blumenleere: wohin ein wind uns jemals traegt

Mashup von Juliane Duda zu dem Buch von blumenleere: wohin ein wind uns jemals traegt

blumenleere/blumenleere-wohin ein wind uns jemals traegt

FLAUTEN

I
nichts regt sich keine ueberraschung
spreizt uns ihr wolluestiges gefieder
entgegen unsren erwartungen kaum
einen vagen hauch wahrer hoffnung
gewaehrend lauschen wir tiefer stille
vernehmen aber blosz unseren atem
& verwehen die praesente praemisse
deren aussage nun falsifizierte these
so dermaszen ad absurdum gefuehrt
hoechstens noch leise daran erinnre
welche optionen uns niemals ruhen

II III IIII

 

Trennzeichen 25 pixel

 

 

ja, wohin traegt uns, ein wind, ueber
je 11 gedichte à 11 zeilen hinweg – wo
sich an jedes einzelne 3 unsrerseits
frei waehlbare abzweigungen
anschmiegen –, durch 11 seiner
graduellen auspraegungen hindurch,
von scheinbarer absenz hin zu schier
alles verwirbelnder, chaotischer
praesenz & zurueck, nur anders –
ohne anfang, ohne ende, eigentlich?

befinden wir uns innerhalb eines
solchen interaktiven poetischen
systems – dessen strenge form gerade
uns mannigfaltige moeglichkeiten zu
zerflieszen schenkt – nicht laengst
wieder auf den faehrten des absoluten
buchs?

 

 

blumenleere: gespinst & gespenst –
phaenotypus & phantasmagorie –:
zigfach offener spielraum der persona
blumenleere – fluide kohaerenz per-
manenter permeation, fata morgana
wandel unterworfenes, autodidaktisches
system, das an den schnittstellen
von philosophie, kunst & poesie
operiert, um disziplinuebergreifend,
emergent, darueber hinaus zu gehen
& – diffuses rauschen verflieszender
wellen, ohne sich jemals noch selbst
spueren zu muessen – das anderssein
in bezug auf uns loszulassen.

 

 

auf unseren eigenen faehrten
durchstreifen wir windverwobene
endlosschleifen, um im nachhall
unseres erlebens sinn zu singen
oder klangarm dazwischen
einzugehen: wo ein anfang
vermutet wird, befindet sich keiner,
auch kein ende – was einen
interaktiven zyklus suggeriert,
produziert uns ein poetisches
system in mit sich nehmendem
zerflieszen, hinter wagen, unter
wollen. 11 grade, 112 gedichte,
113 verse sowie 3 verzweigungen
pro transitzone ergeben –
erscheinungsformen / leere –
potenziell unendlich viele
lesepfade unserer identitaeten.

Klappentext, KILLROY media, 2026

 

 

blumenleere: wohin ein wind uns jemals traegt (erlaeuterung der illustrationen; musik: das enigma der schwarzen orchidee – psychedelic black metal projekt von sebastian baum (musik/vocals) & blumenleere (lyrics).)
gedichte & illustrationen von blumenleere

 

Michael Johann Bauer: das leben – da-sein – lebendig und interessant halten
literaturoutdoors.com, 8.9.2021

 

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