Viele gute, starke, schöne Träume habe ich in jüngster Zeit mitbekommen; zwischendurch einige, die weniger angenehm sind; zuletzt ein Horrortraum: … ein donnerartiger Knall, ich erwache (im Traum) als Erwachsener in meinem Kinderzimmer, sehe, höre, wie das Nachbarhaus in Sekundenschnelle einstürzt und in der Erde versinkt, während gleichzeitig an selbiger Stelle ein schwarzer Kubus hochschiesst, fensterlos, laut knirschend und krachend und für immer – der Schrecken ist furchtbar, ich kann nicht mehr atmen, mich nicht mehr bewegen, der Herzschlag stockt, ich hocke, aufgewacht, schräg im Bett; unfassbares Entsetzen, obwohl alles in einem einzigen Moment geschieht und weder Trümmer noch Opfer zurückbleiben.
aus Felix Philipp Ingold: Endnoten
Versprengte Lebens- und Lesespäne








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