Thomas Brasch: Drei Wünsche, sagte der Golem
Die in diesem Sammelband nachzulesenden Texte sind grell, analytisch, oft fragmentarisch; sentimental sind sie nie.
Die in diesem Sammelband nachzulesenden Texte sind grell, analytisch, oft fragmentarisch; sentimental sind sie nie.
VOLKSLIED – Was ich noch übrig hab: / Wieviel davon ich begrab,
Das Hertz ist weit von dem / was eine Feder schreibt. / Wir dichten im Gedicht / daß man die Zeit vertreibt.
In Dimentscho Debeljanows Lyrik verbinden sich Weltschmerz und Rebellion, Schwärmerei und Ironie anfänglich zu romantisch-verklärten, später zu dekadent-symbolistischen und – unter dem Einfluß des Kugelhagels – zu beinahe realistischen Gebilden, zu einem Lied, das vielleicht doch nicht unnütz von den Wiesen dieser Erde berichtet.
NACHT – Man hat mich Tote aufs Wasser gelegt / ich fahre die Flüsse hinunter
SO, SO! – – Vier Maurer sassen einst auf einem Dach. / Da sprach der erste: „Ach!“
SCHATTEN – Baum, Wolke, Wasser und Schatten / Im Wind, der sie floh und fing,
LEBEN – Ich schreibe keine Geschäftsbriefe, / ich beharre nicht auf dem Termin
BAUZ – Bauz schwingt zierlich den Zylinder, / Bauz entstellt sich hiermit vor.
„Kein anderer Dichter des neuen „goldenen Zeitalters“ spanischer Dichtung hat mit seiner Thematik und Gestaltungsweise, besonders durch sein Werk „La destrucción o el amor“ (Die Zerstörung oder die Liebe), einen so entscheidenden Einfluß auf die junge spanische Dichtung ausgeübt wie Vicente Aleixandre‟ schreibt Erich Arendt im Nachwort zu diesem Buch.