Breyten Breytenbach: Poesiealbum 207
Breyten Breytenbach möchte als ein Dichter des Erwachens, des End-Schlafens gesehen werden.
Breyten Breytenbach möchte als ein Dichter des Erwachens, des End-Schlafens gesehen werden.
STILLER FREUND DER VIELEN FERNEN – Stiller Freund der vielen Fernen, fühle, / wie dein Atem noch den Raum vermehrt.
RUDERN, GESPRÄCHE – Es ist Abend. Vorbei gleiten / Zwei Faltboote, darinnen
Gert Jonke hat schließlich als Lyriker begonnen. Seine ersten Veröffentlichungen, als Sechzehn- und Siebzehnjähriger, waren Gedichte – bis sein Vormund ihm das Schreiben und Veröffentlichen verboten hat. Das Verbot hat nicht lang gehalten, und Gert Jonke hat weiter Gedichte geschrieben, hat sie in Sammelbänden publiziert oder hat sie in seine Stücke, seine Prosa und seine Essays hineingezaubert. In diesem Buch wird der Schatz gehoben.
AUS DEM PEGNESISCHEN SCHÄFERGEDICHT IN DEN BERINORGISCHEN GEFILDEN – Es schlürfen die Pfeiffen, es würblen die Trumlen,
Mein Herz ist zerrissen, du liebst mich nicht! / Du ließest mich’s wissen, du liebst mich nicht!
GIB MIR DEIN AUG – Gib mir dein Aug, zeig mir / die Welt. Mir ist sie längst
Man überläßt sich dem Rhythmus, verstolpert sich im Reim, lacht über Wortspiele, rümpft die Nase über Kalauer, denkt über Zitate nach, die einem aus anderen kulturellen Zusammenhängen vertraut sind; man wundert sich, daß nichts so einfach ist wie Gedichte lesen – und ist schon verloren.
LIED DES HARFENMÄDCHENS – Heute, nur heute / Bin ich so schön;
ES IST DER MENSCHEN WEH UND ACH SO TAUSENDFACH – Wie bin ich krank, / Gebt mir nur einen Trank,