescu: Ode an die freie Unternehmung
Diese Oden verdienen den Preis für Europäische Poesie unter anderem: weil sie sich in Grenzbereiche vorwagen, wo Bild, Klang und Gedanke sich gegenseitig den Boden unter den Füßen wegziehen, was zu mirakulösen Debakeln, poetisch wie intellektuell reizvollen Katastrophen führt, dem „Schockerlebnis“ etwa, „dass keine Bilder mehr zu sehen“ sind, „sondern nur noch Töne“.
Theodor Kramer: Gesammelte Gedichte 3
Dem Leser liegt mit diesem abschließenden Band als Ergebnis einer Durchsicht der mehr als 10.000 Gedichte, die Theodor Kramer in den Jahren 1925 bis 1958 geschrieben hat, eine Auswahl von 2.035 Titeln vor, die ihm bestätigt: jeder Versuch, das Werk Kramers eindimensional zu sehen, ihn auf eine einzige Ebene festzulegen, muß scheitern.
Hans van de Waarsenburg: So treibt die Insel
„Seine Gedichte haben in ihrer dann und wann schamlosen Großsprecherei und Rhetorik – und das ist bei mir ein Kompliment – ein Element der Ferne, nicht zuletzt weil er sich weit vorwagt und den lauten Ton nicht scheut.‟ schreibt Cees Nooteboom über seinen Landsmann.
Franz Baermann Steiner: Am stürzenden Pfad
Das noch zu entdeckende lyrische Werk eines der letzten großen Dichter der Prager deutschen Literatur.
Real Lyrik Klingeltöne
Klingeltöne als neues Feature in der Kontextspalte.
Anna Achmatowa: Poem ohne Held
Wie in einem zerbrochenen Spiegel überschneiden sich dichterische Visionen mit biographischen Details.
Rajzel Zychlinski: di lieder / Die Gedichte
Die von Hubert Witt herausgegebene und übersetzte Ausgabe macht erstmals das lyrische Gesamtwerk von Rajzel Zychlinski für deutsche Leser zugänglich. Alle Gedichte werden im jiddischen Urtext und in deutscher Übertragung wiedergegeben.
Jürgen Kross: Kaltfront
In seiner Lyrik gelingen Kross Gedanken- und Sprachsplitter von suggestiver Magie.
Uwe Kolbe: Die Farben des Wassers
Ob frei nach Dante, in streng komponierten Versen, gelegentlich auch mit einer kurzen Stanze oder einem schnellen Rap: Uwe Kolbes Thema ist die Recherche dessen, was hinter ihm liegt und vielleicht auf Elementares deutet.
Michael Krüger: Archive des Zweifels
Gedichte aus drei Jahrzehnten herausgegeben von Kurt Drawert.
Zbigniew Herbert, Klaus Staemmler: Preis für Europäische Poesie 1997
Herbert, der in den vierziger Jahren den Terror der Nazizeit und die Verschleppung nach Rußland überlebte, schreibt eine unprätentiöse Reflexionspoesie von großer Klarheit, in der private und politische Geschichte verknüpft werden.
Katja Lange-Müller: Zu Uwe Kolbes „Sommerfeld. Erstes Gedicht“
„Die eigene Rede des andern…“. Dichter über Dichter: Katja Lange-Müller – Uwe Kolbe.


















