Lyrik gegen Fresspakete
Gottfried Benns Comeback im Nachkrieg
Teil 2 siehe hier …
In den letzten Kriegsjahren wirkte Benn, promovierter Dermatologe, als Spitalarzt in Landsberg a.d. Warthe, ehe er 1945 nach Berlin zurückkehrte, um dort (im Sektor der sowjetrussischen Besatzungsmacht) eine eigene Praxis zu eröffnen. Der Neubeginn in der zerbombten Hauptstadt gestaltete sich schwierig, war begleitet und behindert von materieller Not (1946-1948), aber auch von schriftstellerischer Frustration: Seit einem Jahrzehnt hatte Benn nichts mehr veröffentlichen können, seine derweil entstandenen Texte stapelten sich, er hätte gleich mehrere Bücher – Lyrik wie Prosa – herausbringen können, doch es gab dafür kein verlegerisches Interesse, auch mangelte es an Papier wie an brauchbarer Drucktechnik. – Ganz unerwartet ergab sich dann jedoch ein erster neuer Verlagskontakt, den Benn sofort produktiv nutzte und schon bald geschäftstüchtig erweiterte.
… Fortsetzung am 4.11.2026 …
© Felix Philipp Ingold
aus unveröffentlichten Manuskripten







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