Für jeden Tag ein Gedicht – ausgewählt und begleitet von Michael Braun
REQUIEM FÜR EINEN GERADE ERST EROBERTEN PLANETEN MIT INTENSIVER STRAHLUNG – Aber was kommt wenn wir uns alle Geschichten erzählt
KINDERREIM – Da droben auf dem Berge / Da ist der Teufel los / Da zanken sich vier Zwerge
GRABSCHRIFT – Im Schatten dieser Weide ruht / Ein armer Mensch, nicht schlimm noch gut. / Er hat gefühlt mehr als gedacht,
EROTISCHER NEUNZEILER – Schiess in mein Kraut, Meister / mach die Kresse froh / tob dich aus, dreister
SPLEEN – Ein Bündel Mond erreichte mein Gesicht / Um 3 Uhr nachts, ein Quantum Butterlicht,
ALS ICH NACHHER VON DIR GING – Als ich nachher von dir ging / An dem großen Heute / Sah ich, wie ich sehn anfing
GEDICHT, WO NIX LOS IST. – Abendland und Untergang, / zwei Rentner aus dem Plattenbau, / betreten ihre Lieblingskneipe.
ICH VERSTEHE, dass das zu dringliche Verstehen zudringlich ist, / und dass du recht hast, dass ich kein Recht habe, dich zu verstehen,
KLEINE ERINNERUNG AN DEN FORTSCHRITT – Ja, damals, als wir Kinder waren, / nach der Revolution, haben wir
DIE PRODUKTE DER NACHT – Die Nacht ist ein Rohstoff / sie ähnelt etwas der Baumwolle
VORMITTAG – Den grünen Rasen sprengt ein guter Mann. / Der zeigt den Kindern seinen Regenbogen,
kann sein, dass wir bleiben, wo wir sind. Gegenüber / am tisch, in den händen die rinde vom brot eines vortags,









