Felix Philipp Ingolds Skorpioversa – Die Farbpalette der Dichtung (Teil 1)

Die Farbpalette der Dichtung
Eine kleine koloristische Poetik

 

Es gibt beliebig viele (heisst: unzählige) Farben, aber nur einen beschränkten begrifflichen Fundus, um sie zu bezeichnen. Farben sind so eindeutig nicht, wie sie scheinen, und ihre Wechselbeziehungen sind es noch weniger, nicht zu reden von ihren Namen und ihrer Symbolik.
Selbst dann, wenn man sämtliche Farbadjektive aus sämtlichen Sprachen in einem einschlägigen Wörterbuch kompilieren würde, blieben gleichwohl viele Farben unbenannt. Die für mancherlei Nuancen fehlenden Begriffe müssen deshalb durch Umschreibungen ersetzt werden, Varianten von «rot» zum Beispiel durch «rötlich», «hellrot», «knallrot», «karminrot», «purpurrot» oder «puterrot».
Derartige sprachspezifische Unterschiede sind linguistisch und literarisch gleichermassen von Interesse. Seitens der Literatur gibt es dazu von Autoren wie von Theoretikern mancherlei Wortmeldungen. Als Beispiel dafür ist hier, besonders prominent, Vladimir Nabokov zu nennen, der als hochsensibler «Synästhetiker» an Farben und deren Bezeichnung interessiert sein musste, darüber hinaus aber auch sich bemühte, die diesbezügliche Begrifflichkeit zu erweitern. Anlass und Gelegenheit dazu hatte er als zweisprachiger Schriftsteller (russisch/englisch) wie auch als Übersetzer fremder und eigener Texte.

… Fortsetzung hier

© Felix Philipp Ingold & Planetlyrik

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