Für jeden Tag ein Gedicht – ausgewählt und begleitet von Michael Braun
SPRICHT DER HERR TUNGUSISCH? – Spricht er? – Ja? / Spricht der Herr tungusisch? // Warm ist es. Hitze flutet auf und ab.
DER GUTE WILLI IST SEIN MENSCHLICH HIMMELREICH – Der gute Willi ist sein menschlich Himmelreich /
TAG IM MÄRZ – Gefiltert dann geblendet dann / Den Atem angehalten Soll da / Noch Schatten sein Huscht über
ALLEIN – Ich hab die Schnauze voll ich / bin auch müde und fürcht mich / jetzt schon vor dem ersten warmen Tag
ZUSAMMENSETZSPIEL – Ein Mosaik aus Ich und Du, / aus Wir und Ihr und Augenzu, / aus Hängtihnauf und Schießtihntot,
WER WEISS ZU LEBEN? – Wer weiß zu leben? Wer zu leiden weiß. / Wer zu genießen? Der zu meiden weiß.
DAS SONETT – Zwei Reime heiß ich viermal kehren wieder, / Und stelle sie, geteilt, in gleiche Reihen, / Dass hier und dort zwei eingefasst von zweien
DER BAUER MIT DEM TRAKTOR… – Der Bauer mit dem Traktor / fährt auf den Acker Dung. / Sein Sohn, der in der Stadt studiert,
AUF ERDEN STEHET NICHTS – Auf Erden stehet nichts, es muß vorüberfliegen. / Es kommt der Tod daher, du kannst ihn nicht besiegen.
ALLES ÜBER DEN KÜNSTLER – Der Künstler geht auf dünnem Eis. / Erschafft er Kunst? Baut er nur Scheiß? /
Wer manchmal in der Ecke sitzt und heult / Weil ihm das Leben sich äusserlich verbeult / Und oftmals daneben sitzt und brüllt
VOM SCHNELLEN MANN – Karl Kahn weg. / Geschwinder Mann und / Sonstwo. Er ist / Nirgends, also kann /









