Bertolt Brechts Gedicht „Als ich nachher von dir ging“
ALS ICH NACHHER VON DIR GING – Als ich nachher von dir ging / An dem großen Heute / Sah ich, wie ich sehn anfing
ALS ICH NACHHER VON DIR GING – Als ich nachher von dir ging / An dem großen Heute / Sah ich, wie ich sehn anfing
GEDICHT, WO NIX LOS IST. – Abendland und Untergang, / zwei Rentner aus dem Plattenbau, / betreten ihre Lieblingskneipe.
ICH VERSTEHE, dass das zu dringliche Verstehen zudringlich ist, / und dass du recht hast, dass ich kein Recht habe, dich zu verstehen,
KLEINE ERINNERUNG AN DEN FORTSCHRITT – Ja, damals, als wir Kinder waren, / nach der Revolution, haben wir
DIE PRODUKTE DER NACHT – Die Nacht ist ein Rohstoff / sie ähnelt etwas der Baumwolle
VORMITTAG – Den grünen Rasen sprengt ein guter Mann. / Der zeigt den Kindern seinen Regenbogen,
kann sein, dass wir bleiben, wo wir sind. Gegenüber / am tisch, in den händen die rinde vom brot eines vortags,
CHORUS DER LYRIKER – O Mainacht, Mond und Mandoline! / wer schwärmte früher für Lassalle? / Heut gellt der Pfiff der Dampfmaschine
DIE STIMME – die stimme kommt von oben / ich fühle mich erhoben // die stimme dröhnt enorm
GEDICHT – Ich liebe / und habe eine Freude / und eine Angst, / daß du Liebe verlangst.