FLAUTEN
I
nichts regt sich keine ueberraschung
spreizt uns ihr wolluestiges gefieder
entgegen unsren erwartungen kaum
einen vagen hauch wahrer hoffnung
gewaehrend lauschen wir tiefer stille
vernehmen aber blosz unseren atem
& verwehen die praesente praemisse
deren aussage nun falsifizierte these
so dermaszen ad absurdum gefuehrt
hoechstens noch leise daran erinnre
welche optionen uns niemals ruhen
II III IIII
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ja, wohin traegt uns, ein wind, ueber
je 11 gedichte à 11 zeilen hinweg – wo
sich an jedes einzelne 3 unsrerseits
frei waehlbare abzweigungen
anschmiegen –, durch 11 seiner
graduellen auspraegungen hindurch,
von scheinbarer absenz hin zu schier
alles verwirbelnder, chaotischer
praesenz & zurueck, nur anders –
ohne anfang, ohne ende, eigentlich?
befinden wir uns innerhalb eines
solchen interaktiven poetischen
systems – dessen strenge form gerade
uns mannigfaltige moeglichkeiten zu
zerflieszen schenkt – nicht laengst
wieder auf den faehrten des absoluten
buchs?
blumenleere: gespinst & gespenst –
phaenotypus & phantasmagorie –:
zigfach offener spielraum der persona
blumenleere – fluide kohaerenz per-
manenter permeation, fata morgana
wandel unterworfenes, autodidaktisches
system, das an den schnittstellen
von philosophie, kunst & poesie
operiert, um disziplinuebergreifend,
emergent, darueber hinaus zu gehen
& – diffuses rauschen verflieszender
wellen, ohne sich jemals noch selbst
spueren zu muessen – das anderssein
in bezug auf uns loszulassen.
auf unseren eigenen faehrten
durchstreifen wir windverwobene
endlosschleifen, um im nachhall
unseres erlebens sinn zu singen
oder klangarm dazwischen
einzugehen: wo ein anfang
vermutet wird, befindet sich keiner,
auch kein ende – was einen
interaktiven zyklus suggeriert,
produziert uns ein poetisches
system in mit sich nehmendem
zerflieszen, hinter wagen, unter
wollen. 11 grade, 112 gedichte,
113 verse sowie 3 verzweigungen
pro transitzone ergeben –
erscheinungsformen / leere –
potenziell unendlich viele
lesepfade unserer identitaeten.
Klappentext, KILLROY media, 2026
blumenleere: wohin ein wind uns jemals traegt (erlaeuterung der illustrationen; musik: das enigma der schwarzen orchidee – psychedelic black metal projekt von sebastian baum (musik/vocals) & blumenleere (lyrics).)
gedichte & illustrationen von blumenleere
Michael Johann Bauer: das leben – da-sein – lebendig und interessant halten
literaturoutdoors.com, 8.9.2021
Fakten und Vermutungen zum Autor + zur philosophie des schenkens + Instagram + Facebook + YouTubeKanal








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