Robert Gernhardt: Was das Gedicht alles kann: Alles
Texte zur Poetik.
In immer neuen Anläufen zielen Kolbes ,Gegenreden‘ auf die Liebe als dem „Rätsel der fremdesten Nähe“ und wechseln souverän zwischen hohem Ton und Ausgelassenheit ihre sprachlichen Register.
Die Komik der Gernhardtschen Texte und Zeichnungen beruht auf einer Gratwanderung zwischen Sinn und Unsinn, Feinem und Derbem, Ernst und Spaß.
Zwischen Sappho und Antonioni, Gertrude Stein, Beckett und Trotzki spannen Carsons Gedichte, Libretti und Essays ein beziehungsreiches Geflecht, das vor den Augen des Lesers langsam entsteht und sich zugleich auflöst, wie das Ich, wie die Schöpfung.
Beinahe verlorene Worte, im Werk von Wulf Kirsten haben sie ihren Platz.
Zwischen „todernst“ und „lebensheiter“ liegt das Alphabet, unser aller Ding.
Gedichte 1958–1971. Die Gedichtbände „Die Gesänge Mihyars des Damaszeners“ (1958–1965) und „Ein Grab für New York“ (1965–1971), die ehemals im Ammann Verlag erschienen sind, liegen nun in einem Band im S. Fischer Verlag vor.