Hans-Ulrich Treichels Gedicht „Ich spiele nicht gut Klavier…“
Ich spiele nicht gut Klavier. / Ich habe noch immer kein Tier. / Obwohl ich mich danach sehne.
Ich spiele nicht gut Klavier. / Ich habe noch immer kein Tier. / Obwohl ich mich danach sehne.
MAN SAGT, dass das wahre Leben abwesend sei. / Sucht es, wo es nicht ist. Ich kenne keinen anderen Ort.
PESSIMISMUS – Es starb E.T.A. Hoffmann und Napoleon, / es starb der junge Mozart und der alte Blücher,
NACHT – Nacht, als ich getragen wurde / durch Häuser und Gärten.
NACHT – Wieder eine Nacht herabgestiegen / Auf das alte ew’ge Erdenrund,
ÜBERLÄUFER – Mit Großvater gingen wir am Kanal, / vorbei an Dohlennestern, Tannenzapfen.
ULTIMA POETAE – So einsam, so allein, so ganz verlassen / Hock ich, verschlagen unter fremde Sassen,
UNHOLD LÄUFT DIE TREPP HINAB, / blut tropft ihm vom händchen ab / vom messerchen in der taschen.
TEXTAUFGABE – Nimm zwei Stufen in den Garten. / Zähle die Schritte um den Baum.
DER ERSTE SCHNEE – du sagtest du wußtest schon wie du zum fenster / gingst es ist die amsel die uns da beäugt