Reichlich Schnee über Nacht, später Tagesaufgang. Ich stapfe durch den Gemeindewald hinauf nach Champbaillard. Ausgespannt im kahlen weiträumigen Gezweig ein Morgenrot … eine Morgenröte von einzigartiger, unbeschreiblicher Feinheit, ein Rosa wie Eos in Person, leicht untermischt mit neutralem (neutralisierendem) Grau und einem Hauch von Ocker, was insgesamt so etwas wie ein atmosphärisches Inkarnat ergibt: Der Tag, der Osten zeigt sich – nur für Minuten allerdings – in seiner schönsten Haut.
Wer aber ist’s? Was soll’s? Und was ist es mir?
aus Felix Philipp Ingold: Endnoten
Versprengte Lebens- und Lesespäne








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