Felix Philipp Ingolds Skorpioversa – Die Farbpalette der Dichtung (Teil 2)

Die Farbpalette der Dichtung
Eine kleine koloristische Poetik

Teil 1 siehe hier

Vladimir Nabokovs Farbsinn umgreift drei verschiedene Dimensionen. Erstens die Ebene der Buchstaben beziehungsweise der Laute, die in bestimmten Farben zu sehen beziehungsweise zu hören sind – z. B. das N als gelbliches Haferflockengrau, das V (W) als blasses durchscheinendes Rosa, das lange A als die Farbe von verwittertem Holz, das kurze A als Entsprechung zu poliertem Ebenholz; zweitens die Wortebene – Literatursprache verstanden als «Regenbogensprache», in der gewisse Wörter durch ihren Klang gewisse Farbempfindungen provozieren (z. B. «childhood» das mysteriöse «Kapuzenbraun von alten buckligen Kobolden»); drittens die zwischensprachliche Ebene – durch den Vergleich und die Differenzierung von Farbwörtern in unterschiedlichen Sprachen, mit Hinweis auf die Unübersetzbarkeit mancher Farbbezeichnungen, aber auch darauf, dass für viele Farbnuancen keine passenden und unverwechselbaren Namen verfügbar sind.

… Fortsetzung hier

© Felix Philipp Ingold & Planetlyrik

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

„Suppe Lehm Antikes im Pelz tickte o Gott Lotte"

Architektur

Richter reckt sich (arge Kur); artige Taktik: bald tickt die Uhr, bald ruht sie stur. (Ist die Arche auf verkehrter Tour?)

Michel Leiris ・Felix Philipp Ingold

– Ein Glossar –

lies Sir Leiris leis

Würfeln Sie später noch einmal!

Lyrikkalender reloaded

Luchterhand Loseblatt Lyrik

Planeten-News

Planet Lyrik an Erde

Tagesberichte zur Jetztzeit

Tagesberichte zur Jetztzeit

Freie Hand

Gegengabe

Endnoten

0:00
0:00