Renato P. Arlatis Gedicht „So lange liegt der Schatten…“
So lange liegt der Schatten / zwischen zwei Gesichtern, / die sich sehen, / bis das eine aufstrahlt /
So lange liegt der Schatten / zwischen zwei Gesichtern, / die sich sehen, / bis das eine aufstrahlt /
Es war ein Brikett, ein grosses Genie, / Das Philosophie studierte / Und später selbst an der Akademie /
SCHNEEZEIT – Was soll Materie, wo Menschen hausen? / Das Wasser fror zu Schmutz. Der Winter war, / Schon als ich jung war, mir ein rechtes Grausen.
die vier hauptwinde sind / der nordwind der südwind / der ostwind der westwind // seit heute morgen hat der wind
WIEGENLIED – Eia popeia / Was raschelt im Stroh? / Nachbars Bälg greinen /
WEIHNACHTSLIED – Eine Streu von Stroh / Eine Wand von Wind / Eine Woge als Wiege /
SIEHT MAN MICH NOCH? – sieht man mich noch? / ich bin ein loch / durch mich schiesst alle welt hindurch /
IN KETTEN – Die Daseinsfrage stellt ja keiner mehr. / Das große „Es“, das läuft so vor sich hin. / Nur ganz Naive suchen noch den Sinn
WARNUNG AN ALLE – In mir erwacht das Tier, / es ähnelt einem Stier. / Das ist ja gar nicht wahr, /
KIENTOPPBILDCHEN – Ein Städtchen liegt da wo im Land, / Wie üblich: altertümlich. / Und Bäume stehn am Straßenrand,