Anderson, Döring, Papenfuß & Robert Linke: DoloROSA ueberhaupt
Eine Parthenogenese in 7 Penetranzen sowie die zweite und auch letzte Schallplatte der von Niko Tenten herausgegeben Edition DIE AUDIONAUTEN IM DRUCKHAUS.
Eine Parthenogenese in 7 Penetranzen sowie die zweite und auch letzte Schallplatte der von Niko Tenten herausgegeben Edition DIE AUDIONAUTEN IM DRUCKHAUS.
Sascha Anderson, Stefan Döring, Bernd Igel, Uwe Kolbe, Andreas Koziol, Leonhard Lorek, Gert Neumann, Bert Papenfuß, Rainer Schedlinski und Ulrich Zieger sind mit z.T. bisher unveröffentlichten Texten vertreten. Genauso wichtig aber sind die Gespräche, die Egmont Hesse mit diesen Autoren geführt hat, und in denen sie ihre Art der Literatur begründen, auf hohem Niveau und dem Ernst einer großen Verantwortung.
Nach dem Ausschluß einer ganzen Autorengeneration aus dem offiziellen Literaturbetrieb, waren es vor allem grafisch-literarische Kleinzeitschriften, Hefteditionen und Künstlerbücher, aus denen sich 1979–1989 eine unabhängige Literatur- und Kunstszene in Dresden, Halle, Leipzig und Berlin entwickelte. Mit über dreißig Zeitschriften und in die Hunderte gehenden Künstlerbüchern setzten Autoren, Maler und Grafiker dem erstarrten Literatur- und Kunstgeschehen der achtziger Jahre eine lebendige Alternative entgegen.
Elf Widerstandsnester kompiliert von Ulf Stolterfoht: Böhmer Bruhin Egger Kapielski Papenfuß Pastior Pohl Schmatz Steiger Steinbacher Thill.
Es kommt zur Sprache, behauptet Kai Pohl u.v.a.m., was von Belang ist - das eine mehr, das andere weniger - auf dem Weg zu ‚Freiheit, Gleichheit, grundsätzlichere Liebe‘: mehr Selbstbehauptung, weniger Popanz; mehr soziale Substanz, weniger Dezenz; mehr Phantastik, weniger Hochglanz; mehr Rockmusik, weniger Abstinenz.
Thomas Kapielski empfiehlt das Buch so: „Bert Papenfuß gehört zu den wenigen, die mir die Dichtkunst gangbar machen. Da mir Gedichte meist befremdlich oder unwegsam bleiben, bekunde ich Dank für jeden Zugang: Bei Papenfuß ist mir der erste die Sprachliebhaberei. Welches Schwelgen in gefundenem, erfundenem, verschwundenem Wortschatz. Welche Sicherheit, das dümliche, das verlutschte Wort zu umfahren, zu überfahren, zu zerzupfen.“
Gerhard Falkner wußte es schon, daß „mit dem programmatischen Bändchen PROË, erschienen bereits 1991, Anderson, sich und seine Favoriten – Stefan Döring, Bert Papenfuß, Peter Waterhouse, Durs Grünbein, Thomas Kling und Gerhard Falkner – zum Grundstock seiner neuen Lyrikzentrale machen wollte“. Das Buch blieb davon unberührt.
Schnelle Eingreifgesänge konterkarierend bebildert von A.R. Penck. In diesem Heft erlangt der preußische Zapfenstreich nach 1813 seine aktuelle Bedeutung.
„notdichtung, karrendichtung“ mit vom Autor gezeichneten Emblemen. Poetische LEDs (light emmiting diods) für existentielle Momente und Prozesse - german graffitis, wie von Mauern und Mauersturzereignissen notiert und damit zugleich eine unerwartete Zeit-Dichtung.
Was auf Musikkassetten und Schreibmaschinen-Durchschlägen in 10-20er Auflage zwischen 1983-1990 im Abseits kursierte ist nun als Buch und CD gesammelt. Dazu die Zeichnungen von Ronald Lippok. Avantgarde-Barock pur, damals wie heute.