Ursula Krechel: Beileibe und zumute
Die Gedichte sind dynamische Gegenwart.
So ragen in den hier versammelten Texten erdbezogene Fragen aus Ich-Details.
Liebhaber ihrer Vortragskunst titulieren sie treffend als Lautsprecher oder auch stille Funkerin.
Nichts Abgeklärtes findet sich in seinen Gedichten, dafür Lakonisches, Sprachspielerisches; noch immer wird die Wut der jungen Jahre sichtbar, aber gekeltert durch Erfahrungen und poetische Genauigkeit.
Den Kern des neuen Bandes bildet ein Zyklus aus zehn längeren Gedichten, die sprachlich und motivisch eng verzahnt sind. Der Bosporus als Sprungbrett.
Der Übersetzungsweg gegen die Wand. „das vierte praktische bruchstück zu einer theorie der schlechten übersetzung“ vom Autor so genannt.