David Samojlow: Stimmen hinter den Hügeln
Kein „sowjetischer Dichter“, „kein jüdischer Dichter russischer Sprache“ aber als „Ewiger Russe“ lebte David Samojlow von 1920–1990 in innerer Emigration.
Sinaida Hippius: In Sainte-Geneviève und weiter unten…
Sinaida Hippius (1869–1945), die neben Anna Achmatowa und Marina Zwetajewa bedeutendste Dichterin Russlands, ist im Kreise der russischen Symbolisten die einzige Frau. Dieses Buch bietet eine Auswahl aus ihrem lyrischen Spätwerk.
Antonio Porta: Ich lebte in Ruf und Geruch eines Heiligen
Unter den italienischen Dichtern der letzten Jahrhunderthälfte, welche den Fragestellungen der Moderne und damit der Notwendigkeit, sie mit einem neuen sprachlichen Gewand auszustatten, offen begegneten, war Antonio Porta einer der aktivsten und originellsten.
Attilio Lolini: Lange Treue der Obszönität die man Leben nennt
„Lolini ist also ein gebildeter, bürgerlicher Dichter. Trotzdem hat er Ekel vor der Kultur, und was die Poesie betrifft, so verachtet er sie: Sie ist ein Instrument der Herrschenden, erstes Zeichen jeder Integration und jedes Verrats, eine Hanswurstiade…“ resümiert Pasolini wenige Monate vor seinem Tod.
Sadiq Bey: Albert Ayler bläst in sein Horn und verkündet das Ende
In der Poesie von Sadiq Bey erlangt das musikalische Element zentrale Bedeutung. Gedichte sind immer auch Lyrics.
Tim Turnbull: Es lebt!
Tim Turnbull, geboren und aufgewachsen in North Yorkshire, arbeitete im Forstwesen und sang in diversen Punk-, Ska- und Industrialbands, bevor er sich der Dichtung zuwandte. Seit 1994 slamt, liest und performt er seine Gedichte, die in drei schmalen Büchern gesammelt erschienen sind.
Thomas Brasch: Wer durch mein Leben will, muß durch mein Zimmer
Als Thomas Brasch im November 2001 starb, hinterließ er, nebst anderem, eine ganze Reihe von Gedichten, die der Autor selbst noch zu einem Band zu komponieren versucht hatte, und damit eine Aufgabe, der sich dann Katharina Thalbach, die Weggefährtin, und Fritz J. Raddatz, der Freund, stellten.
Thomas Brasch: Kargo
Kargo – das ist der Kult, der besagt: „Männer mit weißer Hautfarbe sind Geister von Toten, die ihr Ende nicht finden, leben nicht mehr und sind noch nicht tot“ – erschien, nachdem Thomas Brasch 1976 den Land-Wechsel von der DDR in die BRD vollzogen hatte.
Martin Bernhardt: Das Maß allen Lebens ist die Axt sagt der Baum
Manche dieser Gedichte handelten aus Notwehr.
Thomas Brasch: Der schöne 27. September
Der bekannteste Gedichtband von Thomas Brasch (1945–2001) erschien 1980. In „Der schöne 27. September‟ verbindet Thomas Brasch Zartheit und elegische Erotik mit Nüchternheit und strenger Zeitkritik.
Wallace Stevens: Menschen, aus Worten gemacht
„Der Dichter macht Seidenkleider aus Würmern.“ Dieser Ausspruch umreißt in gelungener aphoristischer Kürze das Anliegen des amerikanischen Dichters Wallace Stevens.
Andreas Hegewald: HAARRISSE
Das doppelte ARS des Buchtitels ist die manchmal verspielt ein andermal beruhigt fortgeführte poetische Linie von Andreas Hegewald.


















