Karoline von Günderrodes Gedicht „Hochrot“
HOCHROT – Du innig Rot, / Bis an den Tod / Soll meine Lieb Dir gleichen,
HOCHROT – Du innig Rot, / Bis an den Tod / Soll meine Lieb Dir gleichen,
TODESSEKUNDE – Die Ampeln dieser Stadt leuchten / rot und grün zugleich. / Bleibe ich stehen, gehe ich?
GESICHTE VON EINEM IRREN EUROPA – Gesichte von einem irren Europa: / Alle Milch des Kontinents schwärzte.
GENERATION – Daß wir nicht Väter sind, die wir doch / Keine Väter hatten. Blutrote Kleider
ABTRIFT – Das Gehirn im Sinkflug, / immer tiefer. / An den Spanndrähten / zerrt der Abwind. / Das Steuer flattert,
WÜRDE DES MENSCHEN – Nichts mehr davon, ich bitt euch. Zu essen gebt ihm, zu wohnen
Oft denk ich, sie sind nur ausgegangen, / Bald werden sie wieder nach Haus gelangen,
TRÄUM DIR – träum den traum daß der herbst bleibt und drinnen / meine hand mein mund voller herbst daß der sand
KLEINE KATASTROPHE – Zehn Männer wurden vom Gestein erschlagen, / vom Rauch verschluckt und wieder ausgespien.
DER FUCHS UND DIE TRAUBEN – Ein Fuchs, der auf die Beute ging, / Traf einen Weinstock an, der, a voll von falben Trauben,