Derek Mahon: Ovid auf Reisen
Derek Mahons erstes Buch in Deutschland.
Helmut Heißenbüttel empfindet durch das fehlen eines Klappentextes Irritation und Erleichterung.
Das wahrnehmende und erinnernde Ich wird zum stöbernden Spuren- und Stimmensucher in der Gegenwart, zum Ohrenzeugen an Herrentischen, zum Protokollanten einer Geschichte vom Wien der dreißiger Jahre bis zum letzten Schlachtfeld des zweiten Weltkriegs vor Berlin.
„Wir sollten auf diesen Dichter hören!“, kommentiert Adam Zagajewski eines seiner Gedichte.
„ein buch erhebender und niederschmetternder sprachkunde, und nichts sonst.“ stellt Ernst Jandl im Nachwort fest.
Ursula Krechels neue Gedichte, geschrieben zwischen 1979 und 1985, sprechen mit befremdlicher Wärme von einer Zeit, die sich vermummt in der Kälte eingerichtet hat.