Andreas Reimann: Die Weisheit des Fleischs
Das Lyrikdebüt von Frank Reimann.
„Kerstin Hensel hat trotz ihrer Jugend viele Seiten des Lebens an sich und anderen erfahren.“ Kaum zu glauben, aber so nichtssagend konnte ein Klappentext in der DDR beginnen.
„Ich / Bin verschont geblieben, aber / Ich bin gebrandmarkt“ - ein Satz wie ein Motto für die Gedichte und die Prosa, die vom Ende der fünfziger Jahre bis heute entstanden und Dresden als gesellschaftliche und biographische Landschaft zum Gegenstand haben.
Widmungsworte des Autors: Die nachstehenden Texte und Holzschnitte sind den Toten und Verfolgten gewidmet, dem Volk der Klagefrauen und Geigenspieler, dessen Opfer die Grenzen aller Länder widerlegt hat.
Der Titel (aus einem Gedicht von Heinz Czechowski) war 1966 in der Deutschen Demokratischen Republik anscheinend noch kein Dissidentenwitz.
Aus dem Nachlaß von Uwe Greßmann wurde dieser Lyrikband zusammengestellt, der nochmals die schöpferische Kraft des Poeten und die Meisterschaft seiner Dichtung offenbart und unter Beweis stellt.